250 Zeichen Wut: Gestresste Busfahrer

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Anorak, Schal, Mütze und Handschuhe sind ein Muss im Winter. Meistens geht man nur raus, wenn es nötig ist. Traut man sich dann doch mal raus, steht man bibbernd an der Bushaltestelle …und wartet vergebens auf den Bus.

Wenn andere die Arbeit ablegen, steigt bei ihnen der Stressspiegel auf das Tageshoch: Busfahrer fallen dem Berufsverkehr zum Opfer. Genervte Fahrgäste im Nacken, der Zeitplan ist schon längst überschritten. Mein vollstes Verständnis für eure Eile. Kein Verständnis aber dafür, dass ihr in der Hektik manche Haltestellen „überseht“… Ich hoffe, im Winter lasst ihr niemanden stehen.

Text: Hubert Spangler

Neuland: My Ski Ticket

Lange Wartezeiten, die einem oft den Skispaß vermiesen können, gehören bald der Vergangenheit an. Dank der Idee von Dominik Cadmus und Richard Seitz kann man seinen Skipass bald im Internet aufladen lasssen. Auch die Ausrüstung oder die Unterkunft kann man auf myskiticket.com buchen.

Dominik Cadmus und Richard Seitz bekommen wohl schnell kalte Zehen. Die beiden Münchner haben eine Website gegründet, mit der sich die meist recht langen Warteschlangen an den Kassen der Skigebiete vermeiden lassen können. Schließlich steht man selten allein am Fuß des Berges. Dank myskiticket, einer Website, auf der man schon vor der Anreise seinen Skipass aktivieren kann, sollen die langen Wartezeiten für die begehrten Plastikkarten vermieden werden. Für mehr als 200 Ressorts in den Alpen kann man entweder den alten Skipass neu aufladen oder einen neuen bestellen, der noch vor der Abfahrt im Briefkasten landet. Für Münchner könnte die Plattform einen hohen Nutzen haben, schließlich gehört dort der wochenendliche Skiausflug zum Winter dazu. 

„Neben dem Skipass kostet auch das Ausleihen von Material eine Menge Zeit“, sagt Dominik. „Egal ob Ski oder Helm, über myskiticket kann man die nötige Ausrüstung schon im Voraus reservieren lassen.“ Wer will, kann sogar seinen ganzen Skiurlaub bei myskiticket planen. „Neben Skipass und Ausrüstung kann man aber auch die Skischule über myskiticket buchen“, sagt Dominik. „Mich hat immer gestört, wenn ich für diese Dinge Zeit im Urlaub verschwendet habe. Deswegen tun wir alles dafür, dass unsere Kunden so schnell wie möglich auf die Piste kommen.“  

Text: Matthias Kirsch

Mein München – Oettingenstraße

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Yunus Hutterer, 17, sucht die Geschichten hinter den Bildern. Deshalb sind spontane Aufnahmen für ihn oft die wertvollsten und deshalb möchte er jetzt nach seinem Schulabschluss gerne “irgendetwas mit Fotografie” machen.

Komisch fänden es seine Freunde, wenn er mal keine Kamera dabei habe, sagt Yunus Hutterer, 17. Seit ihm vor fünf Jahren sein Onkel, der selbst viel fotografiert, eine ausgeliehen und ihm ein paar Dinge erklärt hat, weiß Yunus, dass er einmal “irgendwas mit Fotografie“ machen will. Er ist gerade mit der Schule fertig und will nun herausfinden, was dieses irgendwas sein könnte. Die besten Fotos entstehen für ihn spontan. „Das, was ein Bild für mich besonders macht, ist die Geschichte dahinter“, sagt er.
Das Foto vom Kiosk in der Oettingenstraße entstand auch ungeplant, nachdem er einen kalten Winternachmittag mit einem Freund im Englischen Garten verbracht hatte, um die „winterliche Szene“ festzuhalten. Die beiden warteten auf den Bus, als Yunus sich entschloss, doch noch einmal abzudrücken. Dieses Bild ist mit einer Spiegelreflexkamera entstanden, eigentlich fotografiert er lieber analog.

Irgendwann will er seine Fotos auch einmal selber, „in einem Kellerchen“ entwickeln, weil er den Prozess so wichtig und spannend findet. Allerdings „kommt es mir mehr darauf an, was ich fotografiere, als wie ich was fotografiere“, sagt er und lacht. Ein Leben ohne Fotos im Kopf kann er sich schon nicht mehr vorstellen. Schon beim Planen einer Reise überlege er sich, was für Bilder und Serien entstehen könnten. Also mal spontan, mal geplant. Ein Konzept hat er noch nicht. Probiert einfach noch alles aus.

Weitere Infos: http://www.yunushutterer.de/

Theresa Parstorfer

Foto: Yunus Hutterer