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Die SZ Junge Leute Spotify-Playlist des Jahres 2018

In München war 2018 musikalisch einiges los. Nachdem wir gestern schon einen Blick auf die Bands und Künstler dieser Stadt geworfen haben, wagen wir heute den Schritt über die Stadtgrenzen hinaus. Denn auch national und international gab es Hochqualitatives auf die Ohren. Welche Songs unsere Redaktionsmitglieder im vergangenen Jahr bewegt haben  und warum auch ein Klassiker von Kylie Minogue dabei ist  das zeigen wir euch in dieser Playlist.

 

Neonschwarz – 2018

2018 war nicht immer einfach. Nicht für mich, nicht für Deutschland und auch nicht für München. Da waren viele Weckrufe dabei. Ihr wisst schon, so ganz politisch. Wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann spüre ich dennoch in erster Linie eine Menge Stolz. Ich bin stolz auf München, auf die vielen Menschen, die einen Demo-Marathon hingelegt haben. Neonschwarz lieferte mir genau den richtigen Track zu all den Gedanken: “2018” auf dem aktuellen Album “Clash”. – Anastasia Trenkler

 

Juice WRLD – Lucid Dreams

Ist dieses Jahr zwar auf diversen “HipHop meets RnB”-Partys in Endlosschleife durchgenudelt worden, man kann aber auch beim hundertsten Mal Hören den Pain noch fühlen. Das Sample stammt übrigens aus “Shape” von Sting, weswegen Juice WRLD trotz Vierfachplatin in den USA keinen Cent mit dem Song verdient hat. – Philipp Potthast

 

Mavi Phoenix – Aventura

Wenn ich dieses Lied höre, fühlt es sich für mich kurz so an, als würde ein Teil von Mavis unfassbarer Coolness auf mich abfärben. Ganze 3 Minuten und 18 Sekunden fühle ich mich unschlagbar, total lässig und habe einfach übertrieben gute Laune. Ein geiles Gefühl dank einem geilen Track. – Aylin Dogan

 

Tame Impala – Let It Happen

Das Leben kann ich nicht immer steuern. Genauso wenig meinen Musikgeschmack oder unsere Geschichten in der SZ. Was ich dieses Jahr aber gelernt habe: Manche Dinge muss man einfach geschehen lassen. Der Song ist meine Erinnerung daran, einfach mal die Wellen so zu reiten, wie sie kommen. – Isabel Prößdorf

 

Twin Shadow – Saturdays

Jedes Mal wenn “Saturdays” von Twin Shadow auf meinen Kopfhörern läuft muss ich an Urlaub, lustige Begegnungen und Partys denken. Perfekt für einen stressig Tag, dem man für ein paar Minuten kurz entfliehen möchte. – Sophie Röhrmoser

 

Metronomy – The Bay

Es ist nicht immer alles toll und es kann auch nicht immer alles Spaß machen. Egal, ob das Wetter zu wünschen übrig lässt, oder ich meinem Alltag am liebsten entfliehen möchte. Dieser Song lässt mich abschalten und macht vor allem eines – gute Laune. Es muss eben nicht Paris oder London sein. München ist mindestens genauso schön. – Annika Kolbe

 

Rose Droll – Hush

Das Debütalbum „Your Dog“ der Sängerin Rose Droll war für mich definitiv das musikalische Highlight des Jahres. Ihre wilde Mixtur aus Folk, Hip-Hop, Gospel und anderen verrückten Überraschungsmomenten spiegelt sich am besten in dem Song „Hush“ wider. – Viktor Schacherl

 

Bury Tomorrow – No Less Violent

Der einzige Ort auf der Welt, an dem ich meinen Kopf komplett ausschalten kann ist ein Konzert. Pro Jahr sehe ich um die 150 Bands. Aber Bury Tomorrow führen für mich dieses Gefühl zur Perfektion. Die rollenden Tempi, die mich gleichsam aufwühlen wie beruhigen. Eine Energie, die den Körper zum Beben und eine Clean-Stimme, die das Herz zum Bersten bringt. – Marietta Jestl

 

Greta van Fleet – When The Curtain Falls

Vielleicht geht es mit der Liebe zur Musik zu weit, wenn Auftrittsorte mit über den Umzug entscheiden. Vielleicht gehört das aber auch so. Der Nostalgiker in mir hat mit Greta van Fleet jedenfalls eine Band gefunden, die mit ihrer Musik scheinbar nahtlos an den Rock von Led Zeppelin anknüpft. „When the Curtain Falls“ lief dieses Jahr rauf und runter. – Max Fluder

 

Kylie Minogue – Can’t Get You Out Of My Head

Kunst muss sich auch daran messen lassen, ob sie auch Jahrzehnte später noch relevant ist. Der Pop hat mit diesem Anspruch seine Schwierigkeiten, sind die meisten Songs in dem Bereich doch so sehr am Zeitgeist orientiert, dass sie in einem gefälligen Einheitsbrei aufgehen und nach einem Jahr vergessen sind. Hin und wieder wird aber auch ein zeitloses Kunstwerk geschaffen, siehe Kylie Minogue. Das durfte ich jedenfalls um neun Uhr morgens auf einer Party feststellen, ein schöner Moment im Jahr 2018. – Wolfgang Westermeier

 

Justin Timberlake, Chris Stapleton – Say Something

An dieser Stelle oute ich mich als großer Justin Timberlake-Fan. Und das seit 12 Jahren. Mein Highligh 2018 war es, direkt nach Abgabe meiner Abschlussarbeit beim Justin Timberlake-Konzert in Frankfurt gewesen zu sein (mein zwölfjähriges Ich hat sich besonders gefreut, dazu noch in der ersten Reihe zu stehen). Die Show war genial und live klingt sein eher moderates Album “Man of the Woods” dank seiner Band, den Tennessee Kids, viel genialer als in der Studioversion. Highlight waren nicht die Hits wie Sexyback, My Love oder Rock your Body (auch wenn es hier im Saal sehr eskalativ wurde), sondern als Justin mit seiner Gitarre von der akustischen Version von “What goes around… comes around” zu “Say Something” übergeleitet hat. Aus diesem Grund verbinde ich dieses Lied mit vielen positiven Gefühlen, so dass es mich durch das ganze Jahr 2018 begleitet hat. Serafina Ferizaj

 

Chromeo – Count Me Out

Nach fast drei Jahren Dienstzeit bei der SZ Junge Leute lässt sich in meinen Songs des Jahres langsam ein Muster erkennen. Viel Funk, viel Synth, viel Sommer. Und vor allem ein Groove, bei dem man gar nicht still stehen bleiben kann. – Maximilian Mumme

 

Todd Terje – Inspector Norse

Der Track hat eine unvergleichbare Dynamik. Die ersten Takte verstreichen und es ist unmöglich, sich nicht zu bewegen. Endorphine fluten meinen Körper, wenn ich den Song höre – jedes einzelne Mal wieder. Mit ihm verbinde ich die längsten und schönsten durchtanzten Nächte, im Club oder auf der Straße. Ob Sommer oder Winter, er treibt dich voran. Alles bleibt in Bewegung. – Viktoria Molnar

 

Timid Tiger – Miss Murray

Ob zum Laufen durch den Olympiapark, nervigem Bügeln in der Wohnung oder abfeiern im Maxe Belle Spitz, dieser Song geht einfach immer und hebt die Stimmung aufs Maximum. Dieser Song spiegelt für mich jeden einzelnen tollen und heißen Sommerabend dieses Jahres wieder. – Laura Bergler

 

Von Wegen Lisbeth – Wenn du tanzt

Der Song ist der Song, der jeden Tanzmuffel zum Tanzen bringt. In jeder Stimmungslage muss man einfach anfangen zu tanzen und dann sieht die Welt auch gleich viel besser, bunter und glücklicher aus. – Alina Venzl

 

Miriam Makeba – Pata Pata

Ein Lied, das mich in diesem Jahr durch jegliche Höhen und Tiefen begleitet hat. Egal wie grau der Tag, wie voll die U-Bahn, wie sinnlos das Leben ist – für 3:02 Minuten sieht die Welt wieder rosig aus! – Luise Glum

 

The Gaslamp Killer – Nissim

Im Sommer zum ersten Mal auf einer Demo gehört, seitdem absoluter Lieblings-Track. Richtig hypnotisch. Neue Beats, neue Menschen und neue Horizonte. Zahllose Highlights eines langen Jahres, in viereinhalb Minuten verdichtet. Louis Seibert

 

The Bevis Frond – We’re Your Friends, Man

Die Straße ist noch nass. Die Fassade der Hochhaussiedlung ist besprüht, die Sonne schiebt sich durch die Wolkendecke, ein Regenbogen. Musik von The Bevis Frond ist wie eine Stadt nach einem satten Regenguss. Düster, traurig – und doch voller Lebensfreude. Seit Jahren verfolgt mich die Musik von Nick Saloman. Im Gedächtnis bleiben vor allem die Balladen. – Michael Bremmer

 

The Bones of J.R. Jones – Hearts Racing

Ein lauschiges Konzert im schönen Unter Deck diesen Spätsommer bescherte mir einen meiner absoluten Lieblings-Tracks aus dem Jahr 2018: “Hearts Racing“ der One-Man-Band The Bones of J.R. Jones. Mit gechilltem Beat, Südstaaten-Sound und Sehnsucht in der Stimme vereint der Musiker aus New York hier zarten Blues mit Old Time Folk. Und schwupps, schon befindet man sich gedanklich auf dem nächsten Roadtrip, in einem alten VW-Bus selbstverständlich, Musik ganz laut: “Our hearts, our racing, let’s go chase them down…“ – Amelie Völker

 

Nick Cave – Into My Arms

Hier könnte eigentlich quasi jedes Lied von Nick Cave stehen. Nach dessen Auftritt diesen Sommer beim Primavera Festival in Barcelona habe ich den australischen Rocker erneut für mich entdeckt. Die Performance war vielleicht eines der besten Konzerte, auf denen ich je war. “Into My Arms” ist zwar auch der größte Hit von Cave, aber hat nunmal trotzdem perfekt zu meinem Jahr gepasst – sehr melancholisch und hoffnungsvoll zugleich. – Dominik Schelzke

 

Alice Boman – Heartbeat

Ich habe mich sofort in den Song verliebt, als ich ihn das erste Mal in der Netflix-Serie „Wanderlust“ gehört habe. Er ist mein absoluter Go-To Heartbreak-Song geworden. Herzen brechen jedes Jahr, und das ist nie schön. Aber mit so einem Song dazu fühlt es sich wenigstens so an, als würde man mit seinem Herzschmerz gerade den absolut tiefgreifendsten Beitrag zur Veränderung der ganzen Welt leisten. – Lena Bammert

 

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