Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Anastasia

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Egal ob Regen oder Sonnenschein, unsere Autorin hat für jede Wetterlage etwas geplant. Eine Diskussion zum PAG im Lovelace, die Artmuc-Kunstmesse oder der Substanz Poetry-Slam – die Auswahl an tollen Events ist auch in dieser Woche wieder so groß, dass die Entscheidung schwer fällt.

Ach, München! Ich bin sehr verliebt in dich und heute ganz besonders. Nachdem gestern einige Tausend Menschen auf die Straße gingen, um mit Plakaten, Musik und ganz viel bunter Farbe zu zeigen, was die Münchner von dem neuen PAG halten, bin ich so stolz wie noch nie, ein Teil dieser Stadt zu sein. 

Top motiviert starte ich also an diesem Freitag in mein München-Wochenende. Heute geht’s zur Artmuc. Gezeigt werden Bilder von mehr als 150 Künstlern und aus 25 Galerien aus ganz Europa. Das Ganze findet im Isarforum und auf der Praterinsel statt. Ich hoffe auf ein wenig Sonnenschein. Die vielen Wolken wirken doch recht düster und drücken die Stimmung. Dennoch weiß ich mir zu helfen: “Mit Vergnügen” lädt erneut zum Tanzvergnügen ein. Der Name ist Programm. Im Strom wird zu Beats von VELI x VIWO und André Dancekowski getanzt. Das taugt!

Auch der Samstag wird musikalisch. Heute steht allerdings Hip-Hop auf dem Programm. Im Container Collective freue ich mich auf Künstler wie Jason Saint, Madox oder Malcolm R. Unter dem Veranstaltungstitel Poetry & Hip-Hop werden Spoken Word Artists und Hip-Hop Artists, wie Mc’s, Beatboxer und Djs zusammengebracht, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Ich bin auf den Geschmack gekommen. Dabei sind Poesie und Reim eigentlich nicht meine Stärken. Nachdem ich also zuerst Rappern neidisch lauschen durfte, sitze ich am Sonntag im Publikum des Substanz Poetry-Slams. Künstler aus ganz Deutschland sind dabei. Nicht zu vergessen der amtierende Stadtmeister Yannik Sellmann.

Zum Wochenstart kommt noch einmal die ganze PAG-Sache auf. Im Lovelace wird zum Thema „Sicherheit vs. Freiheit? Was steckt hinter dem PAG?“ diskutiert. Für mich gilt: Nach der Demo ist vor der Demo. Es muss weiter gesprochen werden. Ich höre mir also an, was Markus Löffelmann vom Landgericht München, Bijan Moini von der Gesellschaft für Freiheitsrechte und Carmen Wegge von den Jusos dazu zu sagen haben.

Dienstag ist Unitag. Vorlesungen von acht bis acht, da bleibt nicht viel Zeit für ein großes Programm. Mittags verbringe ich die Freistunden dafür verrmutlich am Eisbach oder im Englischen Garten. Im Grünen ist das viele Texte-Lesen gar nicht mal so schlimm. 

Dafür geht’s am Mittwoch wieder mehr zur Sache. Im Feierwerk treten junge Musiker beim „Sprungbrett“ gegeneinander an. Hierbei handelt es sich um ein Förderprogramm für junge Bands der Stadt. Bei einer der beiden Hauptrunden unterhalten heute Embrace The Emperor, LORIIA und Endlich Rudern das Publikum mit Musik aus unterschiedlichen Genres. Selbstverständlich drücke ich meinen Favoriten die Daumen.

Donnerstag ist bekanntlich der kleine Freitag – und das bekomme ich heute sowas von zu spüren. Ich habe die Qual der Wahl zwischen gleich drei Events. Plan A: Im Amper ist heute Munich Rocks. Es spielen Amanda Marie, Muddy What? und BETA. Dazu noch Musikkaberett von Alex Döring. Plan B: Zeitgleich findet in der Kunsthalle das Event »Re-Act!«- Harry Klein goes Kunsthalle statt. Kunst und Electronica, klingt auch gut! Plan C: Ich nehme die Fahrt nach Garching auf mich und checke die Konkurrenz aus. Die TU lädt zur Unity ein!

Freitag, na endlich! Abends bleibe ich an der Uni. Oder zumindest so ähnlich. Im Kulturreferat StuVe LMU München findet erneut eine Kreative Hausparty statt. Glitzer, Musik, Farbe und Bier – die beste Kombination für einen gelungenen Start ins Wochenende!

Text: Anastasia Trenkler

Foto: privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Jackie

Unsere Autorin mag ja eigentlich den Herbst und freut sich, ihre Winter­depression noch um ein paar Tage vertrösten zu können. Tagsüber plant sie einen Ausflug zur Kirchweihdult oder ins Lost Weekend, abends geht’s ins Müller’sche Volksbad oder in die Milla.

Hoch die Hände, Wochenende! Am
Freitagabend scheint zwar leider nicht mehr die Sonne, aber ich mache trotzdem
einen kleinen Ausflug auf die andere Seite der Isar um mir die neue
Fotoausstellung von Julian Mittelstädt anzuschauen. Unter dem Motto “Streetz”
stellt der Fotograf dort Bilder aus, die reale Menschen auf der Straße zeigen –
ohne gestellte Posen und gekünsteltes Lachen. Drinks gibt’s im Container
nebenan in der BAR of BEL AIR. Läuft.

Auch der Samstag steht im Zeichen
der Kunst – zumindest abends. Nach einem ausgiebigen Frühstück radle ich aber
erst einmal erneut auf die andere Seite der Isar: Diesmal nach Giesing. Von
heute an bis einschließlich 22.Oktober findet auf dem Mariahilfplatz die
wunderbare Kirchweihdult statt. Allerlei Leckereien schnabulieren und mal mehr
mal weniger sinnlosen Kram bestaunen – was könnte schöner sein an so einem
Samstag im Herbst? Abends gehört die alljährliche Lange Nacht der Museen
natürlich zum Pflichtprogramm. In diesem Jahr nehmen auch verschiedene Bäder an
der langen Nacht der Museen teil. Ich entscheide mich für eine Führung durch
das wunderbare Müller’sche Volksbad
. Ab 21Uhr finden diese alle 30 Minuten
statt und dauern ca. 20 Minuten. Da bekommt man fast Lust, sich einfach nackig
zu machen und selbst in den Pool zu springen oder sich in der Sauna
aufzuwärmen. Beim nächsten Mal dann!

Sonntag ist eigentlich Katertag,
doch dafür habe ich heute keine Zeit. Stattdessen steht heute Fair Fashion auf
dem Programm. Genauer: Der Fair Fashion Showroom meets Klimaherbst Dult. Hier
stellen nachhaltige Labels ihre Konzepte und Designs vor. Mit dabei Phasenreich
und Iki M., aber auch das Flüchtlingsprojekt Nähstube. Am Ende gibt es dann
auch noch eine Fashion Show bei der die Labels ihre akutellen Kollektionen
vorstellen. Einige schöne Teile dabei, aber ganz billig ist fair halt leider nicht.
Sowieso bin ich immer wieder in dem Dilemma zwischen bewusst einkaufen und
insgesamt einfach mal weniger kaufen. Immerhin ist es ja nicht so, als wäre
mein Kleiderschrank leer – auch wenn sich das zuweilen so anfühlen mag.

Viel wurde schon im Voraus
berichtet, seit der Eröffnung quillt meine Timeline zumindest gefühlt über mit
Veranstaltungen in der Location und ich bewege mich irgendwo  zwischen Abneigung und Neugierde. Zu viel
Hype macht mich zwar immer etwas skeptisch, aber anschauen will ich sie mir
schon, diese neue In-Location: The Lovelace. Was eignet sich da besser als eine
Filmvorführung? Am Montagabend wird der Film „Das Wunder von Mals” gezeigt.
Thema der Doku: Ein Dorf in Südtirol entscheidet sich gegen Pestizide und für
eine ökologische Landwirtschaft. Klingt spannend und lässt sich wunderbar
kombinieren mit Bier und Popcorn. Off-topic: Ist euch eigentlich schon aufgefallen,
dass es in immer weniger Kinos Popcorn gibt, sprich auch nicht mehr nach
Popcorn riecht? Traurig macht mich das!

Mehr Kunst für mich und alle
anderen Besucher des Lost Weekend an diesem etwas tristen Dienstag. Hier
findet heute die Vernissage der Ausstellung „Energiewende in Kambodscha“ statt.
Bewaffnet mit einem Bier schländere ich durch die Reihen und sehe mir die
Fotografien von Claire Jul und Viga F. Widjanarko an. Spannend zu sehen, dass
es für eine Energiewende nicht immer neuster Technologien bedarf, sondern das
manchmal auch ein paar Ziegel und eine Ladung Mist Wunder bewirken können. Zu
sehen ist die Ausstellung noch bis einschließlich 27.Oktober. Statt mit einem
Bier kann man sich die Ausstellung wahlweise auch wunderbar mit einem leckeren
Café tagsüber anschauen.

Ab ins Milla. Ein Satz den ich
viel seltener sage, als ich sollte, denke ich mir, als ich an diesem
Mittwoch die Treppe hinuntersteige. Das Milla ist einfach ein Wohlfühlort.
Und vor allem ein Ort, an dem gute Musik gelebt wird. Natürlich weiß ich nicht,
was mich beim Milla Song Slam an diesem Abend erwartet, aber wie schlimm kann
es schon werden mit dem wunderbaren Bumillo als Gastgeber und einem Gin Tonic
in der Hand? Zumal ja spätestens ab 23Uhr die Boys und Girls von Fancy Footwork
an den Turntables stehen. Kostenpunkt: 8€ im Vorverkauf, 10 € an der
Abendkasse.

Kann man schon mal machen.

Wärmstens zu empfehlen: Die
Infoveranstaltung von afk M94.5 und afk tv am Donnerstag! Alle die Mal Radio oder Fernsehen
machen wollen, sollten sich dieses Event auf keinen Fall entgehen lassen – ich
selbst mit eingeschlossen. Davor oder danach will ich auf jeden Fall noch auf
der ArtMuc vorbeischauen, wo auch in diesem Jahr vom 19. bis 22.Oktober wieder
90 Künstler und Galerien aus ganz Europa ausstellen. Mehr Kunst also. Aber
Kunst und Bier, das rat ich dir sowieso. Natürlich geht auch das Eine ohne das
Andere, aber warum denn halbe Sachen machen?

Lange steht die
Veranstaltungsreihe schon auf meiner To-Do-Liste, endlich schaffe ich es am Freitag

hinzugehen. Ich geh tanzen! Leider ist die Veranstaltung vom Import Export ins
Ampere umgezogen, aber an der guten Mischung aus Hip Hop, Funk und Electro hat
sich glücklicherweise nichts geändert und so schwinge ich das Tanzbein bis tief
in die Nacht. Ich muss gestehen, die langen, durchzechten Nächte werden
seltener, aber genießen tue ich sie umso mehr – auch wenn der  Kater am nächsten Morgen mich wohl noch bis
Sonntag begleiten wird. Aber man ist ja bekanntlich nur einmal jung und dumm.

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Barbara

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Die kommende Woche von Barbara steht ganz im Zeichen des Farbenladens. Mit Livemusik, Diskussionsrunde und Kabarett wird es wieder einige gute Gründe geben, vorbeizuschauen. Außerdem: ein Kunstfestival auf der Praterinsel und die Eröffnung vom StuStaCulum.

München ist in Sommerstimmung. Bei jeder sich bietenden
Gelegenheit genießen die Menschenmassen das prächtige Wetter im Freien. Wie
schön, dass nächste Woche auch wieder Regen angesagt ist. Aber wir weinen
nicht. Wir nehmen das Wetter, wie es kommt, und lassen uns nicht vom Regen,
sondern von Münchens kultureller Vielfalt berieseln.

Wir steigen gleich richtig ein und starten Freitagnachmittag
in der Villa Stuck. Dort erwartet uns Münchens
1. Blogger Market & Verleihung des Isarnetz Blog-Award
s. Die
Veranstaltung wird vom Mucbook
im Rahmen der Münchner
Webwoche 2017
organisiert. Zunächst gibt es eine Vorstellungsrunde. Von 17
Uhr an folgen Vorträge, Workshops und Diskussionen der Blogger. Später spielt eine
Live-Band und um 19 Uhr präsentieren drei große Münchner Modeschulen eine
Modenschau. In der Jury sitzen die Blogger selbst. Von 20 Uhr an beginnt dann die
Nominierung der Blogger mit anschließender Blog-Award-Verleihung.  

Wer Lust auf Musik hat, sollte am Freitagabend in die
Theaterfabrik zur Album-Release-Show „10
Years The Moonband“
gehen. Die Alternative Folk-Band feiert ihr
zehnjähriges Bestehen, was musikalischen Hochgenuss verspricht. Das Konzert
beginnt um 19 Uhr. Danach geht es mit einer Aftershowparty weiter. Zieht euch
bequeme Schuhe an, die Nacht wird lang!

Am Samstagnachmittag soll es regnen. Wie gut, dass um 16 Uhr
der Feierwerk Farbenladen
seine Pforten öffnet! Dort findet eine weitere Veranstaltung unserer
diesjährigen Ausstellungsreihe „10 im Quadrat“ statt. Die Junge-Leute-Seite
präsentiert zehn Münchner Fotografen, die wiederum zehn junge Münchner
Schauspieler, Literaten und Musiker porträtiert haben. Heute steht ein Talk mit Unimagazinen
inklusive einem Doppelkonzert
auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht das
Thema „Studenten in Wohnungsnot“. Musikalisch untermalt wird die Vernissage von
Alisha Prettyfields
und Chuck Winter Music.
Auch für den Durst ist gesorgt. Kommt und trinkt!
Der Eintritt ist frei.

Auch am Sonntag bietet der Farbenladen eine willkommene
Abwechslung zum regnerischen Wolkenhimmel. Das heutige Motto lautet „Liann &
Kabarett“
. Und da wir durch die Abwesenheit der Sonne psychisch
angeschlagen sind, müssen wir uns in eine positive Grundstimmung versetzen
lassen. Die Münchner Comedians und Kabarettisten Alex
Döring
, Julian
Wittmann – Liada & Kabarett
und Michael Mauder bringen
uns wieder auf Vordermann. Für unser musikalisches Wohlbefinden sorgt der
wunderbare Musiker Liann.
Wer etwas Fame braucht, darf sich zusätzlich auf unsere kleine Bühne wagen und
bei der Powerpoint-Karaoke zeigen, was er zu bieten hat. Beginn ist um 16 Uhr, der
Eintritt ist frei.

Am Montag zeigt sich hoffentlich die Sonne und wir sollten
die wenigen Sonnenstrahlen genießen. Ab an die Isar oder in den Englischen
Garten! Abends dürfen wir uns dann über einen leichten Sonnenbrand freuen.

Die Sonne soll auch am Dienstag bei uns bleiben. Ich will
sie nicht verlieren, sie bedeutet mir viel. Wir sollten vor ihr niederknien
oder am Flaucher chillen. Abends zieht es mich zu den Münchner Kammerspielen zu
der Veranstaltung „Wir
wollen das Meer sehen“
. Dort lesen einige Autoren und Journalisten Texte von
Deniz Yücel vor. Darin werden Themen wie der Rechtspopulismus, Fußball und die Entwicklungen
in der Türkei angesprochen. Beginn ist um 20 Uhr.

Am Mittwoch ruft das StuStaCulum!
Die Studentenstadt
Freimann
transformiert sich in ein wundervolles Festivalgelände. Hier gibt
es alles, was das Studentenherz begehrt: Musik, Essen, Getränke – und
hoffentlich Sonne! Nichts wie hin! 

Hip Hop-Freunde sollten abends ins Gasthaus Altgiesing pilgern.
Mit der Veranstaltung „We
love 2 Hip Hop u!“
will Giesing seine hippe Seite zeigen. Also Cap auf,
Goldkette um und ab ins Getümmel!

Der Donnerstag. Ein schöner Tag. Vor allem, wenn die Sonne
ihr Versprechen hält! Das Schloss Blutenburg lädt zu einem gediegenen Weinfest
ein. Auf dem Land, wo ich herkomme, ist diese kultivierte Umschreibung meist
ein Euphemismus für Massenbesäufnis. Aber diese Veranstaltung mit traumhaftem
Schlossambiente klingt wirklich stilvoll und nett. Von 11 Uhr an geht’s los.

Alternativ findet auf der Praterinsel das dreitätige Kunstfestival
ArtMuc
statt. Internationale Künstler und Galerien haben hier Gelegenheit, ihre
Projekte und Kunstwerke vorzustellen. Beginn ist um 18 Uhr.

Und wir haben es wieder geschafft! Wochenende! Am Freitagabend
erwartet uns ein besonderes Highlight: Die Rockband Ni Sala gibt sich die Ehre und
feiert im Strom ihre Album-Release-Party ihres gleichnamigen Debütalbums „Ni Sala“. Tickets sind noch
verfügbar, Einlass ist um 20:30 Uhr. In diesem Sinne: Ein schönes und sonniges Wochenende!


Text: Barbara Forster

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Serafina

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Ob Stustaculum, Münchner Biennale oder Open-Air-Kino, auch nächste Woche ist wieder einiges geboten in München. Serafina sagt euch, wie ihre Woche aussehen könnte.

Am Mittwoch ging es
endlich los: Das heiß ersehnte Stustaculum hat begonnen. Vier Tage lang Spaß und coole Bands
aus Bayern. Nachdem ich die ersten beiden Tage von einer Bühne zur anderen
gehetzt bin, um ja keinen Künstler zu verpassen, lasse ich den Freitag langsamer angehen. Ich gönne
mir Crêpes, schlendere gemütlich durch den Englischen Garten und genieße die
Sonne. Nachmittags geht es zum Impro-Theater ins Café Dada, bei der das
Publikum den Verlauf des Stücks mitbestimmt. Später höre ich mir bayrischen Pop
von BEISSER
an und verstehe leider als „zugroaster Saupreiß“ (falls man das so schreibt)
gar nichts. Daraufhin flüchte ich zur Hip-Hop-Band Random
Entertainment
und freue mich auf
Texte, bei denen sich die Künstler selbst nicht so ernst
nehmen – und die ich verstehe.

Nach drei Tagen
Stustaculum habe ich am Samstag erstmal
genug von der Studentenstadt und wage mich wieder in die Stadt. Als großen
Filmfan zieht es mich zum chinesischen Filmfest, das noch bis Sonntag im
Gasteig stattfindet. Später treffe ich mich mit Freunden am Flaucher zum
Grillen (endlich passt das Wetter…). Abends gönne ich mir noch ein letztes Mal
Stustaculum, bevor dann wieder ein Jahr (mehr oder weniger) Ruhe in die
Studentenstadt einkehrt.

Nach so viel Action in
den vergangenen Tagen lasse ich den Sonntag
ruhiger angehen. Ich schlafe aus, schaue etwas wehmütig dem Abbau des
Stustaculums zu und gehe nachmittags in die Leica-Ausstellung im Kunstfoyer,
die ich seit Ewigkeiten besuchen wollte. Mehr als dreihundert Bilder der letzten
hundert Jahre werden vorgestellt, die mein Retro-Herz höher schlagen lassen, und
ich hoffe, mir ein paar Tricks für meine eigenen Fotografien abgucken zu
können.

Am Montag beginnt wieder der Alltag. Ich gehe brav in die Seminare und
hole mir Bücher für meine Hausarbeiten. Abends geht es dann (wirklich) los mit
der Blade Night, nachdem diese die vergangenen beiden Wochen wegen schlechten
Wetters abgesagt wurde. Dieses Mal werden die Straßen im Herzen Schwabings
abgesperrt und warten darauf, von tausenden Skatern befahren zu werden.

Dienstags
geht es zur Münchner Biennale.
Mit dem Motto „OmU-Original mit Untertitel“ versuchen Münchner
Nachwuchskünstler eine Antwort zu finden, was genau „Original“ bedeutet, indem
sie Musik und Theater miteinander verbinden: Schafft der Künstler das Original
oder diejenigen, die sie „ausführen“? Was sind die Eigenschaften eines
Originals? Ich bin gespannt, welche Antworten mir die Vorstellung „Phone Call
to Hades“ von Blanka Radoczy in der Muffathalle dabei liefert.

Nach einem langen Tag
in der Bib freue ich mich am Mittwochabend
auf Lichtspiele, denn es geht endlich wieder los mit „Kino, Mond und Sterne“ auf
der Seebühne im Westpark. Der bayerische Erfolgsfilm „Wer früher stirbt ist
länger tot“ macht den Anfang, eine Komödie im Stil der guten alten Heimatfilme
und laut meiner Kommilitonen ein Must-See für alle, die nicht aus dem Umkreis
des Weißwurst-Äquators stammen. Die asiatischen Gärten im Westpark sind der
ideale Ort, um mich auf den allseits geliebten bairischen Dialekt einzustellen.

Am Donnerstag besuche ich die Artmuc-Kunstmesse
auf der Praterinsel. Diese bietet eine Plattform für junge Künstler, damit sie
ihre Bilder, Skulpturen oder Fotografien einem breiten Publikum präsentieren
können. Die Isar lädt danach auf einen langen Spaziergang ein, um alle
Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Später geht es auf die Theresienwiese zu
den 9. Afrika-Tagen.
Ich freue mich darauf, über die Basare zu schlendern und viel Kulinarisches zu
entdecken. Die exotische Musik trägt ihr übriges bei, um mich voll und ganz „hakuna
matata“ zu fühlen.

Der Freitag ist da und wieder ist eine
Woche rum. Bin gespannt, welche Veranstaltungen mir Facebook für die kommende
Woche zeigt. Das „Opening
Weekend St. Paul Roofbar
“ hört sich doch ganz interessant an…

Von: 

Serafina Ferizaj

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Stephie

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Vom Aprilwetter hat Stephie
genug. Zum Glück ist der Sommer endlich in München angekommen. Die ersten
Sonnenstrahlen wecken die Unternehmungslust und es ist viel geboten in dieser
Woche: die Becquerels spielen im Milla, junge Münchner Künstler stellen im
Farbenladen unter dem Motto „München-eine Sehnsucht“ aus und die ARTMUC öffnet auf
der Praterinsel wieder ihre Pforten.

Der Sommer kommt nach München. Mit Erdbeeren, gut gelaunten Menschen
und warmen Sonnenstrahlen.  Endlich! Ich
erwarte die schwülwarmen Sommertage schon lange sehnsüchtig. Von den Launen des
Aprilwetters habe ich genug: Sonne, Regen Hagel, Schnee, Sonne. Von den ersten
laueren Abenden beflügelt, packt mich die Lust, diese Woche viel zu unternehmen
. Wie passend, dass in dieser Woche so viele spannende Events veranstaltet
werden.

 

Am Freitag muss ich das
schöne Wetter natürlich ausnutzen und verbringe den Nachmittag an der Isar. Als
ich genug Sonne getankt habe, habe ich Lust zu tanzen, zu feiern und vor allem:
Lust auf gute Musik. Wo sollte ich dann sonst hin als ins Milla, wo heute die
Becquerels einzigartig guten Indie-Pop spielen. Der Support kommt von der Band The Black Submarines, die mit einem Stil-Mix aus Blues und Rock’n’Roll die
Stimmung anheizen. Beides wird sicherlich ein musikalischer Genuss. Und so
starte ich beschwingt von Blues, Rock’n’Roll und Indie-Pop ins Wochenende!

Samstag schlafe ich erstmal
aus und beginne meinen Tag ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Brunch. Und
dann steht auch schon meine nächste Veranstaltung auf dem Plan: im Farbenladen
stellen junge Münchner Künstler unter dem Motto „München-eine Sehnsucht“ aus. Heute
steht „Jam statt Slam“ auf dem Programm: eine Open-Stage für junge Musiker, die
eigene Songs ausprobieren oder gemeinsam jammen wollen. Zusätzlich gibt es  Hula-Hoop-Kunst von Sophia Kurmann und die Kunst-Performance Linnéa schneidet Haare. Im
Kunstgespräch sind an diesem Tag Maximilian Gutmair Photography
und Jakob Hauser Illustration und Grafik. So viel spannende Aktionen, dass ich einfach bis
zum Schluss bleiben muss.

Auch mein
Sonntag beginnt entspannt, ich
schlafe aus und erledige ein paar Dinge, die die Woche über so liegen geblieben
sind. Am Nachmittag zieht es mich dann aber doch wieder in den Farbenladen, wo
heute der „SZ-Sonntags- Slam“ stattfindet. Hier geben die Münchner Slam-Talente Philipp Potthast, Curry Fiasko, Sebastian Schoof und Darryl Kiermeier ich ihr musikalisches
Können zum Besten. Auch für musikalische
Unterhaltung ist gesorgt: Heute spielt The Marble Man solo. Und im Kunstgespräch ist Rita Kocherscheidt,
die fremde Personen durch ihren Alltag begleitet hat. Aus ihren Eindrücken ist eine Reihe von
Porträts und Zeichnungen entstanden. Auch heute kann ich nicht umhin, lange zu
bleiben. Ein absolut perfekter Ausklang für das Wochenende.

Schon wieder Montag. Das
Wochenende verging wie im Flug und ich hänge gedanklich immer noch den ganzen
Eindrücken vom Wochenende nach. Keine Zeit für Schwelgereien! Es steht schon
das nächste Event vor der Tür, das ich nicht verpassen darf. Heute wird es
musikalisch. Jesper Munk spielt beim Uferlos Festival! Ich freue mich auf eine
geballte Ladung Blues gemixt mit seiner unglaublich markanten Stimme.

Was verbindet Dokumentarfilmer und Journalisten? Auf jeden Fall die
„Frage nach Authentizität“ meint die Hochschule für Film und Fernsehen in
München und bringt sie bei der Veranstaltung „FILM MEETS PRINT“ zusammen: 13 junge Dokumentarfilmer der HFF und 15 junge
Journalisten der DJS.  Da muss ich
am Dienstag unbedingt hin. Beide Gruppen
haben dieselben Themen bekommen und dazu Reportagen geschrieben und Dokumentarfilme
gedreht. Sie erfahren jedoch erst vor Ort, wie die anderen das Thema jeweils
umgesetzt haben. Es wird also spannend!

Für Kino ist eigentlich viel zu schönes
Wetter. Außer natürlich, wenn man beides haben kann: einen lauen Sommerabend
unter freiem Himmel und einen guten Film. Wie im Kino am Olympiasee, wo am Mittwoch „Kingsman“ gezeigt wird und
ich die spannende Actionkomödie bei einem fruchtigen Eis genieße. So fühlt sich
Sommer an.

 

Was die Praterinsel mit Kunst zu tun hat? Von Donnerstag an wird hier
auch in diesem Jahr die ARTMUC stattfinden. Sie zeigt zeitgenössische Kunst
gezeigt: von Malerei,
Illustration, Radierung, Fotografie, Skulptur über Performance oder Objekt- und
Digitalkunst ist alles geboten. Rund 100, größtenteils unbekannte Künstler von
nah und fern stellen in diesem Jahr ihre Werke vor.

Auch am Freitag kehrt bei mir keine Ruhe ein.
Schließlich findet heute wieder die Hall of Taste im Munich Mixed Arts statt: Hier
kann ich mich von Feinschmeckern und Streetgourmets bekochen lassen und mich
nach Lust und Laune durchprobieren. Auch für mein musikalisches Wohl wird mit
DJ’s und Livemusik gesorgt. Und so schlemme und tanze ich mich ins Wochenende.

Stephanie Albinger