Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Wolfgang

Schon am Donnerstag hörte man es an jeder Ecke der Stadt: Den lieblichen Singsang unser italienischen amici, die uns dieses Wochenende mal wieder besuchen kommen, um uns beim „festa della birra“ mal zu zeigen, wie man „Vooooooooolare“ richtig grölt. Das kann man lieben oder hassen, ein Spektakel ist es allemal. Für alle, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie es lieben oder doch eher hassen, hier eine kleine Auswahl alternativer Tipps für die kommenden sieben Tage. Unterwegs in München von Freitag bis Freitag, Kotzhügel-Slalom und Kultur inklusive.

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Neuland: Rookie Arts

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Maximilian Kesselring und Sebastian Präuner wollen mit ihrer neuen Online-Galerie jungen Künstlern eine Plattform bieten. Hier stehen vor allem die Geschichten hinter der Kunst im Vordergrund.  

Sebastian Präuner und Maximilian Kesselring, beide 21 Jahre alt, wollen junge Künstler unterstützen. Sie werden diesen Sommer Rookie Arts gründen – eine Online-Galerie, die jungen Künstlern als Plattform dienen soll, damit sie ihre Geschichten hinter den Kunstwerken erzählen und ihre Werke im Internet ausstellen können. Jeder Rookie bekommt ein Künstlerprofil. Rookie steht für Neuling oder Anfänger und wird vor allem im US-Sport oder auch in der Rapszene verwendet – aber auch in der Kunst gibt es Rookies, die noch keinen Vertrag oder keinen Galeristen haben.
Oft nutzen sie die Chancen des Internets, „und da kommen wir ins Spiel“, sagt Sebastian. Rookie Arts sei aber kein reines Verkaufsportal, der Fokus sei vor allem auf die Beweggründe der Künstler gelegt.

Foto: Marcel Huth

Text: Annika Kolbe

Fragen über Fragen – Luca Imberi

„Ich denke für jeden Künstler ist es wichtig immer wieder neue Menschen und Dinge aus den verschiedensten Bereichen kennen zu lernen, daher kann mehr Vernetzung nie schaden“, sagt Luca Imberi, der für unsere Ausstellung “10 im Quadrat – Reloaded” als Fotograf mitgewirkt hat. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

 Worum geht es bei deinem
Konzept? / Wie bist du darauf gekommen?
Alle Models wurden in
komplett abgedunkelten Räumen mit einer roten und einer blauen LED-Röhre in
weißen T-Shirts und im gleichen Bildausschnitt fotografiert. Also alle mit
gleichen bildgestalterischen Voraussetzungen. Trotzdem sollte jedes Foto
irgendwie einzigartig werden. 

Auf die Idee kam ich durch den neusten Star Wars Film und ein Rapvideo an dem
ich mitgearbeitet habe.

Wie war es, so viele unterschiedliche
Leute für eine Bild-Serie zu fotografieren?
Am Anfang etwas verwirrend, da ich keines der Model kannte und man bei der
Terminfindung für’s Shooting echt den Überblick behalten muss. Es war für mich
ungewohnt, fremde Menschen nacheinander für ein Foto in ihrer privaten Wohnung
zu besuchen.
Aber es hat bei jedem sofort entspannt und super funktioniert.

Welche Begegnung hat dich am meisten
beschäftigt?
Alle gleich viel.

War es schwieriger, z.B. einen
Schauspieler/Musiker zu fotografieren (also selbst “Künstler”), als
professionelle Models und wenn ja, inwiefern?
Nein fand ich gar nicht. Alle waren ganz locker und sie selbst und haben
nicht versucht irgendwie zu posen oder so, das fand ich gut und so macht mir
das sogar am meisten Spaß.

Bist du auch mal an deine Grenzen
gestoßen? / Musstest du deine Vorstellung/ dein Konzept über den Haufen werfen,
weil es schlichtweg nicht ausführbar war?
Eigentlich nicht. Mir kamen nur manchmal ein paar andere Konzeptideen, die
ich vielleicht doch lieber in diesem Projekt umgesetzt hätte. Doch im Endeffekt
bin ich wirklich happy mit den Resultaten.

Nimmst du die Szene dieser Stadt nach
dem Projekt anders war? Braucht es mehr Vernetzung?
Ich fand es extrem interessant, auf diesem Weg diese neuen Kontakte zu
knüpfen. Ich denke für jeden Künstler ist es wichtig immer wieder neue Menschen
und Dinge aus den verschiedensten Bereichen kennen zu lernen, daher kann mehr
Vernetzung nie schaden

Foto: Selbstportät/Luca Imberi