Neuland: Two Blacks & a Jew

Azeret Koua hat im Sommer an der Studiobühne der LMU das Stück #Dearharvey inszeniert und damit die Themen rund um #metoo auf die Bühne gebracht. Sie wollte die Stille brechen.  In einem neuen Projekt tut die 24-Jährige Studentin nun dasselbe – zu einem anderen Thema. Seit Mitte Oktober betreibt sie gemeinsam mit Vincent Kadiri und Nathan Bechhofer den Podcast „Two Black & a Jew“. Kennengelernt haben sich die drei an der LMU in der English Drama Group der Anglistik.  Die Idee zu dem Podcast ist über das vergangene Jahr entstanden. In dem wiederkehrenden Format sollen Aspekte wie Intersektionalität, Postkolonialismus und ähnliche Themenbereiche abgedeckt werden. Erreichen möchten sie damit alle Personen, die mehr über Minderheitserfahrungen wissen oder die über ihre eigenen Erfahrungen als ethnische oder religiöse Minderheit diskutieren möchten. „Erfahrungen von Minderheiten sind ein Thema, das in Deutschland nicht genügend und nicht öffentlich diskutiert wird. Das Ausbleiben dieser Diskussion führt an vielen Stellen dazu, dass Minderheiten ausgegrenzt, verurteilt, verfolgt, oder ihre Probleme nicht ernst genommen werden“, sagt Azeret.

Text: Ornella Cosenza 

Foto: Privat

250 Zeichen Wut: Geschwister-Scholl-Platz

Einfach nur am Brunnen sitzen und das schöne Wetter genießen. Unser Autor weiß, dass das vor der LMU manchmal zum Problem werden kann…

Kaum genießen wir die Muße am Brunnen, rücken sie schon an.
Bewaffnet mit Bergen an Flyern, Gratis-Stiften und süßen Schnitten (keine
Mädels) wollen sie alles von uns- nur nicht unsere Ruhe. Verdammt, könnt ihr
euch nicht politisch engagieren anstatt uns irgendwelche
bescheuerten Nebenjobs anzudrehen? Die braucht nämlich niemand- einen Platz an
der Sonne aber schon.

Text: Louis Seibert

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Serafina

image

Diese Woche ist der Veranstaltungskalender in München
wieder gut gefüllt. Ob eine durchtanzte Nacht
im Bahnwärter Thiel, die Dokumentation “For In My Way It Lies” über
Jesper Munk auf dem DOK.fest, oder die neue Ausstellung im Lenbachhaus – unsere Autorin ist mittendrin.

Das
Wochenende ist da und nach einer eher arbeitsreichen Woche wird es Zeit
abzuschalten. Das geht am Freitag am besten im Bahnwärter Thiel, bei DIE Königin DER NACHT mit Fraenzen Texas. Falls mir
im Laufe des Abends der Techno doch zu hart wird, laufe ich ins nebenan
liegende und geliebte Strom, denn dort ist wieder Up the Bracket, wo ich zu
Indie-Klängen von Arcade Fire, Foals und Claire tanzen kann.

Meinen vom
Tanzen schmerzenden Füßen und meinem Brummschädel würde ich normalerweise eine
Pause gönnen, aber nicht an diesem Samstag:
Vormittags feiert die lang erwartete Dokumentation For In My Way It Lies auf dem
DOK.fest Premiere. Der Jungregisseur Lukas von Stein hat Jesper Munk backstage
begleitet und man erhält private Einblicke in das Leben des talentierten Blues-
und Soulmusikers. Im Anschluss wird Jesper Munk Songs aus seinem neuen Album
spielen

Mit einem
Ohrwurm von „Icebreaker“ noch im Kopf, fahre ich am Sonntag mit dem Rad ins Heppel & Ettlich zur dritten Runde des Polit Slams, bei dem
Politiker und Profi-Slammer mit selbstgeschriebenen Texten
gegeneinander antreten. Am Ende wird schließlich das Publikum entscheiden, wer
gewinnt. Das interessante Motto lautet dieses Mal „Ich habe was zu sagen!“,
bei dem laut Beschreibung die kleinen Geschichten erzählt werden, die die
Teilnehmer dazu geführt haben, in die Politikerlaufbahn zu gehen.

Auf den Montagabend freue ich mich besonders:
Gemeinsam mit einer Freundin besuche ich die Lesung „Neue Heimat“ im
Munich Welcome Café
: Drei Autoren der SZ-Kolumne „Neue Heimat“ lesen ihre
Texte vor und erzählen ihre individuellen Geschichten. Anschließend gibt die
1969 gegründete Folklorband Embryo ein
Konzert.

Am Dienstag geht es nach der hoffentlich
arbeitsamen Session in der Bib zum Kulturreferat der Studierendenvertretung der
LMU zum Kennenlern-Treffen von Wortkunst, bei dem
sich die Teilnehmer am Schreiben ausprobieren können: „Mit Worten spielen“ und
mit „Gedanken jonglieren“, Feedback dafür erhalten, das Vortragen üben, bis die
Texte am Ende bühnenreif werden.

Für den Mittwoch nehme ich mir den Besuch der
Eröffnung von raster
noton – white circle
im Lenbachhaus vor. Bei „white circle“ handelt es sich um
eine Licht- und Soundinstallation, die aus Leuchtstoffröhren besteht, die einen
Ring bilden und auf musikalische Impulse reagieren. Daraus soll dann quasi eine
Show entstehen, die mit Stroboskoplicht arbeitet und zum zwanzigjährigen
Jubiläum des elektronischen Musik-Labels „raster noton“ gegründet wurde.

Der Donnerstag ist für alle Münchner ein
besonderer Tag, denn an diesem Vormittag wird die Großdemonstration gegen das
umstrittene neue bayerische Polizeiaufgabengesetz stattfinden. Wer sich damit
noch nicht auseinandergesetzt hat, sollte es allerspätestens jetzt tun.
Treffpunkt ist um 13 Uhr am Marienplatz.

Und am Freitag ist das lang ersehnte
Wochenende wieder da. Nach der ereignisreichen Woche beschließe ich heute, mich
an die Isar zu hocken und mein Datenvolumen aufzubrauchen, indem ich auf
Facebook die Veranstaltungen für die kommende Woche abchecke.

Text: Serafina Ferizaj

Foto: privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Stephanie

Unsere Autorin ist ganz schön viel unterwegs in den kommenden Tagen. Aber kein Wunder: Die Auswahl an spannenden Events in der Stadt ist gerade wieder enorm. 

Am Freitag gehe
ich zum Ausklang der Woche in die Bergschmiede zum
Konzert von Henny Herz
. In der Band sind außerdem noch Flurin Mück am Schlagzeug und Ludwig Klöckner am Bass.
Einlass ist um 20 Uhr und das Motto für den Eintritt lautet „Pay what you
want“. Die Einnahmen kommen der Produktion des neuen Albums zugute.

Am Samstag schaue ich am Nachmittag ab 17
Uhr beim Mädelsflohmarkt im Feierwerk vorbei. Am Abend zieht es mich erst einmal ins STROM,
denn hier wird die Veröffentlichung der EP „Kimono“ von „The Living“ gefeiert. Später in der Nacht steht ein etwas melancholisches Event auf
meiner Liste: Der letzte Abend im awi. Hier tanze ich ein letztes Mal bis spät in die
Nacht.

Den Sonntag beginne ich ganz gemütlich und
schlafe erst einmal lange aus. Um 15 Uhr findet dann im Bahnwärter Thiel „Des Pudels Kern – Osterspaziergang mit dem weiblichen
Mephisto“
statt. Die
Schauspielerinnen Ulrike Mahr und Lucie Lechner zeigen Teile aus Goethes
“Faust I und II”. Die Veranstaltung findet als Kooperation mit dem
Faust Festival 2018 statt. Ich bin mal gespannt, was mich dort erwartet.

Auch gleich zu
Beginn der neuen Woche wird mir nicht langweilig. Denn am Montagabend bin ich in der FOX Bar bei „FOX under the trumpet – live session #23“. Hier erwartet mich heute die irische Rock-Band
„Castle Street“. Die Band kenne ich bisher noch nicht und freue mich darauf,
die Musik  live zu erleben.

Am Dienstag findet ab 19 Uhr im Lost
Weekend „Let’s talk language – Cultural Superstitions“ statt. Hier wird erstmal über „spooky stories, scary
urban legends and silly superstitions“ gesprochen. Später kann man hier neue Leute, Sprachen
und Kulturen kennenlernen: Gleich am Eingang muss man seine Muttersprache und
diejenige, die man gerne lernen möchte, angeben. Nach der Diskussionsrunde kann
man sich dann in der jeweiligen Sprache üben. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Auch am Mittwoch steht bei mir wieder ein
spannendes Event auf meinem Plan. In der Aula der LMU findet die Veranstaltung „Leading Entrepreneurs
– Erlebe Münchens Startup Spirit“

statt. Ich bin
gespannt, welche neuen Startups und neue Ideen ich hier kennenlernen werde.
Später schaue ich dann gleich ums Eck im Lost Weekend vorbei. Denn hier findet „Munich Sessions – Those Willows / Dansi“ statt. Die Band „Those Willows“ spielt Indie und Dansi sorgt für den
folkigen Teil des Abends.

Am Donnerstagabend wird es bei mir schon
wieder musikalisch. Im Café Blá finden die „Huldofólk Sessions“ mit Matthew Austin statt. Einlass ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Hier lasse ich den
Abend mit der Musik des britischen Songwriters ausklingen.

Zum Ende meiner
Woche bin ich am Freitag zuerst bei
der Kreativen Hausparty #1 im Kulturreferat der StuVe der
LMU
. „Unsere
kreative Hausparty soll mit Euch zu einem Spielplatz der künstlerischen
Vielfalt werden. Jede Form der Kunst ist willkommen!“, steht in der
Veranstaltung. Ich bin gespannt, was mich dort so alles erwartet. Später schaue
ich noch in der Milla bei „Swing Thing“ vorbei. Einlass ist ab 23 Uhr. Unter anderem mit
dabei sind dieses Mal DJ MIBOR aus Saragossa DJ NEMO feat. Ed an der
Klarinette & COUNT BASIC. Und so endet
meine ereignisreiche Woche mit Tanzen und Musik.

Text: Stephanie Albinger

Foto: Privat