Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Giordana

Das Wochenende unserer Autorin ist kurzweilig. Freitag geht sie in die Neue Theaterfabrik zum Friska Viljors Konzert, Samstag geht sie zur Studio-Bühne und Sonntag ist Zeit für das dänische Ensemble Between Music. Aber auch ihre Woche steckt voller Überraschungen

Von Giordana Marsilio

Der Januar geht langsam zu Ende und ich hatte nun den ganzen Monat, um mich ans neue Jahr zu gewöhnen. Daher ist jetzt wieder Zeit, sich erneut in der Stadt umzuschauen und die winterlichen Tage mit Musik, Theater, Kultur und natürlich Party zu erwärmen.

Endlich beginnt das Wochenende, und da die Temperaturen gerade sehr gefallen sind, scheint es mir, als würde ich nicht mehr in Deutschland sein, sondern in einem skandinavischen Land leben. Ich will meinen Eindruck nicht täuschen, deshalb beginne ich meinen Freitag in der Neuen Theaterfabrik  auf dem Konzert des schwedischen Duos  Friska Viljor, das coole Indie-Rock Musik spielt. Somit kann ich die ganze Woche irgendwie abbauen und mich entspannen. Da sie so tolle Musik machen, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich – nach der tollen Einstimmung  in den Freitagsabend –  noch Lust haben werde, etwas zu unternehmen. So werde ich vermutlich mit ein paar Freunden in den Cord Club an der Sonnenstraße stürmen,  wo  XTOPH – so nennt sich Christoph Lindemann,  Musikchef bei Puls – bunt-gemischte Musik auflegt: Hip-Hop, Elektropop bis zu Remixe.

Am Samstag erst mal schön ausschlafen. Heute möchte ich es ruhiger angehen, da, wie ich mich kenne, sicher Freitag mit den Freunden ganz schön spät wird, daher plane ich für den Samstag etwas Ruhiges, aber trotzdem Spannendes zu unternehmen. Ich werde sicher den Abend dem Theater widmen und mir ein super Stück anschauen, geschrieben von einer meinen Lieblingsphilosophen: Jean-Paul Sartre. Die Studio Bühne der LMU. Nachdem sie für längere Zeit heimatlos gewesen ist, hat sie schließlich ein neues und schönes Zuhause an der Neuturmstraße 5 gefunden. Dort wird heute unter der Regie von Christina Hinterberger „Geschlossen Gesellschaft“ inszeniert, bei dem das bekannte Zitat  „Die Hölle, das sind die anderen“ zu hören sein wird. Da ich das Stück bereits kenne und Sartre verehre, werde ich danach sicherlich nachdenklich und bewegt sein, wie jedes Mal nach so einem Stück, aber mit solchen Gefühlen kann ich nicht einfach wieder heim gehen, deshalb werde ich auf einen Sprung in die Polka Bar etwas trinken gehen.

Viele gehen am Sonntag in die Kirche, ich persönlich bevorzuge eine Musik-Performance. Eine ganz originelle und experimentelle Art, Musik zu machen, kennt das aus Dänemark stammende Ensemble Between Music, die in der whiteBOx – Atelierstraße 18 – spielen. Die Veranstaltung heißt „AquaSonic – Unterwassermusik“. Sie realisieren ihre Musik mit  Produktion von AquaSonic und Wasser-Elementen.

Montag ist immer ein schwieriger Tag, daher muss man sich den Start in die neue Woche versüßen. Das ist überhaupt kein Problem, da ich heute Abend ins City Kino gehen werde. Am Montag ist immer “Mongay” und sie zeigen queere Filme und einige Film im Preview wie “Green Book”, einer der Oscar-2019 Favoriten.

Ein bisschen klassische Musik tut jedem gut – insbesondere, wenn der talentierte junge Florian Christl an seinem Piano spielt. Deswegen ist mein Dienstagabend schon verplant: Ich werde zu seinem Solo-Piano-Konzert namens „Inspiration“ in das Theater Heppel Ettlich gehen.

Mittwoch ist mein Lieblingstag der Woche: Der Montag liegt hinter uns und man befindet sich genau in der Halbzeit der Woche Richtung Wochenende. Um mir vorzutäuschen, dass es heute schon Freitag wäre, möchte ich auch abends etwa Tolles machen. Und München bietet wirklich viel dazu. Ich werde auf einen Konzert ins Unter Deck gehen, da dort  Sea Moya spielen, die neulich nach Kanada gezogen sind. Sie bezeichnen ihr Genre als „Electronic-/Afro-/Kraut-Beat“, cool oder?

Donnerstag nach einem langen Arbeitstag lasse ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, am Hip Hop Stammtisch #3  mit wechselnden DJs in Substanz teilzunehmen. Von 21 Uhr an werde ich sicher dort sein. Wenn man unter der Woche so schöne Sachen macht, vergeht die Zeit schneller und schon ist wieder Freitag. Um nicht nur das Wochenende, sondern auch den ersten Tag des neuen Monats zu begrüßen, werde ich am 1. Februar in Bahnwärter Thiel feiern, wo es den Abend SubThiel mit DJ Miyagi (Einmusika/Katermukke) gibt.

Foto: Salvatore Abalsamo