250 Zeichen Wut: Geschwister-Scholl-Platz

Einfach nur am Brunnen sitzen und das schöne Wetter genießen. Unser Autor weiß, dass das vor der LMU manchmal zum Problem werden kann…

Kaum genießen wir die Muße am Brunnen, rücken sie schon an.
Bewaffnet mit Bergen an Flyern, Gratis-Stiften und süßen Schnitten (keine
Mädels) wollen sie alles von uns- nur nicht unsere Ruhe. Verdammt, könnt ihr
euch nicht politisch engagieren anstatt uns irgendwelche
bescheuerten Nebenjobs anzudrehen? Die braucht nämlich niemand- einen Platz an
der Sonne aber schon.

Text: Louis Seibert

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Serafina

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Diese Woche ist der Veranstaltungskalender in München
wieder gut gefüllt. Ob eine durchtanzte Nacht
im Bahnwärter Thiel, die Dokumentation “For In My Way It Lies” über
Jesper Munk auf dem DOK.fest, oder die neue Ausstellung im Lenbachhaus – unsere Autorin ist mittendrin.

Das
Wochenende ist da und nach einer eher arbeitsreichen Woche wird es Zeit
abzuschalten. Das geht am Freitag am besten im Bahnwärter Thiel, bei DIE Königin DER NACHT mit Fraenzen Texas. Falls mir
im Laufe des Abends der Techno doch zu hart wird, laufe ich ins nebenan
liegende und geliebte Strom, denn dort ist wieder Up the Bracket, wo ich zu
Indie-Klängen von Arcade Fire, Foals und Claire tanzen kann.

Meinen vom
Tanzen schmerzenden Füßen und meinem Brummschädel würde ich normalerweise eine
Pause gönnen, aber nicht an diesem Samstag:
Vormittags feiert die lang erwartete Dokumentation For In My Way It Lies auf dem
DOK.fest Premiere. Der Jungregisseur Lukas von Stein hat Jesper Munk backstage
begleitet und man erhält private Einblicke in das Leben des talentierten Blues-
und Soulmusikers. Im Anschluss wird Jesper Munk Songs aus seinem neuen Album
spielen

Mit einem
Ohrwurm von „Icebreaker“ noch im Kopf, fahre ich am Sonntag mit dem Rad ins Heppel & Ettlich zur dritten Runde des Polit Slams, bei dem
Politiker und Profi-Slammer mit selbstgeschriebenen Texten
gegeneinander antreten. Am Ende wird schließlich das Publikum entscheiden, wer
gewinnt. Das interessante Motto lautet dieses Mal „Ich habe was zu sagen!“,
bei dem laut Beschreibung die kleinen Geschichten erzählt werden, die die
Teilnehmer dazu geführt haben, in die Politikerlaufbahn zu gehen.

Auf den Montagabend freue ich mich besonders:
Gemeinsam mit einer Freundin besuche ich die Lesung „Neue Heimat“ im
Munich Welcome Café
: Drei Autoren der SZ-Kolumne „Neue Heimat“ lesen ihre
Texte vor und erzählen ihre individuellen Geschichten. Anschließend gibt die
1969 gegründete Folklorband Embryo ein
Konzert.

Am Dienstag geht es nach der hoffentlich
arbeitsamen Session in der Bib zum Kulturreferat der Studierendenvertretung der
LMU zum Kennenlern-Treffen von Wortkunst, bei dem
sich die Teilnehmer am Schreiben ausprobieren können: „Mit Worten spielen“ und
mit „Gedanken jonglieren“, Feedback dafür erhalten, das Vortragen üben, bis die
Texte am Ende bühnenreif werden.

Für den Mittwoch nehme ich mir den Besuch der
Eröffnung von raster
noton – white circle
im Lenbachhaus vor. Bei „white circle“ handelt es sich um
eine Licht- und Soundinstallation, die aus Leuchtstoffröhren besteht, die einen
Ring bilden und auf musikalische Impulse reagieren. Daraus soll dann quasi eine
Show entstehen, die mit Stroboskoplicht arbeitet und zum zwanzigjährigen
Jubiläum des elektronischen Musik-Labels „raster noton“ gegründet wurde.

Der Donnerstag ist für alle Münchner ein
besonderer Tag, denn an diesem Vormittag wird die Großdemonstration gegen das
umstrittene neue bayerische Polizeiaufgabengesetz stattfinden. Wer sich damit
noch nicht auseinandergesetzt hat, sollte es allerspätestens jetzt tun.
Treffpunkt ist um 13 Uhr am Marienplatz.

Und am Freitag ist das lang ersehnte
Wochenende wieder da. Nach der ereignisreichen Woche beschließe ich heute, mich
an die Isar zu hocken und mein Datenvolumen aufzubrauchen, indem ich auf
Facebook die Veranstaltungen für die kommende Woche abchecke.

Text: Serafina Ferizaj

Foto: privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Stephanie

Unsere Autorin ist ganz schön viel unterwegs in den kommenden Tagen. Aber kein Wunder: Die Auswahl an spannenden Events in der Stadt ist gerade wieder enorm. 

Am Freitag gehe
ich zum Ausklang der Woche in die Bergschmiede zum
Konzert von Henny Herz
. In der Band sind außerdem noch Flurin Mück am Schlagzeug und Ludwig Klöckner am Bass.
Einlass ist um 20 Uhr und das Motto für den Eintritt lautet „Pay what you
want“. Die Einnahmen kommen der Produktion des neuen Albums zugute.

Am Samstag schaue ich am Nachmittag ab 17
Uhr beim Mädelsflohmarkt im Feierwerk vorbei. Am Abend zieht es mich erst einmal ins STROM,
denn hier wird die Veröffentlichung der EP „Kimono“ von „The Living“ gefeiert. Später in der Nacht steht ein etwas melancholisches Event auf
meiner Liste: Der letzte Abend im awi. Hier tanze ich ein letztes Mal bis spät in die
Nacht.

Den Sonntag beginne ich ganz gemütlich und
schlafe erst einmal lange aus. Um 15 Uhr findet dann im Bahnwärter Thiel „Des Pudels Kern – Osterspaziergang mit dem weiblichen
Mephisto“
statt. Die
Schauspielerinnen Ulrike Mahr und Lucie Lechner zeigen Teile aus Goethes
“Faust I und II”. Die Veranstaltung findet als Kooperation mit dem
Faust Festival 2018 statt. Ich bin mal gespannt, was mich dort erwartet.

Auch gleich zu
Beginn der neuen Woche wird mir nicht langweilig. Denn am Montagabend bin ich in der FOX Bar bei „FOX under the trumpet – live session #23“. Hier erwartet mich heute die irische Rock-Band
„Castle Street“. Die Band kenne ich bisher noch nicht und freue mich darauf,
die Musik  live zu erleben.

Am Dienstag findet ab 19 Uhr im Lost
Weekend „Let’s talk language – Cultural Superstitions“ statt. Hier wird erstmal über „spooky stories, scary
urban legends and silly superstitions“ gesprochen. Später kann man hier neue Leute, Sprachen
und Kulturen kennenlernen: Gleich am Eingang muss man seine Muttersprache und
diejenige, die man gerne lernen möchte, angeben. Nach der Diskussionsrunde kann
man sich dann in der jeweiligen Sprache üben. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Auch am Mittwoch steht bei mir wieder ein
spannendes Event auf meinem Plan. In der Aula der LMU findet die Veranstaltung „Leading Entrepreneurs
– Erlebe Münchens Startup Spirit“

statt. Ich bin
gespannt, welche neuen Startups und neue Ideen ich hier kennenlernen werde.
Später schaue ich dann gleich ums Eck im Lost Weekend vorbei. Denn hier findet „Munich Sessions – Those Willows / Dansi“ statt. Die Band „Those Willows“ spielt Indie und Dansi sorgt für den
folkigen Teil des Abends.

Am Donnerstagabend wird es bei mir schon
wieder musikalisch. Im Café Blá finden die „Huldofólk Sessions“ mit Matthew Austin statt. Einlass ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Hier lasse ich den
Abend mit der Musik des britischen Songwriters ausklingen.

Zum Ende meiner
Woche bin ich am Freitag zuerst bei
der Kreativen Hausparty #1 im Kulturreferat der StuVe der
LMU
. „Unsere
kreative Hausparty soll mit Euch zu einem Spielplatz der künstlerischen
Vielfalt werden. Jede Form der Kunst ist willkommen!“, steht in der
Veranstaltung. Ich bin gespannt, was mich dort so alles erwartet. Später schaue
ich noch in der Milla bei „Swing Thing“ vorbei. Einlass ist ab 23 Uhr. Unter anderem mit
dabei sind dieses Mal DJ MIBOR aus Saragossa DJ NEMO feat. Ed an der
Klarinette & COUNT BASIC. Und so endet
meine ereignisreiche Woche mit Tanzen und Musik.

Text: Stephanie Albinger

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Stephanie

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Internationalität liegt unserer Autorin diese Woche am Herzen. So besucht sie zum Beispiel die
Studentische Forschungskonferenz “Migrations[Hinter]Gründe” oder “Let’s Talk Language Munich – Awkward Dating Stories from Around The World”. Dort lernt sie neue Sprachen, Kulturen und Geschichten kennen.

Auch wenn die vorlesungsfreie Zeit begonnen hat, Ferien habe ich noch
nicht ganz, eine Hausarbeit muss noch geschrieben werden. Vielleicht geht es
einem von euch ja genauso. Aber lassen wir uns davon aufhalten, abends auf eine
der vielen spannenden Veranstaltungen in München zu gehen? Niemals! Also los
geht’s. Ich hab da mal was vorbereitet.  

Am Freitag bin ich auch erst einmal wieder in der
Bibliothek zu finden. Vielleicht
verlasse ich sie heute schon mittags, einen guten Grund gäbe es: Seit 10 Uhr
findet die Studentische Forschungskonferenz „Migrations[Hinter]Gründe"
in der LMU statt. In der Veranstaltung heißt es: „Absolventinnen
der Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU München präsentieren
Forschungsarbeiten, die menschliche Wanderungsbewegungen in all ihren Facetten
sowie unseren heutigen Blick auf diese diskutieren.“ Das Programm klingt auf jeden Fall spannend! Vielleicht schaffe ich es
noch hier vorbeizuschauen. Ansonsten gibt es auch am
Samstag von 10-16 Uhr die Möglichkeit, zu kommen. Was ich mir aber nicht
entgehen lassen möchte, ist die dazugehörige Filmnacht
„migration.filmnight.dok“
um 19 Uhr.
Konzipiert wurde sie von Studierenden der Kunstwissenschaften zusammen mit dem
DOKfest München. Für die anschließende Diskussion werden „spannende Gäste“
versprochen. Ich bin gespannt, was mich erwartet!

Nach einem schönen
Brunch möchte ich am Samstag mittags
auf den Vintage Rennmarkt
by Velotierie
im
Container Collectiv. Mein geliebtes
Radl gibt doch
langsam den Geist
auf, vielleicht werde
ich dort ja
fündig. Abends treffe
ich mich dann
mit Freunden im
awi, wo VELI
x VIWO &
HODINI
auflegen. Nach so viel Sitzen in der Bibliothek
muss endlich mal wieder getanzt werden!

Wie sollte so ein perfekter Sonntag aussehen? Gutes Frühstück, ausschlafen, und machen, wozu man
gerade Lust und Laune hat. Was hätte ich da gegen ein bisschen Bewegung mit
guter Musik einzuwenden? Nichts. Deshalb schaue ich im Vintage Club vorbei. Da findet
am Sonntagabend der Fiftie’s
Record Hop
statt. Los geht’s um 20 Uhr, der Eintritt kostet 7€.

Am Montag
muss ich mich
dann doch wieder
um meine Hausarbeit
kümmern. Aber
sobald ich der
Bibliothek entkommen
bin, möchte ich meinen Tag mit guter Musik
ausklingen lassen. Der
irische Singer-Songwriter
John Dunne spielt
bei FOX
under the trumpet

in der FOX
Bar in der
Barerstraße. Hier
lasse ich meinen
Abend mit Live-Musik
ausklingen.

Auch am Dienstagabend gibt
es wieder einen ziemlich guten Grund abends nicht daheim zu bleiben: Im Lost
Weekend findet Let’s
talk language
statt. Hier kann man in verschiedenen
Sprachen mit anderen ins Gespräch kommen, dabei anderen helfen oder auch selbst
etwas lernen. Ich liebe Sprachen und Kulturen. Ich bin gespannt, wen ich da
wohl so treffen werde und welche Sprachen mir begegnen.

Zugegeben, besonders gut
nähen kann ich
nicht. Aber voll
dabei, es endlich
zu lernen und
dabei auch noch
die Umwelt zu
schonen. Beim Upcycling Nähcafé
im VINTY’s
möchte ich am
Mittwoch lernen,
wie man aus
einem alten Männerhemd einen
schönen Rock nähen
kann. Wenn ich
ein eigenes Hemd
mitbringe, zahle ich
dafür 5€ und
Nähmaschinen werden allen
vor Ort zur
Verfügung gestellt. Wer weiß,
vielleicht kann ich
bei den ersten
Sonnenstrahlen im Frühling
dann meinen eigenen
Rock tragen.

Wisst ihr, was eine
Boazn ist? Wenn nicht,
dann solltet ihr
unbedingt mal in
der Geyerwally vorbeischauen. Ein
weiterer guter Grund:
Am Donnerstag findet
hier die M94,5 Boazngaudi statt.
„Dein Ernst“ soll
mit HopRock
für richtig Stimmung sorgen. Boazngaudi also quasi
garantiert. Um 20 Uhr geht’s los, der Eintritt ist frei.

Zum
Ausklang meiner Woche habe ich am Freitag mal Lust auf etwas Kultur. Deshalb zieht es mich
in den Farbenladen des Feierwerks, wo gerade noch die Ausstellung „Equilibrium“ stattfindet. Der Künstler Gregory Borlein studiert
Malerei an der Akademie der Bildenden Künste. Neben abstrakter Malerei gibt es
außerdem eine Fotoserie sowie Performances und Videoinstallationen zu sehen.
Ich bin gespannt, wie das dann wohl in echt aussehen wird. Abends habe ich Lust
zu tanzen und beende meine Woche da wo ich sie angefangen habe: in der Milla.
Hier findet ab 23 Uhr die Funk Related February Edition statt. Begleitet von Funk, aber auch Soulmusik und
Hip Hop lasse ich meine Woche hier ausklingen.


Text: Stephanie Albinger

Foto: privat