Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Max

Pünktlich zum Semesterbeginn liefert unser Autor das passende Programm. Für Musikliebhaber lohnt sich das
Keep It
Low-Festival
und das
Digitalanalog,

außerdem wird im Cord ein
Debate Club veranstaltet.. ach ja: und natürlich stehen jede Menge Erstipartys an.

Semesterbeginn
ist eine schöne Zeit. Und das nicht nur wegen des traumhaften Wetters, das wir
momentan wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Jahr genießen dürfen. Nein,
endlich wieder Unipartys, drei verschiedene Tagesessen in der Mensa, den Lieblingsprof
wiedersehen und … hab ich die Unipartys schon erwähnt? Aber man kann nicht
nur feiern in diesen Tagen. München hat noch einen Haufen anderer Events zu
bieten, die ich auf keinen Fall verpassen darf.

Vollgepackt
geht’s gleich am Freitag los – das Feierwerk bietet das Keep It
Low-Festival
,
Münchens Geheimtipp und Pop-Up-Club Clap 2.0 den Sänger San2
mit seiner Soul Patrol
und gleichzeitig startet auch noch das
Digitalanalog im Gasteig… da hab ich
wohl die Qual der Wahl. Naja, Digitalanalog gibt’s morgen auch noch, und Soul
ziehe ich dann doch dem Rock vor – der Clap Club bekommt den Zuschlag.

Am Samstag
bin ich erstmal enttäuscht. Zweimal war ich zu langsam, denn sowohl das Konzert
der HipHop-Girls von SXTN in der
Muffathalle

als auch das der österreicher Durchstarter Granada im
Clap Club

sind schon ausverkauft. Aber es gibt ja noch das Digitalanalog. Da spielen
heute unter Anderem Xavier Darcy, die Tula Troubles und Mullein und dazu
verschiedene DJs und VJs. Und um mir die Zeit bis dahin ein bisschen zu
vertreiben, schau ich noch im MVG-Museum vorbei. Zum zehnjährigen
Jubiläum ist heute nämlich der Eintritt gratis.

Eine
weitere Ausstellung besuche ich am Sonntag. Doch heute wird es etwas
anspruchsvoller. Im Farbenladen des Feierwerks stellt Max Boström aus. Der Frankfurter
Architekt und Künstler entwirft aufwändige Skulpturen, die er Schicht für
Schicht aus den Seiten verschiedener Zeitschriften ausschneidet und
zusammensetzt.

Am Montag
stecke ich wieder in einer Zwickmühle. Es wird politisch, das ist klar. Aber
gehe ich ins Cord, wo im Debate Club das Thema
“Popfeminismus” zur Diskussion steht? Oder doch lieber ins Münchner
Pop-Up-Hotel Lovelace, wo der Filmwissenschaftler Urs Spörri eine Vorlesung
über den Schauspieler
Donald Trump

hält? Denn der amtierende US-Präsident trat schon in vielen Film- und
Fernsehproduktionen auf – ein Nebenjob, der, wie Spörri erörtert, einen starken
Einfluss auf Trumps Image habe und vielleicht eine Erklärung liefert, warum so
viele Amerikaner diesem Mann ihre Stimme gaben.

“Apropos
Vorlesung”, erinnere ich mich am Dienstag, “da war doch was…
ach ja, es ist ja wieder Uni! Vielleicht sollte ich da doch mal
vorbeischauen.” Deshalb trete ich mit dem Kulturprogramm heute etwas
kürzer und kümmere ich mich wieder ein bisschen um die Ausbildung. Am Abend
kann ich es aber doch nicht lassen und schaue am Hauptbahnhof vorbei. Mitten im
Verkehrstreiben kann man dort nämlich die besten journalistischen Fotos des
vergangenen Jahres betrachten, auf der “World Press
Photo Exhibition
”, die sogar noch bis nächsten Montag offen hat.

Musik
zum Mitmachen – immer mittwochs. Das wäre ein geeigneter Werbespruch für viele
Münchner Locations, denn Mittwoch ist Jamsession- und Open-Stage-Tag.
Und so muss ich mich heute schon wieder entscheiden. Zwischen der Jazz Jam in der Milla und der Singer/Songwriter-Open
Stage

im Import/Export. Es ist einfach schwierig, doch am Ende zieht mich der eigene
Musikgeschmack dann doch in die Milla.

Langsam
bin ich die Entscheidungen leid. Semesterbeginn hätte ich mir einfacher
vorgestellt. Und deswegen bleibe ich am Donnerstag hart. Und daheim. Aus
gutem Grund, denn donnerstags steigen die Partys in meinem Studentenwohnheim,
und Feiern war ich trotz Semesteranfang noch gar nicht. Zeit wirds!

“Was,
ich war gestern feiern?”, frage ich mich am Freitag. “Kann
doch gar nicht sein, denn die großen Partys steigen doch alle erst heute. Aber
wo kommt dann dieser Kater her?” Egal, Kater hin oder her, heute wird
nochmal richtig auf den Putz gehauen. Möglichkeiten gibt’s dazu genug, zum
Beispiel die Erstiparty an
der LMU
,
die Semesteropening-Party
im Jack Rabbit
, Neunzigerparty
im Cord

oder, etwas Alternativ, Funktastic-Party
in der Downtown Bar
. Klingt schon wieder nach einer Entscheidung. Aber nein,
heute gehe ich einfach auf alle. So wird das doch noch ein standesgemäßer
Semesteranfang. Nur den Lieblingsprof, den hab ich bisher noch nicht
wiedergesehen…

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Serafina

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Diese Woche steht bei unserer Autorin ganz im Zeichen der Kunst. Eingestimmt durch die Ausstellung “Faces of India” geht es weiter zur Stroke Art Fair und am Dienstag zu “souls x faces” im Provisorium. Aber auch Filmliebhaber und Indiefans werden fündig.

Die Semesterferien neigen sich dem Ende zu. Bevor es in
einer Woche wieder mit den Seminaren losgeht, möchte ich noch meine Freiheit
ausnutzen. Mein Indie-Herz freut sich am Freitagabend
auf eine neue Runde Up
The Bracket
im Strom Vorher geht es
aber in die Galerie Benjamin Eck zur Ausstellung Faces of India.
Der Fotograf, Snowboarder und Surfer Tobias Strauss hat auf seiner Reise durch
ganz Indien Menschen aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen porträtiert.
Diese Bilder möchte er nun in der Galerie vorstellen und ich freue mich, in
diese Kultur eintauchen zu können. Musikalisch untermalt wird die Ausstellung
mit dem Münchner DJ Duo Tokio x Shrink.

Meine Asienreise geht am Samstag im Backstage weiter: Jugendliche und Erwachsene haben
ehrenamtlich die Benefizveranstaltung Taste of Asia
organisiert, bei der sie unter dem Motto „Experience Today. Change Tomorrow“
mit einem kleinen Unkostenbeitrag Kultur und Charity verbinden möchten. Charity
ist immer eine gute Sache. Bin gespannt, was ich dort alles sehen und welche
Spezialitäten ich probieren werde. Meine zweite Portion Indie an diesem
Wochenende hole ich mir anschließend im Milla bei Fancy Footwork – Indiedisco mit Zucker und Amore.

Den Morgen danach verbringe ich im Lovelace beim Table Brunch,
der nun jeden Sonntag organisiert
wird – I’m in love! Nach dem herzhaften Katerfrühstück geht es anschließend ins
Werksviertel zur Stroke
Art Fair
, bei der zeitgenössische
Kunst präsentiert wird, um dem Zuschauer eine „frische Vision von Kunst, Design
und urbanem Lebensgefühl im 21. Jahrhundert näherzubringen.“ Zugegeben habe ich
das Konzept noch nicht verstanden. Facebook und die Homepage helfen mir da
leider nicht weiter. Und auch Veranstalter sind sich anscheinend selbst noch
nicht im Klarem, was sie da genau ausstellen: Laut eigener Aussage könne man Stroke nicht erklären, sondern man müsse es
live erleben. Meine Neugier ist jedenfalls geweckt. Den Sonntagabend lasse ich anschließend
zu den Klängen von Fvzz Popvli, Corona
Diver
und Heroine
Twin
in der Garage Deluxe laut
ausklingen.

Am Montagabend
verschlägt es mich wieder ins Lovelace zur zweiten Videonight
zum Thema „Rettung der Popkultur“, bei der experimentelle und außergewöhnliche
Musikvideos der letzten vier Jahrzehnte präsentiert und die „Vielfalt eines im
Internet hochaktuellen Formats“ festgehalten werden. Auch hier bin ich mir
nicht ganz klar, was mich erwartet, aber bin gespannt, was auf mich zukommen
wird.

Am Dienstagabend
habe ich viel vor. Im Lost Weekend
liest der Autor Pascal Richmann aus seinem Werk „Über Deutschland, über alles“
vor. In diesem Buch spricht der Schriftsteller mit Menschen aus der rechten
Szene und befragt sie nach ihren Deutschlandbildern. Dabei berichtet er unter
anderem von Wahnvorstellungen und absurden Beobachtungen. Anschließend gibt es
die Möglichkeit, ein Gespräch mit dem Autor und Lektor des Buches zu führen und
Fragen zu stellen. Ich bin sehr gespannt, vor allem da das Thema aktueller denn
je erscheint. Später treffe ich mich mit einer Freundin zur Vernissage der
Ausstellung souls x faces
im Provisorium. Das Portfolio aus den Bereichen Portrait- und
Fashion-Fotografie der Fotografin Jacky Vifer,
der es nun nach München verschlagen hat (Servus!), werden in großformatigen
Fine Art Prints ausgestellt.

Der Mittwoch
wird sehr musikalisch: Tiger
Tiger
und die Gaddafi
Gals
spielen im CHARLIE. Der
Abend ist auch die perfekte Einstimmung für das bald anstehende Sound of Munich Now,
bei der Tiger Tiger auch auftreten wird…

Nach so viel Musik, Fotografie und Literatur in den
letzten Tagen ist am Donnerstag nun
Film an der Reihe. Bei der HFF findet die Festivaleröffnung zum 2. Queer Film Festival
statt. An diesem Abend werden ein Vorfilm, HFF-Kurzfilm und ein Eröffnungsfilm
von drei jungen Filmemachern aus Deutschland, Polen und Israel präsentiert.
Anschließend wird in der Minna Thiel gefeiert, bevor in den nächsten vier Tagen
viele internationale Filme vorgeführt und die Zuschauer zu Diskussionen zu den
Themen sexuelle Orientierung und Identitätsfindung angeregt werden.

Nun ist wieder eine Woche rum. Der Start ins neue Semester
und die Seminare sind eine Woche näher gerückt. Bedeutet jedoch nicht, dass ich
weniger Veranstaltungen besuchen werde, dafür gibt es zu viele coole Konzerte,
Lesungen und Ausstellungen. Am Freitagabend
beispielsweise spielen Inside Golden in
der Milla. Ich kann da als Bluesrock-Fan nicht nein sagen und lasse mir das
Konzert nicht entgehen.

Text: Serafina Ferizaj

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Barbara

Wiesn ja oder nein? Die Frage ist individuell zu beantworten und in den meisten Fällen schnell entschieden. Wir haben für euch ein alternatives Wochenprogramm erstellt. Weit weg vom Masskrugheben.

Es ist schon eine Kunst für sich, während
der Wiesnzeit dem Oktoberfest zu entfliehen. Schwingende Dirndl und
Lederhosen so weit das Auge reicht. Aber meine Veranstaltungen haben diese
Woche (fast) nichts mit dem Wiesn-Wahnsinn zu tun.

Am Freitagabend bin ich auf einem Geburtstag eingeladen.
Aber für diejenigen, die auf Garagen Pop stehen: Ab mit euch in die Milla, wo die „Night
Shirts“
ihre neuen Songs zum Besten geben! Beginn ist um 20 Uhr. Hinterher
empfiehlt sich ein Abstecher in die „Schnelle Liebe“. Hier ist es urig aber
herzlich.

Am Samstag bin ich in der Minna Thiel zu finden,
wo zum ersten Mal der Krims
& Krams Flohmarkt
stattfindet. Laut Facebook kann man dort tolle Dinge
wie Requisiten, Klamotten und Kostüme erwerben. Vintage-Fans sollten sich
dieses Spektakel unter freiem Himmel also nicht entgehen lassen. Von 14 Uhr an
geht’s los, der Eintritt ist frei.

Abends wird dann im Strom die Tanzfläche
unsicher gemacht. Die „Visions
Party“
ist unter den alten Indie-Hasen längst bekannt. DJ Albert Rojal
versorgt uns bis 6 Uhr morgens mit tollen Musikklassikern aus den Bereichen
Indie und Alternative.

Am Sonntag ist die Bundestagswahl und jeder sollte wählen
gehen. Ausreden zählen nicht! Nachdem ich mein Wahlzettelchen in die Urne
geschmissen habe, lasse ich mich um 14 Uhr im Farbenladen von der Ausstellung
„Moments
– Art & Weise“
inspirieren. Sieben verschiedene Künstler haben eine sehenswerte
Gruppenausstellung auf die Beine gestellt und in ihren Werken Themen wie „Energie“,
„Welten“ und „Momente“ auf unterschiedliche Weise verarbeitet. Ich bin gespannt
auf die Ergebnisse.

Am Montag weiß ich nichts mit mir anzufangen. Vielleicht
kommt es doch noch zu einem gemütlichen Wiesnbesuch – mit schwingendem Dirndl
versteht sich! Wer aber nicht in Wiesnstimmung ist, sollte um 20:55 Uhr ins Arena Filmtheater gehen. Der
Film „Einmal bitte alles“ soll laut einer Freundin sehr empfehlenswert sein!

Am Dienstag verzichte ich wieder auf die Wiesn und gehe
stattdessen ins Ampere
zum Isar
Slam im September
. Viele tolle Slammer werden heute Abend vertreten sein,
unter anderem der Poetry Slam-Meister Philipp Scharrenberg. Ich freue mich
schon sehr auf den Abend! Um 20 Uhr geht’s los.

Der Mittwochabend wird vielversprechend. Es geht wieder
einmal in die Milla. Die
heutige Veranstaltung lautet „Jazz Jam“. Das Jazz
Institut der Hochschule für Musik und Theater München
beehrt die Milla an
diesem Abend mit einer Jamm-Session. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist
frei. Und falls danach noch der große Hunger folgt: Die „Gute Nacht Wurst“ in der
Klenzestraße oder der „Bergwolf“
in der Frauenhoferstraße sind jeweils nur ein paar Gehminuten entfernt. Hier bekommt man Currywurst und Pommes bis spät in die Nacht!

Am Donnerstagabend verschwinde ich unter Deck: Untypisch München feiert
zusammen mit Sustain Munich
ihr zweijähriges Bestehen und veranstaltet aus diesem Anlass im Unter Deck eine Musiknacht
der besonderen Art. Aufgetischt werden Stilrichtungen wie Dub, Grime, UK Bass
und Jungle. Von 22 Uhr an geht’s los, der Eintritt ist frei. Alternativ findet
um 19:30 Uhr im Lost
Weekend
eine Lesung
von Kevin Kuhn
zu seinem zweiten Roman „Liv“ statt.

Am Freitag dann die Frage aller Fragen: Wiesn oder nicht
Wiesn? Vielleicht zwäng ich mich doch noch einmal in mein Dirndl. Nur um den
Touristen zu zeigen, wie eine ordentliche Dirndltracht auszusehen hat: Knie gehören
bedeckt und es werden keine Sneakers dazu getragen!


Text: Barbara Forster

Foto: Privat

Wo kann man … Deutsch-Rap hören? 5 Konzert-Tipps

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München ist zu brav, zu spießig, nicht dreckig genug für
Rap? Als ob! München kann Hip-Hop und erst recht Deutsch-Rap. Wir
stellen euch fünf Veranstaltungen vor, die das beweisen. Unter den Interpreten sind einige Münchner Musiker, aber auch gern gesehener Besuch.

1) Ali As im Ampere

Der Rapper Ali As gehört schon seit einiger
Zeit zu den bekannten Gesichtern des Genres. Nachdem der Musiker 2015 als Vorband von Motrip mit auf Tour war, hat er es in den vergangenen Jahren bis an die Deutsch-Rap-Spitze geschafft. Was viele nicht wissen: Ali As ist ursprünglich Münchner. Spätestens seit seinem
Song „Von den fernen Bergen“, der von SXTN gefeatured wurde, ahnt man was er von “Grünwalder It-Girls” und der Münchner Schickeria hält. Am 20.
Oktober
kommt er im Rahmen seiner “Insomnia Tour” zurück nach
Hause und wird im Ampere auftreten.

2) Sound Of Munich Now im Feierwerk

Wo sonst wird der Klang der Stadt München besser präsentiert, als bei Sound Of Munich Now? Am 11. November wird klar,
dass Rap, genauso wie Singer-Songwriting und Indie, zu München gehört. Bei dem
Festival des Feierwerks und der Süddeutschen Zeitung vertreten gleich zwei
Interpreten ihr Genre. Grasime und O zeigen, dass Battle-Rap nicht zwingend mit
Deine-Mutter-Punchlines und babbohafter Attitüde funktionieren muss. Die Songs
von LUX’ neuem Album “24/7 Powernap”, das gemeinsam mit Cap Kendricks und Tom Doolie produziert wurde, wirken
entschleunigend und gehören mit Sicherheit zur Kategorie „chilliger
Deutschrap“.

3) Johnny Rakete in der Milla

Wenn wir gerade schon von chilligem
Deutsch-Rap sprechen: Johnny Rakete gehört mit Sicherheit zu den entspannteren
Dudes seines Genres. Der langhaarige Rapper mit Hipster-Brille kommt
ursprünglich aus Fürth, hat sich aber in den vergangenen Monaten dennoch regelmäßig in
der bayrischen Landeshauptstadt blicken lassen. Nach seinem letzten Auftritt
beim Theatron-Musiksommer am Olympiasee, wird er nun am 16. Dezember wieder zurück kommen. An diesem Samstag wird in der Milla gerappt.

4) Bavarian Squad im Clap Club

Sechs Rapper und vier DJs performen am 18.
November im Clap Club
. Mit dabei sind auch Roger Rekless und Monaco F.
Versprochen sind einige Songs aller Künstler und eine gemeinsame Performance am
Ende. Die Veranstalter bekennen sich zur einzig wahren Aussage: „Weil Mundart einfach besser ist!“.
Dieses Event sollte man also auf keinen Fall verpassen.

5)
SXTN in der Muffathalle

Ja, ja schon klar: Nura und Juju kommen ehrlich gesagt aus dem hippen Berlin und besuchen uns ledeglich. Egal! Allein schon die Tatsache, dass man die beiden
Mädls zu uns nach Bayern holt, zeigt, dass man hier begriffen
hat was guter Deutsch-Rap ist. Nachdem die beiden Rapperinen einige Monate
zuvor das benachbarte Übersee beim Chiemsee Summer Festival unsicher gemacht
haben, kommen sie nun am 21. Oktober zu uns in die Muffathalle.


Text: Anastasia Trenkler

Foto: Daniel HD Schröder

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Laura

Der Herbst begrüßt uns Münchner mit Regenwetter und Wiesn-Anstich. Unsere Autorin behält selsbtverständlich dennoch gute Laune und mischt sich ein buntes Wochenprogramm aus Besuchen im Milla, Lovelace und dem
Museum Fünf Kontinente.

Es ist nass. Dicke Regentropfen fallen auf die Straßen.
Überall geschäftiges Treiben, bunte Regenschirme an grauen Tagen. Die Stadt
spiegelt sich in großen Pfützen. Der Sommer scheint sich verabschiedet zu
haben. Doch auch der Herbst hat seinen Reiz: Tage, die drinnen schöner als
draußen sind und ganz viel Spätsommerlicht.  

Meinen Freitagabend verbringe ich deshalb im Lovelace. Dort
lädt das Hotel auf Zeit zur „Public Roof Night“. Ich erhoffe mir einen Abend,
an dem die Sonne noch einmal die Dächer der Stadt in ihr goldenes Licht taucht.
Anschließend geht’s ab ins Milla. Dort diggen an diesem Abend die DJ´s Dr.
Getdown, Rolf S. Royce, Kesch und Pryme tief in ihren Musiksammlungen, ganz
gemäß dem Motto „Musik, die keiner kennt, ist nicht gleich Musik, die keiner
mag!“
.

Am Samstag findet im Lovelace eine Lesung der Süddeutschen
Zeitung statt. Alexander Gorkow (Seite Drei), Kathleen Hildebrand (SZ.de
Kultur), Juliane Liebert (Feuilleton) und David Pfeifer (Langstrecke)
unterhalten sich über den Soundtrack des Lebens. Vorgelesen werden die besten
Absätze aus der neuen Ausgabe der „SZ Langstrecke“. Dazu spielt die Lovelace
Coverband die Lieblingslieder, die nie oder selten im „Feuilleton“ auftauchen
und die von Menschen geliebt und von Journalisten gehasst werden. Alternativ
findet im Strom an diesem Abend ein Indie- und Elektro-Konzert statt. Für die
Augenblicke im Leben, in denen sich alles perfekt fügt, entsteht ein Momentum
und genau solche Momente sollen dort geschaffen werden. Die richtige
musikalische Untermalung soll einem nichtigen Ereignis ungeahnte Intensität
verleihen.

Nicht vergessen darf man an diesem Wochenende natürlich den
Wiesn-Anstich. Und mit dem Oktoberfest beginnt auch schon wieder für den ein
oder anderen die fünfte Jahreszeit. Ein schneller Jahreszeitenwechsel, der mit
Sicherheit nicht jedem gleicht gut bekommt.

Den Sonntag verbringe ich im Museum Fünf Kontinente, einem
Ort den ich nicht nur an herbstlichen Tagen wie diesen stundenlang aufsuchen
könnte. Doch an diesem Sonntag darf ich mich auf einen spannenden und
interessanten Vortrag der Leiterin der Abteilung
Südasien, Südostasien und Australien, Dr. Michaela Appel freuen. Es geht um
Angkor Wat, Kambodschas strahlender Vergangenheit. Der Vortrag ist Teil und
zugleich das Ende der Ausstellung „Shaded Memories – Der Schatten über
Kambodscha
“, eine Fotografie-Ausstellung von den Spuren der dunklen
Vergangenheit Kambodschas. Die Arbeiten der Fotografin
Ann-Christine Woehrl sind persönliche und intime Reflexionen, die jeden
Betrachter sofort in ihren Bann ziehen.

Am Montag verbringe ich meine Zeit wieder einmal im
Lovelace. Dort findet die Veranstaltung „Movienight“ mit der Hochschule für
Fernsehen und Film statt. Gezeigt werden an diesem Abend drei Arbeiten von
HFF-Studierenden. Im ersten Film „Moonjourney“ von Chiara Grabmayr wird in 120
Sekunden die Geschichte eines sechsjährigen syrischen Mädchens gezeigt, das mit
ihrem Vater flüchten muss. Um ihr die Angst zu nehmen, erzählt der Vater seiner
Tochter, dass es sich um eine Reise zum Mond handle. Der nächste Film
„Invention of Trust“ von Alex Schaad geht es um einen Gymnasiallehrer, der nach
einer rätselhaften Nachricht um sein verletzte Vertrauen in seine Mitmenschen,
aber auch um seinen eigenen Ruf kämpfen muss. „Find Fix Finish“ von Mila
Zhluktenko und Sylvain Cruiziat wird als letzter Film bei der Movienight
gezeigt. Es wird ein expliziter Einblick in die Mittel der Überwachung gegeben
und Erfahrungen gezeigt, die dabei gemacht werden. Es wird spannend!

Das Provisorium feiert am Freitag seine Wiedereröffnung. Am
Dienstag findet dort im Lesesaal die Vernissage zur Ausstellung von
Dreihundertsechzig
statt. Echte 360° Aufnahmen in HQ.  Es ist die erste “Tiny
Planet/360°”-Ausstellung, die vom 19. – 23.09.2017 in München zu sehen
sein wird.

An diesem Mittwochabend startet das Milla wieder mit dem
Milla Song Slam
in die neue Saison. Startplätze sichern lohnt sich!

Am Donnerstag geht es für mich die Vernissage  „ A World of My Own“ von Laura Zalenga und
Korbinian Vogt. Die Gallerie von Ingo Seufert bietet aktuelle Kunst junger
Fotografen, wobei größter Wert auf qualitativ hochwertige und anspruchsvolle
Arbeiten gelegt wird. Ich freue mich auf die beiden und ihre Werke!

Der Startschuss fürs Wochenende fällt für mich im Milla.
Funk Related:
Florian & Ana Ana
heizen dort mit richtiger Anti-Mainstream Musik ein. Von Funk über Boogie, von
Rap zu Soul, bis hin zu Reggae und Jazz ist alles dabei. Egal ob neu oder alt,
eine Reihenfolge gibt es nicht!

Genauso buntgemischt wie die Musikwahl im Milla geht für
mich die Woche zu Ende. Der Herbst mit seinem bunten Meer aus Blättern, den
kühlen Regentagen und letzten Sonnenstrahlen wird wohl aber noch ein bisschen
bleiben.

Text: Laura Schurer

Foto: Privat

Ein Abend mit: Chuck Winter

“Besoffen kommen die besten Ideen”, sagt Chuck Winter zu seinem Notizbüchlein, das er nachts immer dabei hat. Wenn die Gedanken nur so kreisen, ist er gerade bei Lilli’s Kiosk oder, zu späterer Stunde, beim unkontrollierten Tanzen im Cord Club aufzufinden.

Name: Chuck Winter
Alter: 22
Beruf: Musiker / Student
Internetseite / Band: www.chuckwintermusic.com

Hier beginnt mein Abend:
Bei Lilli’s Kiosk in der Jahnstraße: Kühles Bier mit Freunden vor’m Kiosk, dann geht’s auf ein Konzert oder in den
Rennsalon in der Baldestraße!

Danach geht’s ins/zu:
Ab zum
Tanzen in den Cord Club, ins Awi oder in die Milla! Und wenn mir nicht nach
tanzen ist, wird bis in die Puppen im Rennsalon geblieben oder bei gutem Wetter
in der Kolosseumsstraße oder am Baldeplatz der Abend genossen.

Meine Freunde haben andere Pläne. So überzeuge ich sie vom Gegenteil:
Bei
einem Bierchen bei der Lilli ist man einfach dabei, da gibt’s keine Ausreden!
Schwieriger wird’s beim Feiern. Dann wird halt mit ‘nem Freibier gelockt.

Mit dabei ist immer:
Notenbüchlein
und Stift, besoffen kommen die besten Ideen.

An der Bar bestelle ich am liebsten:
Ein
Bier ist nie verkehrt, wenn‘s dann aber herber werden soll, bin ich immer für
‘nen guten Whiskey oder einen Munich Mule zu haben.

Der Song darf auf keinen Fall fehlen:
Dogheart II – The Growlers beim Losgehen und 22 (OVER S∞∞N) – Bon Iver beim Heimgehen.

Mein Tanzstil in drei Worten:
ÜBERKRASS
– BLAMABEL – UNKONTROLLIERT.

Der Spruch zieht immer:
„Suh
dud“.

Nachts noch einen Snack. Mein Geheimtipp ist:
Die Batzi Box in der Müllerstraße.
Schweinebraten to go!

Meine dümmste Tat im Suff war:
In San Francisco dem Türsteher den Fake-ID zeigen und drauf beharren, dass er echt ist.

Das beste Frühstück nach einer durchfeierten Nacht gibt`s im/bei:
Bei
der Bäckerei gegenüber von Zuhaus, da ist‘s dann nicht mehr weit zurück ins Bett und
man trifft evtl. noch auf ein bekanntes Gesicht.

Diesem Club/dieser Bar trauere ich nach:
Atomic Café

Foto: Christin Büttner

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Laura-Marie

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Mehr Sommer wird nicht! Deshalb entscheidet sich unsere Autorin für ganz viel Draußensein: ob beim Straßenfest in der Türkenstraße, einem Mädelsflohmarkt im Feierwerk oder dem dreitägigen Sommerfest im Container Collective.

Ich
träume vom Sommer meines Lebens. Von Tagen und Nächten, die nie zu Ende gehen
wollen. Von Sonnenuntergängen auf Münchens Dächern. Von Straßenfesten, die bis
zum nächsten Morgen dauern. Vom Gefühl, den schönsten Sommer des Lebens zu
feiern. Mit guter Musik und den besten Freunden. Und was bringt mich meinen
Tagträumen näher, als ein vielfältiges Wochenprogramm…

Als
erstes geht es für mich am Freitag zum Future Jam in die Milla. Die Münchner
Rapper Boshi San & Lux plus Waseem (Monaco Freshprinz) laden an
diesem Abend zu einem Benefiz-Jam ein. Dabei teilen sich die Künstler Diaspora, Einshoch6, Physical Graffiti (USA),
DSDNG, Maloon the Boom (CH) und YoungstaCPT (ZA) die Bühne mit
einer brandneuen Rap-Crew: einer Crew, die aus jungen Geflüchteten besteht, die
die Berufsintegrationsschule „Future Campus“ in Oberschleißheim besuchen und
als die Special Guest des Abends gelten! Nach der Liveshow folgt die Party mit
vielen geladenen DJs. Der gesamte Erlös dieses
Abends (Eintritt ab 8 Euro) fließt in einen Sozialfond, der die Schüler in
akuten Notlagen unterstützen soll. Ein cooler Abend für einen guten Zweck!
Später geht es dann auch für mich noch auf das legendäre Uni-Sommerfest. Statt
mit Büchern im Gepäck zur nächsten Vorlesung zu hetzen, werde ich dort durch den
Lichthof der LMU von Hörsaal zu Hörsaal tanzen!

Mein Samstagsprogramm starte ich beim
Mädelsflohmarkt im Feierwerk. Ganz gemäß dem Motto „Von Mädels für Mädels“
lässt es sich hier mit den besten Freundinnen von 17 Uhr an durch die verschiedensten,
ausgefallensten und einzigartigsten Stände stöbern. Danach zieht es uns aufs Türkenstraßenfest. Bereits von 14 Uhr an kann man sich
dort von der Menge treiben lassen und sich von vielen verschiedenen
Essensmöglichkeiten inspirieren lassen. Das Line-up des Abends: BUSON
(Munichopenminded), THE PRETTY BOY (Crux) und DJ
HOTSAUCE (Beastin), die für die offizielle Aftershowparty einstimmen! Auf der
knallt’s dann so richtig – und auch noch doppelt: von 22 Uhr an findet im Lucky Who und Bob Beaman die erste Block Party Supreme mit den
DJs Ales (100BlackDolphins) und Der$han (edmoses) statt.

Am Sonntag heißt es dann „Oper für alle!“: Richard
Wagners Tannhäuser wird live aus dem Nationaltheater auf den Max-Joseph-Platz
übertragen. Moderieren wird dieses einzigartige Fest Thomas Gottschalk. Wetten,
das wird großartig…?

Zu den besten Nächten des Jahres zählen für mich
die, die man unter freiem Himmel verbringt. Am Dienstag geht es für mich
deshalb zum Kino, Mond & Sterne an der Seebühne im Westpark. Gezeigt wird der Film
„Moonlight“, der bei der Oscarverleihung 2017 zum besten Film des Jahres
ausgezeichnet wurde und den man unbedingt gesehen haben sollte.

Am Mittwoch und Donnerstag findet ein großer
Büchermarkt, organisiert von Buchwissenschaftsstudiengängen der LMU, in der
Schellingstraße statt. Zwischen 10 und 18 Uhr kann man hier gemütlich
stöbern, die ein oder andere Strandlektüre für die anstehenden
Sommersemesterferien finden und sich bei Crêpes und anderen Leckereien über die
besten Ferienlektüren austauschen. Der Erlös geht an die Studenten, die sich
damit eine Fahrt zur Frankfurter Buchmesse finanzieren.

Mittwochabend wird dann weitergerappt:
Infidelix, der Street-Rapper aus Texas und wohl erste Rap-Backpacker Europas, gibt sein Debutalbum „Busk Life“ im
Cord Club
zum Besten.

Den Donnerstagabend habe ich mir für eine Premiere
in den Münchner Kammerspielen
reserviert: „Glückliche Tage“ von Samuel Becket.
Es geht um ein altes Paar, Winnie und Willie, die sich einander eingegraben
haben – in Routinen, Erinnerungen und Gegenständen. Thematisiert wird mit
dieser Inszenierung die Einsamkeit im Alter und damit einhergehend, wie sich
Denken und Sprechen voneinander unterscheiden. Dabei handelt es sich um ein Drittjahresprojekt des Regiestudiengangs der Otto-Falckenberg-Schule, unterstützt durch die Richard-Stury-Stiftung.

Am kommenden Freitag startet ein dreitägiges
Sommerfest im Container Collective am Ostbahnhof. Nähere Infos zum Programm
gibt es leider nicht, man darf sich aber auf jede Menge Kreativität und
Interaktivität freuen. Darunter Tombolas, Workshops und jede Menge gute Musik
und leckeres Essen! Ich freue mich, meine Woche zwischen knallbunten
Containern, die von Sonnenstrahlen in warmes Licht getaucht werden, inmitten vieler kreativer
Menschen mit spannenden Projekten bei guten Gesprächen ausklingen zu lassen und
festzustellen: Tagträumen geht immer und überall und am schönsten ist es doch,
wenn manche Träume sich mit der Realität vermischen und unvergessliche
Erinnerungen schaffen. Drum Sommer, bleib doch noch ein bisschen, wir haben noch
so viel vor!

Text: Laura-Marie Schurer

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag mit Anastasia

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Unsere Autorin zieht es kommende Woche aufs Glockenbachfest, zum Sprungbrett-Finale im Feierwerk und vor allem: aufs Tollwood für das StadtLandRock-Festival. Dort gibt es umsonst die Crème de la Crème der Münchner Newcomer-Band-Szene zu hören.

Ein jeder kann sich noch an die Zeit nach dem Abitur zurück erinnern. Wenn man erst realisiert hat, dass die Schulzeit tatsächlich vorbei ist und die große Erleichterung spürbar wird, dann folgt eine wichtige Feststellung: Du bist jetzt frei! Sommer, Sonne und unfassbar viel Zeit. Die Schulsachen werden ins letzte Eck des Zimmers verbarrikadiert. Nun sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um endlich wieder auszuspannen und die schönste aller Jahreszeiten in vollen Zügen zu genießen. Auf mich wartet eine Münchner Sommerwoche, und die beginnt an diesem Freitag:

Zuerst geht es für mich zum EAT WE Markt und zur Ausstellung an der Kunstakademie. Esswaren werden an Marktständen zum Verkauf angeboten, Teilnehmer des Markt- und Ausstellungsprojekts diskutieren am „Stammtisch“ mit dem Publikum und Kunstarbeiten werden in Kantine und Kiosk gezeigt. Kunst und Essen – super Kombi!

Abends treffe ich mich mit Freunden im Feierwerk. Hier findet das Finale des Wettbewerbs zur Band des Jahres statt. Beim Sprungbrett-Förderprogramm treten fünf Finalisten an: Stella Sezon, Delamotte, BETA, Paul Kowol und MULLEIN. Klar, dass ich meinen Favoriten unterstützen möchte! Doch ganz egal, wer am Ende zum Sieger auserkoren wird, ich freue mich über tolle
Künstler, vielseitige Musik und die Möglichkeit zu tanzen.

Auch der Samstag wird sehr künstlerisch. Die Akademie der Bildenden Künste lädt zur Performance MASSIVE KONFORMITÄT ein. Im Städtisches Atelierhaus am Domagkpark zeigen Studierende ihre eigens zum Thema „Fade“ entwickelte Performance. Zentrales Motiv ist das Stempeln. Abstempeln, den Stempel aufdrücken, Kategorisieren, in eine Schublade
stecken. Das Thema scheint sehr vielseitig und in meinen Augen auch sehr wichtig zu sein. Mal sehen, was mich dort erwartet.
Etwas später steht das Glockenbachfest auf dem Programm. Gemeinsam mit Freunden schlender ich von einem Infostand zum nächsten und erfreue mich an vielen beliebten Gastronomen des Glockenbachviertels.
Hier nimmt der Abend jedoch noch lange nicht sein Ende. Um 23 Uhr öffnet die Milla ihre Türen zur Moop Mama Aftershowparty. Nur einige Stunden zuvor spielte die Münchner Band auf dem Tollwood. Auch das hätte ich mir eigentlich nicht entgehen lassen wollen. Weil ich mein Wochenende aber so bunt und vielfältig wie möglich gestalten möchte und ich die Jungs einige Wochen zuvor bereits auf dem Festival im Grünen sehen durfte, meine ich, dass mir die
Aftershowparty für heute genügen dürfte.

Puh! Okay, das war am Samstag doch ein sehr breites Programm. Egal, auch ein Sonntag soll ausgekostet werden. Heute lasse ich es dennoch etwas ruhiger angehen. Das Kreativquartier München in der Dachauer Straße bietet heute einen spannenden Workshop zum Thema „Plastikfrei Leben“ an. Jedem dürfte klar sein, dass bewusster Konsum und Reduktion von Verpackungsabfällen wichtig sind. Mir scheint es trotzdem noch so zu sein, als ob man bei der Umsetzung noch etwas Hilfe gebrauchen könnte. Tipps können nie schaden! Neben vielen Informationen bietet der Workshop auch einige thematische DIYs an. Ich bin gespannt! Am Abend wird mit Freunden an der Isar ausgespannt. Schließlich wartet in einigen Stunden der …

Montagmorgen auf uns. Für viele meiner Freunde steht Arbeit und Uni auf dem Programm, während ich noch etwas länger liegen bleiben kann und ohne schlechtes Gewissen weiter faulenze. Gegen Nachmittag raffe ich mich dennoch hoch. Schließlich will die neu erworbene Freiheit gut genutzt werden! Ein filmreifer Tag steht mir bevor. Nur schwer kann ich mich zwischen zwei Veranstaltungen entscheiden. Zur Auswahl steht das „Fail Meets the Art – Epic Fail Night Filmfest“ und die Aufführung „Expedition Happiness“ im Open Air Kino, Mond & Sterne. Nach langem Überlegen entscheide ich mich dennoch für einen Besuch des Kulturstrands und somit der „Epic Fail Night“, bei der Menschen über das Scheitern reden, was schief gelaufen ist, und über
die Learnings daraus. Dieses Mal in Kooperation mit dem Filmfest München – denn in der Filmbranche geht oft was schief. Lernen wir daraus und feiern diejenigen, die darüber sprechen!

Okay, ich gönne mir einen Tag wirklicher Faulenzerei! Keine Veranstaltungen stehen an diesem Dienstag auf dem Programm. Ausgeschlafen schwinge ich mich aufs Fahrrad und treffe mich auf ein Picknick an der Isar. Hier wird den ganzen Tag in der Sonne gelegen und vor sich hin geschlemmert. Auch ohne Zeitplan und Veranstaltungen eine gut genutzte Alternative für einen Tag in München.

Mitte der Woche. Weil ich mich am Montag gegen das Open Air Kino entschieden hatte, nehme ich mir heute vor, zu der Preview von „Einmal bitte alles“ ins Kino, Mond & Sterne zu gehen. Mich erwartet ein Film über geplatzte Zukunftsträume und das Erwachsenwerden, alles verpackt in einer recht lebensnahen und spannenden Alltagsgeschichte. Schließlich hat München einige Open-Air-Locations zu bieten und ganz egal, ob man sich schlussendlich für einen Kinobesuch, einen Cocktail auf dem Tollwood oder einen Partyabend entscheidet, für mich steht Freiluft ganz weit oben auf der Sommer-To-Do-Liste.

Okay, okay, vergesst alle Dinge, die meine Woche bisher zu bieten hatte, denn heute ist Donnerstag und ab heute wird es erst so richtig spannend! Drei Tage Stadt Land Rock stehen auf dem Programm. Drei Tage, zwölf Künstler, und ganz viel Tollwood. Der Eintritt ist frei und ich freue mich sehr darauf, am heutigen Donnerstag ab 19 Uhr Chuck Winter Music, Nikolaus Wolf, Jordan
Prince
und KLIMT hören und sehen zu können.

Und gleich am Freitag geht`s schon wieder weiter. Nachdem ich traditionell Ofenkartoffeln auf dem Tollwood verspeist und die vielen kleinen Läden unersättlich abgeklappert habe, schlendere ich in Richtung Stadt-Land-Rock-Bühne. Selbe Uhrzeit, anderes Line-up. Heute erwarten mich Künstler wie WENDEKIND, MATIJA, MOLA und Liann. Erneut ein richtig guter Start ins Wochenende! Tanzend und der Musik lauschend blicke ich recht stolz auf meine Woche zurück: gut genutzt, vielseitig und frei.

Text: Anastasia Trenkler

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag mit Serafina

Unsere Autorin zieht es kommende Woche unter anderem zur Braunauer Brücke zu einem großen Picknick, organisiert von Mit Vergnügen München. Außerdem: die Whiskey Foundation im Strom und der Weltflüchtlingstag mit Bellevue di Monaco.

Als
zurgroaster Saupreiß freue ich mich immer wieder aufs Neue auf die bayerischen
Feiertage. Fronleichnam kenne ich aus Niedersachsen nicht. Heißt also, dass ich
mir am Freitag freigenommen hab und
das bedeutet: verlängertes Wochenende! Dies zelebriere ich mit dem Forward
Festival
in der Alten Kongresshalle. Die Idee hinter dem Forward
Festival besteht darin, dass die „kreative Community Meinungen
austauschen, sich gegenseitig inspirieren und voneinander lernen kann“. Klingt
spannend, vor allem freue ich mich auf die Diskussionen mit den Künstlern,
Redakteuren oder Musikern. Danach geht es ins geliebte Strom: Das Momentum findet wieder
statt, meine Lieblingsparty. Viel Indie, viel Alternative und Electro, ich freu
mich drauf!

Für den Samstag hab ich mir sehr viel
vorgenommen: Mittags geht es ins Feierwerk. Dort findet die dritte Runde des Hip-Hop-Flohmarkts statt: CDs
(ich liebe retro), Collegejacken und Sneaker kann man ergattern. Ich freue mich
auf die Schätze, die darauf warten, von mir entdeckt zu werden. Später geht es
auf das Icecream
Festival
in den Mars Markt. Ein Eisjunkie wie ich freut sich
natürlich auf die vielen verschiedenen Eissorten vor allem bei dem tollen
Wetter. Abends geht es wieder ins Strom. The Whiskey
Foundation
treten auf mit Matthew
Matilda
als Support und im Anschluss ist wieder die Visions
Party
. Besser kann der Abend nicht laufen!

Nach diesem
ereignisreichen und vor allem musikalischen Wochenende lasse ich den Sonntag entspannt angehen. Auf der
Braunauer Eisenbahnbrücke organisiert Mit Vergnügen München ein großes
Picknick. Mit einem
kühlen Radler in der Hand hocke ich an der Isar und lasse den Sonntag entspannt
ausklingen.

Nach so
viel Action in den letzten Tagen kam die Uni etwas zu kurz. Die Bib und die
Arbeit rufen, am Montag bin ich also
ganz produktiv.

Am Dienstag ist Weltflüchtlingstag. Das
Bellevue di Monaco lädt abends zu einem Fest unter dem Motto „Mia san ned
nur mia
!“ ein. Es gibt Musik, Tanzperformances, Fotoausstellungen
sowie Filmvorführungen und Kulinarisches, der Eintritt ist frei.

Am Mittwoch geht es endlich wieder los mit
dem Sommertollwood: 25 Tage
Konzerte, Essen und der Geruch nach Räucherstäbchen. Da es wahrscheinlich sehr
überlaufen sein wird und die Konzerte, die ich besuchen möchte, an anderen
Tagen stattfinden, fahr ich ins Theater LEO 17. Lea Gockel und Amy
Brinkmann-Davis von der Studiobühne TWM inszenieren „Hedda“, ein Stück
von Henrik Ibsen, das seine Uraufführung im Residenztheater 1891 hatte, aber
bis heute nicht an Aktualität verloren hat: Wie können wir unser Potenzial voll
ausschöpfen und inwiefern sind wir für unser Schicksal selbst verantwortlich?
Ich bin gespannt auf die Antworten!

Am Donnerstag beginnt wieder das Filmfest München, bei der
bis 1. Juli über 180 Premieren aufgeführt werden. Dieses Jahr gibt es zwei
Themen: „Youth on the Move“, bei der Jugendliche „gegen politische
Ignoranz und kapitalistische Denkmuster aufbegehren“, sowie „Kreativer
Widerstand“, bei dem das politische Autorenkino sein Comeback feiert. Da ich
leider für den Eröffnungsfilm „Un Beau Soleil Intérieur“ von Claire Denis leider
keine Karten mehr ergattern konnte, gehe ich ins Milla zum JazzJam.

Und am Freitag ist wieder eine Woche vorbei
und ich durchforste Facebook nach coolen Veranstaltungen. Ich entscheide mich für
das Geh tanzen
– U better move
im Ampere. Tanzen zu Funk, Soul, Oldschool Hip Hop,
Latin und Electro mit Rawnfunkie, DJ Bobby Evs und Saman. Die Eventbeschreibung
orakelt die „ersehnte Abwechslung zur musikalisch vorherrschenden Monotonie in
der Münchner Clubkultur“. Ganz so monoton finde ich die Clubkultur zwar nicht
(wenn man von den üblichen 08/15-Bars absieht), aber bin sehr gespannt, ob die
ersehnte Abwechslung tatsächlich herbeigeführt wird…

Text: Serafina Ferizaj

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag mit Antonia

image

Unsere Autorin verschlägt es

nächste Woche

trotz ihres Zeitfresser-Projektes Bachelorarbeit sogar nach Dachau: das White Paper Festival öffnet seine Pforten. Ansonsten gibt es Polit-Slam im Heppel & Ettlich und das Hinterhoffest in der Geyerwally.

Sommer in der Stadt! Und was gibt es besseres, als bei
schönem Wetter (okay, manchmal auch Sommerregen) durch die Stad zu streunern?
Wenn da nur nicht diese Bachelorarbeit wäre, aber naja, die Abgabe ist ja erst
in vier Wochen.

Mein Wochenende startet am Freitagabend im Westpark. Dort
fängt nämlich das Open-Air-Kino “Kino, Mond & Sterne“ an. Der Eröffnungsfilm ist
zwar nicht ganz so romantisch wie die Atmosphäre dort vor dem See, aber bei der
bayerischen Komödie „Schweinskopf al dente“ gibt es bestimmt viel zu Lachen.

Samstag heißt es dann früh aufstehen, um noch ein paar Texte
für die Bachelorarbeit zu lesen. Bei schönem Wetter mache ich das im Englischen
Garten, da kann man zwischendurch sich mal im Eisbach abkühlen oder Leute
beobachten, wenn der Text mal wieder etwas, nun ja, seicht ist. Nachmittags geht’s
dann ab in die Geyerwally. Die feiert ihren 60.Geburtstag und da lass ich es
mir natürlich nicht nehmen persönlich vorbeizuschauen und ein, zwei Bier zu
trinken. Neben Bier gibt’s auf dem Hinterhoffest auch Live-Musik von der
Münchner Band Peperella. Alles, was es für einen sommerlichen Samstagabend
braucht.

Der Sonntag wäre nicht der Sonntag, wenn ich nicht
verschlafen würde und dann im Pyjama am Schreibtisch mit einer Kaffeetasse in
der Hand sitzen würde. Die Bachelorarbeit schreibt sich leider nicht von
alleine und ein Ghostwriter würde mein Konto eindeutig sprengen, also muss ich
da wohl selbst ran. Abends ist es dann aber auch wirklich mal gut, da muss ich
dann wieder mein WG-Zimmer verlassen. Und es zieht mich zu den Sunday Sessions
ins Lost Weekend
. Da gibt es Musik unplugged, dieses Mal von SON OF THE VELVET
RAT und DoublePlusGood. Alles in sehr intimem Rahmen, also perfekt für einen
entspannten Sonntagabend.

Juhu, Montag! Okay, das nehme ich mir nicht mal selber ab.
Aber diese Woche gibt es immer hin einen Feiertag (Gott segne das katholische
Bayern!) und eigentlich ist beim Bachelorarbeit schreiben eh jeder Tag gleich.
Ich habe jeden Tag das gleich schlechte Gewissen, mal wieder null Seiten zu
schreiben. Und an diesem Montagabend lässt sich sogar mein Studium mit
Vergnügen kombinieren. Der Polit-Slam im Heppel & Ettlich ist wie gemacht
für motivierte Politikwissenschaftsstudentinnen wie mich. Dort treten vier Politiker
gegen vier Poetry Slammer an, und die Jusos Bayern können gleich beweisen, was
die junge SPD nach den herben Rückschlägen der vergangenen Monate noch so zu
entgegnen hat.

Am Dienstag geht es dann ab auf’s Tunix-Open-Air. Bei dem
Studenten-Festival, dass jedes Jahr auf der Wiese zwischen Glyptothek und TU
steigt, gibt es bei freiem Eintritt lokale Münchner Bands zu sehen. Außerdem
gibt es da auch immer sehr leckeres Essen und die Nähe zur Uni macht es perfekt
um zwischendurch in der Bib auch produktiv zu werden. Und das Festival steigt
auch nicht nur am Dienstag, sondern die ganze Woche von Montag bis Freitag.

Mittwoch ist es dann soweit. Ich schreibe tatsächlich an meiner
Bachelorarbeit. Andernfalls muss ich wieder vor meinen Dozenten treten mit
leeren Händen und das wäre tatsächlich etwas peinlich. Abends findet sich dann trotzdem noch Zeit für ein kulinarisches Event der besonderen Art: Essen&Liebe veranstalten ab 18:30 Uhr ein wunderbares Abendessen für maximal 25 Leute. Kosten fürs Buffet 16 Euro, der Ort wird am Tag davor bekannt gegeben. Die Singer/Sngwriterin Spring – Music gibt ein paar ihrer Songs zum Besten. Anmeldung erforderlich.

Donnerstag = Feiertag. Das klingt wie Musik in meinen Ohren.
Die Bibliothek hat an Feiertagen nämlich auch zu, also bleibt mir gar nichts
anderes übrig, als den Tag zu genießen. Ich bekomme Besuch von einer Freundin
aus Finnland und zeige ihr die Stadt. Los geht es mit einem leckeren Frühstück
auf dem Urban Breakfast Market auf dem Mars Markt. Da gibt es von Eggs Benedict
bis vietnamesischem Porridge alles, was das Frühstücksherz begehrt. Weiter geht
es mit einer Tour durch die Hotspots von München und am Abend geht’s ab in die
Milla zu Burkini Beach. Der Musiker hat grade sein erstes Solo-Album
rausgebracht, und das lohnt es sich bestimmt in gemütlicher Atmosphäre in der Milla
anzuhören.

Schon wieder ist es Freitag und das nächste Wochenende steht
bevor. Da zieht’s mich raus ins Münchner Vorland, nach Dachau. Da startet
nämlich das White Paper Festival für Design, Künste und Musik. Angela Aux, Ami
Warning und viele weitere treten dort auf, und das Beste daran ist, dass es für
einen guten Zweck ist. Mit den Eintrittsgeldern unterstützen die Veranstalter
Organisationen wie die EinDollarBrille oder die Weitblick-Jugendhilfe in Dachau.

Text: Antonia Franz

Foto: Privat