Neuland

„Auf Instagram ist die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers gerade mal sieben Sekunden lang. Da kommt es darauf an, diese sieben Sekunden bestmöglich zu nutzen“, sagt Max Osswald, 26. Max ist Dichter. Seine Texte veröffentlicht er auf Instagram optisch aufgemotzt: handschriftlich verfasste Gedichte, in Szene gesetzt durch einen passenden Filter oder schmückende Zeichnungen – doch das Internetpublikum reicht ihm nicht mehr. Nachdem er zuletzt das Buch Quarterlife Crisis veröffentlichte, zieht es ihn nun auf die Bühne. In diesem Buch geht es um die Irrungen und Wirrungen im Leben junger Großstadtmenschen auf der Suche nach sich selbst – und nach Lebensabschnittspartner inklusive ausgiebiger Schilderungen emotionsgeladener Liebesabenteuer. Klar, so etwas zieht nicht nur im Internet, dafür erntet man auch Applaus bei Poetry Slams. Seit Oktober tritt er bei mehreren Poetry Slams in München auf. Auch auf einer Comedy-Bühne war er jüngst zu sehen. Philipp Potthast

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Die Verbindung zwischen dem Studium der Psychologie und dem Schreiben von Musicals muss nicht jedem auf dem ersten Blick logisch vorkommen. Simon Moll hat durchaus Verbindungen gefunden. Er hat festgestellt, dass sowohl Schauspieler als auch Psychologen den Zusammenhang zwischen der unsichtbarer Psyche und dem sichtbarem Verhalten analysieren. Ein Psychologe sieht ein Verhalten und versucht daraus auf die psychischen Prozesse zu schließen. Der Schauspieler hingegen bekommt eine Rolle vorgelegt und versucht dann, deren psychische Prozesse durch sein Spiel sichtbar zu machen. Die beiden Berufe unterscheiden sich seiner Meinung nach also nur durch die Richtung der Aufgabenstellung. Nach dieser Erkenntnis hat sich Simon kurzerhand dazu entschloss, ein Musical zu konzipieren, komponieren und zu schreiben: „Norbert – Das Computerspiel-Musical“. Es wird am 27. und am 28. Oktober in der Kultur-Etage Messestadt aufgeführt. Viktor Schacherl

 

Foto: Moritz Moll