Neuland

Junge Menschen wollen sich schnell informieren, vernetzen und austauschen können – auch, wenn es um soziales Engagement geht. Die App letsact ermöglicht, dass man sich ohne großen Zeitaufwand ehrenamtlich engagieren kann. „Hilfesuchende Organisationen stellen Projekte auf unsere Plattform, Freiwillige können sich dann mit nur einem Klick anmelden, um bei einer Organisation mitzuhelfen“, sagt Ludwig Petersen, 19, der die App mit Paul Bäumler, 20, gestartet hat. Die Idee dazu kam ihnen, weil viele ihrer Freunde nach dem Abi darüber klagten, dass sie nicht wüssten, wie und wo sie eine Organisation am besten und schnellsten finden und kontaktieren könnten. „Im Internet gibt es zwar einige Datenbanken mit Organisationen, viele von diesen existieren manchmal aber nicht mehr“, sagt Ludwig. Dabei soll die App helfen.

Ornella Cosenza

Foto: letsact

Neuland

Und auf einmal ist die Welt eine andere. Dass Zeit ein rares Gut in unserer Gesellschaft ist, musste Florian Strandl, 23, erkennen, als er von einer großen Wanderung zurückkehrte. Mit seinem besten Freund hatte er sich aufgemacht, die Alpen zu Fuß zu überqueren. Doch als er zurückkam, überkam ihn der reverse culture shock. Das ist der Begriff für das Gefühl, das einen einholt, wenn man aus der Einsamkeit plötzlich wieder mitten im Leben steht. Als Kameramann und HFF-Student hat er diesen Gefühlen in den vergangenen eineinhalb Jahren einen bildhaften Ausdruck verliehen. Seine Ausstellung „Aquarium“ ist vom 29. November an in der Cinematographer’s Gallery zu sehen.

Amelie Geiger

Foto: Florian Strandl

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Sophie

Nach einem heißen und trockenen Sommer kann unsere Autorin Sophie es nicht erwarten, dass es endlich winterlich und weihnachtlich wird. Statt sich auf Konzerten das ein oder andere Bier zu genehmigen, schlürft Sophie Glühwein auf dem Mittelaltermarkt, lässt sich von Alice im Wunderland verzaubern und futtert sich durch das Wintertollwood.

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Neuland

Julian Wittmann, 25, und sein jüngerer Bruder Thomas Wittmann, 22, sind am Ziel ihrer außergewöhnlichen Reise angekommen.  Auf ihren beiden alten Zündapps haben sie den berühmten „Las Vegas Strip“ erreicht. Ihr Reiseprojekt unter dem Namen „Ausgrissn“ führte sie von einem Kaff im Landkreis Erding in die Weltmetropole Las Vegas. Nach elf Wochen und circa 11 000 Kilometern in Lederhosen auf dem Mopedsattel, unerwarteter Kälte, verschiedensten Reparaturen, einem Hurricane namens Michael und katastrophalen Straßenverhältnissen sind die Brüder nun doch erleichtert über ihre Ankunft: „Natürlich war für uns auch die ganze Zeit mehr der Weg das Ziel. Und da haben wir unglaublich tolle Erlebnisse zu verzeichnen. Trotzdem war es eine Erleichterung und ein emotionaler Moment, als wir dann endlich an diesem Las-Vegas-Schild gestanden sind“, sagt Julian. Zum Ausruhen bleibt den beiden nun allerdings nicht viel Zeit: Die beiden Mopeds müssen samt Besitzer zurück nach Deutschland verschifft werden. Aus dem Filmmaterial der Reise soll ein Kinofilm entstehen, der voraussichtlich im Herbst 2019 erscheinen wird. Amelie Völker

Foto: privat

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„Auf Instagram ist die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers gerade mal sieben Sekunden lang. Da kommt es darauf an, diese sieben Sekunden bestmöglich zu nutzen“, sagt Max Osswald, 26. Max ist Dichter. Seine Texte veröffentlicht er auf Instagram optisch aufgemotzt: handschriftlich verfasste Gedichte, in Szene gesetzt durch einen passenden Filter oder schmückende Zeichnungen – doch das Internetpublikum reicht ihm nicht mehr. Nachdem er zuletzt das Buch Quarterlife Crisis veröffentlichte, zieht es ihn nun auf die Bühne. In diesem Buch geht es um die Irrungen und Wirrungen im Leben junger Großstadtmenschen auf der Suche nach sich selbst – und nach Lebensabschnittspartner inklusive ausgiebiger Schilderungen emotionsgeladener Liebesabenteuer. Klar, so etwas zieht nicht nur im Internet, dafür erntet man auch Applaus bei Poetry Slams. Seit Oktober tritt er bei mehreren Poetry Slams in München auf. Auch auf einer Comedy-Bühne war er jüngst zu sehen. Philipp Potthast