Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Max

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Wenn es um Jazz geht, ist unser Autor einfach unersättlich. Daher lässt er es sich diese Woche im frühlingshaften München so richtig gut gehen: Mit der Jazzrausch Bigband im Harry Klein oder der Jazz-Jamsession in der Pasinger Fabrik zum Beispiel.

Ach Frühling – endlich bist du da. Endlich nach dem
Spazierengehen die Zehen noch spüren, endlich wieder lieber Fahrrad statt
U-Bahn fahren, endlich das Cabriodach des Autos wieder aufmachen… Halt. Ich
hab ja gar kein Cabrio. Geschweige denn ein Auto. Egal, denn zu den Events
nächste Woche komm ich auch sehr gut mit der U-Bahn. Oder eben mit dem Fahrrad.
Oder zu Fuß.

Am Freitag wird es da gleich mal spannend. Denn
ich konnte ein Ticket für den inzwischen längst ausverkauften Auftritt von Shahak
Shapira
ergattern. Über das Internet erlangte der jüdische Autor
und Satiriker vor allem Bekanntheit durch seine

“Storys vong der holygen
Bimmbel” und das Projekt “Yolocaust”. Wie allerdings seine Live-Show
aussehen wird, das ist mir nach wie vor ein Rätsel. Danach geht’s natürlich
noch weiter. Jamsession in der
Kongress Bar – Pflichttermin!

Den Samstag verbringe ich draußen. Ist ja schließlich
Frühling. Aber auch ein wenig in der Hoffnung, Ryan
Inglis und Freddy González
auf einer ihrer Stationen
quer durch die Stadt über den Weg zu laufen. Die beiden Singer-Songwriter spielen
über zwölf
Stunden verteilt Konzerte an sechs verschiedenen Orten,
um
Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

Am Abend geht’s dann ins (H/M)arry Klein, wo die Jazzrausch
Bigband
auftritt – allerdings passend zum Frauenmonat des Clubs
nur die Mädels der Besetzung. Letzte Station für den Samstag ist die Milla, wo
bei “Can
You Dig It?
” wieder ausschließlich vermeintlich unbekannte Hits
aufgelegt werden. Jeder, der einen Song kennt, bekommt einen Drink aufs Haus.

Aufgrund meiner herausragenden Musikkentnisse fällt der
Kater am Sonntag etwas schlimmer aus. Zum Katerfrühstück geht’s ins
H’ugo’s zum New
York Brunch
. Das tut gut! Noch mehr Essen gibt’s dann abends: Unter
dem Namen “Soulfood
to go
” präsentiert der Münchner Jazzchor
“Catchatune” sein aktuelles Programm im Gasteig. Wenn’s um Jazz geht,
bin ich einfach unersättlich.

Nach einem langen Verdauungsschlaf stehe ich am Montag
erst um 19 Uhr auf. Ich hab schließlich Semesterferien! Gerate dann aber doch
noch richtig in Stress, denn eigentlich wollte ich um 19:30 Uhr beim “Bless
The Mic – Rap meets Poetry
” in der
Glockenbachwerkstatt sein. Rap und Poetry-Slam – zwei Sparten mit vielen
Gemeinsamkeiten. Welcher Rapper wohl am Ende die goldene Winkekatze mit nach
Hause nehmen wird?

Dienstag. Das Wetter ist immer noch herrlich. Deswegen beschließe
ich, den Abend mit grillen – chillen – Bierchen killen zu verbringen. Dank der
Sommerzeit ist es jetzt ja wieder länger hell. Erst bei Einbruch der Dunkelheit
zieht es mich zur Jamsession der
Münchner Jazzschool in die Pasinger Fabrik.

Musik hab ich jetzt wirklich schon viel gehabt diese
Woche. Deswegen lasse ich am Mittwoch (ein bisschen wehmütig) das
Doppelkonzert von Inside
Golden und den Black Submarines
im Unter Deck ausfallen.
Stattdessen widme ich mich einem Blatt Papier. Und zwar genau im Format A5. Das
ist nämlich das Konzept des Abends “1000
Drawings
” im Lost Weekend. Es wird gezeichnet – egal wie,
egal was, Hauptsache auf ein A5-Blatt. Und die besten Kunstwerke werden am Ende
für einen guten Zweck verkauft. Vielleicht entdecke ich ja doch noch den
Zeichner in mir.

Ok, ein Zeichner werde ich nicht mehr. Das denke ich mir
am Donnerstagmorgen. Dann eben Fotografie. Die ideale Inspiration dafür
gibt es heute in der Immagis Galerie, wo Fotograf Marc
Hom
Porträtfotos von bekannten und einflussreichen
Persönlichkeiten ausstellt. Danach aber wieder zurück zu dem, was ich kann:
Musik. Und da gibt’s heute wirklich ein vielfältiges Angebot: Johnny
Rakete
in der Milla, das Beat-Battle “OneBeat
SampleSlam
” im Bahnwärter Thiel oder unser alter Bekannter Ryan
Inglis zusammen mit Julian Heller
im
Kyeso. Ich bin planlos.

War ja klar. Ich war so überfordert von der Flut an
Angeboten, dass ich den Abend letztendlich daheim verbracht hab. Egal, denn am Freitag
steht noch ein Highlight zum Wochenabschluss an. Altsaxophon-Gott Maceo
Parker
kommt in die Muffathalle! Seine Show, die sich
wahrscheinlich am besten als Drei-Stunden-Jamsession auf sehr hohem Niveau
bezeichnen lässt, weckt Frühlingsgefühle bei mir und bei jedem Liebhaber des
Funk und Soul. Auf viele weitere Wochen wie diese im frühlingshaften München!

Text: Maximilian Mumme

Foto: Serafina  Ferizaj

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Laura

Angeregt durch die Ausstellung „The hot Plate“, begibt sich unsere Autorin diese Woche auf eine Reise durch die unterschiedlichsten Emotionen. Dabei geht es zum Beispiel um brennende Herzen im Bahnwärter Thiel, oder die pure Vorfreude auf Nick Yumes EP-Release-Party im Strom.

Mal ist man
unendlich glücklich, sodass man aus Freude weinen oder vor Glück zerspringen
könnte. Mal ist man unendlich traurig, sodass man nur noch dumpfe Verzweiflung
verspürt oder seine Wut nicht mehr länger zu bändigen weiß. Extreme Emotionen,
die unerwartet auftreten, die manchmal schwer auszuhalten sind oder aber, die
wir uns wünschen, für immer beizubehalten. Jeder kennt sie. Doch was sind
die Auslöser dafür?

Die
Kommunikationsdesignerin Linda Nübling geht den Fragen zu extremen Emotionen
und deren Wirkungen nach. Zusammen mit der Fotografin Kerstins Kopf konzipierte
Linda die Ausstellung „The hot plate – a collection of advice“. „Hot plate“
bezeichnet die Gefühle von rasender Wut, beengender Angst aber auch
zerreißendem Glück – extreme Emotionen eben. Ausgestellt werden 26
großformatige Drucke, die dem „heißen Teller“ ein Gesicht geben. Am Freitag
findet ab 17 Uhr die Vernissage im Köşk statt. Ich bin gespannt und weiß nicht, ob ich vor Freude lachen
oder weinen soll, denn diese Woche hat so einiges (emotional) zu bieten.

Nach „the hot
plate“ werde ich ab 21 Uhr in der Glockenbachwerkstatt anzutreffen sein. Dort findet nämlich eine Jukejoint-Session
statt. Ich darf mich auf eine Mischung aus Jazz,
Hip-Hop, Neo Soul & Electronica freuen!

Am Samstag
muss ich zwischen zwei Veranstaltungen wählen, die beide mit vielen
interessanten Künstlern werben. Zum einen bringt das Lost Weekend die
Aktionswoche „Mit allen Wassern gewaschen“, die anlässlich des Weltwassertags (22.
März) stattfindet, auf ihren Höhepunkt: „Wasser auf die Ohren! feat Schu &
Roger Rekless
“ verspricht einen Abend, an dem man sich in einer Woge aus Rap-
und Hip-Hop-Begeisterten zu den passenden Tönen treiben lassen kann. Der Erlös
des Abends geht dabei als Spende an die WASH-Projekte (WAter, Saniation and
Hygiene) der Organisation „Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.“, die sich
dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser
haben. Alle für Wasser – Wasser für alle!

Ähnlich sozial, aber unter gegenteiligem
Motto veranstaltet das Bahnwährter Thiel zusammen mit dem
Wanderzirkus-Kollektiv das alljährliche AfrikaBurn-Fundraising-Festival. Statt
einer Wasserschlacht aus Rap und Hip-Hop darf man hier einzigartig inszenierte
Live-Acts und DJs erwarten. Das Motto lautet „Your fire is what keeps us
burning“. Ob sie es schaffen das Feuer in meinem Herzen zum Brennen zu bringen
oder ob ich mich doch für einen Tauchgang im Lost Weekend entscheide, werde ich
am Samstag spontan entscheiden.

Der Sonntag ist für mich bereits
entschieden. Veranstaltungstechnisch sowie emotional. Nick Yume startet mit
seiner ersten Tournee „Prison“ zu seiner gleichnamigen EP im Strom in München.
Zeitgemäßer Pop, inspiriert aus einer Vielfalt musikalischer Genres und dazu Lyrics,
entstanden aus Realität und Fantasie. Vorfreude pur!

Montags
verschlägt es mich ins Milla. Dort geht es weiter auf der Reise durch die
unterschiedlichsten Emotionen mit allen Höhen und Tiefen. Die Band „Palace“
präsentiert mit ihrem Debütalbum „So Long forever“
, ganz frühe, aber auch sehr
neue Songs. Auf jeden Fall eine Reise wert!

Meinen Dienstagabend verbringe ich voraussichtlich im Feierwerk bei
deutscher Popmusik von Louka und Kaind. Louka gilt als Sängerin, die ihre Texte
in simplen

Pop-Arrangements bettet,
bestehend aus eindrucksvollen Beats, funky Gitarren-Licks und
eigenwilligen Synth-Melodien. Konventionen bricht auch Kaind mit seiner Musik.
Mit

minimalistischen und doch komplexen Songs überrascht er sein Publikum.

Am
Mittwoch
geht es für mich in die Glockenbachwerkstatt. Dort spielen die
beiden Solo-Performer und Singer-Songwriter Mäkkelä &
Nightbird
. Ein Abend mit ihnen wird als Konzertabend von selten zu erlebender
Intensität beschrieben. Ihre Songs sollen expressiv-düster,
zwischen Pop Noir und Folkpunk angesiedelt sein und sich nach einer Mischung
aus purem Glück und bitter-süßem Schmerz anhören. Ich mache mich erneut auf
extreme Emotionen, aber vor allem das Unerwartete gefasst.

Der Donnerstag verspricht emotional geladen
weiterzugehen. Im awi geht es erneut auf die Suche nach Extrempunkten: „MHM
Release N°17 – Hoch & Tief“ – mit den DJs Wiggy und Moritz Beldig
.

Das Ende der
Woche ist zugleich der Anfang für eine neue, aufregende Woche. Ganz gemäß
dieser positiven Einstellung gehe ich am Freitag ins Lost Weekend. Dort treten
unterschiedliche Künstler in kurzen Takes auf. Eine offene Bühne für alle, die
durch Musik & Poesie, Improvisation & Performance, Singer &
Songwriter zum Leben erweckt werden soll. Ich bin offen für alles und freue
mich, meine Woche bestehend aus den Höhen und Tiefen extremer Emotionen
entspannt ausklingen zu lassen!

Text: Laura Schurer

Foto: Privat

DJ-Abende mit Schlagzeuger

Nie wieder Auflegen ohne fließende Übergänge- Manuel Palacio bringt neuen Schwung in die Münchner Indie-DJ-Szene. Mit Tänzern, einem Live-Schlagzeuger oder selbst gedrehten Filmen

Die Stimmung ist ausgelassen. Am Plattenteller steht Star-DJ Monika Kruse, die Menge ist begeistert, tanzt im Takt der Musik, der kleine Club ist zum Bersten gefüllt. Und live dabei sind Tausende von Menschen, allerdings reicht denen ein PC-Bildschirm, um den Auftritt zu sehen. Sogenannte Boiler-Room-Videos werden immer beliebter und bringen einem den Club samt Atmosphäre ins heimische Wohnzimmer. 

„Warum also noch vor die Tür gehen, wenn es reicht, einfach nur ins Internet zu gehen?“, sagt Manuel Palacio, 26. „Man muss den Leuten also heutzutage schon etwas Besonderes bieten.“ Manuel trägt Weihnachtspulli, Hut und Hipsterbrille, und nippt grinsend an seinem Spezi. Denn natürlich hat er schon eine Lösung, was das sein kann: Unter dem Label „Fancy Footworks“ veranstaltet er innovative Indie-Abende in der Milla, die der angestaubten Münchner Indie-Club-Szene neue Impulse verleihen sollen. Dabei setzt er etwa auf Anleihen aus anderen Genres oder Live-Elementen, die „das Event näher an ein Konzerterlebnis bringen sollen“. Aber der Reihe nach.

Geboren wurde Manuel in Mexiko-Stadt, aber seine Eltern – Vater Deutscher, Mutter Mexikanerin – zogen mit ihm schon früh nach München, weil sie fanden, dass ein Kind hier besser aufwachsen könne. Nach dem Abitur verkauft er erst einmal ein Jahr lang Surfbretter, auch weil Manuel das Verkaufen lernen will – seiner Ansicht nach eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man haben kann. Parallel dazu legt er schon mit 16 Jahren in den ersten Clubs auf, mit 18 ist er unter den Ersten, die Raves unter den Isarbrücken veranstalten – „ein Generator, ein paar Boxen und wir waren solange da, bis die Party gesprengt wurde.“ Auch die Clubs werden schnell auf ihn aufmerksam, bald schon hat er eine Resident-Night im „Cafe King“, dem Vorläufer des „Kong“. Gleichzeitig legt er aber auch in Clubs auf, die er selbst „Schickeria-Läden“ nennt, er ist in der Auswahl seiner Locations nicht wählerisch. 

“Warum also noch vor die Tür gehen, wenn es reicht, einfach nur ins Internet zu gehen?”

Mit 21 veranstaltet er schon große Events, etwa in der Muffathalle, es geht vor allem um „Global Bass“ – Weltmusik. Mit einigen anderen DJs zusammen betonen sie hier explizit ihre lateinamerikanischen Wurzeln, wollen aber auch aktueller Musik aus München eine Basis geben. Gleichzeitig langweilt sich Manuel zunehmend in der Münchner Indie-Club-Szene: „Wenn ich unterwegs war, habe ich immer die gleichen Playlists, die gleichen DJs gehört, meistens ohne Übergänge. Ende. Pause. Nächster Song. Da könntest du auch im Wohnzimmer sitzen.“ Als sich die Veranstalter der Global-Bass-Events schließlich trennen, beginnt die Geschichte von „Fancy Footworks“.

Manuel möchte Indie-Musik auflegen, aber gleichzeitig möglichst ein durchgängiges Set haben, ohne Pausen oder abgehakte Übergänge. Deshalb mischt er angesagte Indie-Musik mit Disco-Klängen, Hip-Hop und ein bisschen Elektromusik. Er arbeitet viel mit Effekten, Wiederholungen, Verzerrungen – allesamt Techniken, die eher im Bereich des Hip-Hops zu finden sind, aber auch hier erstaunlich gut funktionieren. Gleichzeitig sollen Live-Elemente auf der Bühne sein, etwa wenn Schlagzeuger Lennart Lil’L Stolpmann die Lieder live begleitet. Oder wenn die Musik auf Ausschnitte aus Filmen oder Musikvideos abgestimmt wird. Oder wenn der DJ „selbst zum Rockstar wird“, mit Pyrotechnik und Spraydosen der Menge eine Show bietet, „wie auf einem Kiss-Konzert“. 

So wird der Club-Abend immer mehr ein Konzert, das Erlebnis wieder mehr ein einzigartiges. Und das Konzept kommt an, die Veranstaltung feierte vor kurzem ihr zweijähriges Bestehen und die Milla ist regelmäßig rappelvoll. Auch Mira Mann, Bookerin der Milla ist davon überzeugt: „Die Abende mit Fancy Footworks sind auch für uns immer etwas Besonderes. Die Stimmung im Club ist noch besser als sonst, irgendwie wärmer. Es gibt auch immer ausgefallene Aktionen, die die Reihe einzigartig machen.“

Um all das versucht er Geschichten zu spinnen, als Marketing-Student kennt er sich damit aus. So sind sein mächtigstes Werbemittel kleine, lustige, kreative Videos, die er für jedes Event gemeinsam mit seiner Crew – DJ Anna Lindener, 24, Grafiker Fernando Gonzalez, 25, Dominik Schelzke, 23, und einige andere – produziert. Das Ziel: Ohne viel Budget möglichst viel Aufmerksamkeit generieren, Guerilla-Marketing. Und das kommt an, Fancy Footworks läuft erfolgreich, soll dieses Jahr von einer Veranstaltungsmarke hin zu einem großen Musikblog erweitert werden. Man will so auch eine Plattform für aufstrebende Bands werden, die man durch gezielte Werbemaßnahmen unterstützen kann. Auch eine Expansion in andere Städte ist geplant, etwa nach Augsburg oder Hamburg. 

Gleichzeitig hat Manuel noch ein zweites großes Projekt. Als im Sommer entschieden wurde, die Café-Cord-Lounge abzuspalten, fragte ihn der neue Geschäftsführer, ob er nicht das musikalische Konzept des neuen Clubs ausarbeiten wolle. Im neuen „Maxe Belle Spitz“ ist jetzt eine Mischung aus Rockbar und bayerischer Boazn entstanden, mit Holz-Vertäfelung an der Decke und Instrumenten für eine Jam-Session. Und auch hier mischt Manuel munter die Genres, zu klassischer Rockmusik kommt viel Indie, aber auch bayerischer Brass oder eben Hip-Hop.

Er selbst legt hier ein- bis zweimal die Woche auf, die anderen DJs dürfen sich relativ frei entfalten, aber „als roter Faden sollte schon einmal AC/DC kommen und LaBrassBanda wäre auch nicht schlecht, damit eine Linie zu erkennen ist“, sagt Manuel und schmunzelt. 

Zur Eröffnungsfeier spielten Whiskey Foundation, in Zukunft sollen hier noch mehr Bands auftreten. Und auch Fancy Footworks soll wachsen, vielleicht mal als Marke für alle von Manuels Aktivitäten dienen.
 Einflüsse und Stilrichtungen, Ideen und Konzepte, Konzerte und Dj-Sets – Dinge mischen und daraus Neues entstehen lassen, Grenzen fließend werden lassen, diese Idee zieht sich durch alle Veranstaltungen und Pläne von Manuel. Man muss den Menschen wohl heutzutage mehr als nur eine Sache bieten, um sie bei Laune zu halten. Und das macht Manuel mit Fancy Footworks oder mit einem seiner zahlreichen anderen Projekte. Dabei ist ihm aber bewusst, dass er das Rad nicht neu erfinden kann, sondern nur andere Herangehensweisen bietet. Oder wie Manuel selbst sagt: „Ich gebe den Dingen neue Kleider.“ 

Text: Philipp Kreiter

Foto: Thomas Kiewing

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Ornella

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Alle reden nur noch von den Prüfungen, auch unsere Autorin kann dem nicht entfliehen. Und obwohl sie auch so schon viel mit Kulturwissenschaften zu tun hat, richtet sie ihre Freizeitplanung ganz der Kultur: Eine Woche zwischen Theater, Lesungen und Ausstellungen

Alle beschweren sich über die
böse Kälte und den schlimmen Lernstress. Die Prüfungen rücken auch für mich
immer näher. Dennoch: Ich werde es locker angehen. Wer lernt, muss sich
zwischendurch auch belohnen. Nur so bleibt am Ende vielleicht auch was hängen.
Ich packe mich also dick ein (Tipp: Zwiebellook geht immer!) und freue mich auf
die wohlverdiente Ablenkung in den Lernpausen.

Am Freitag geht es nach langer Zeit endlich wieder ins Volkstheater. Regisseur
Nicolas Charaux bringt mit dem Ensemble Das Schloss von Kafka auf die Bühne.
Ich freue mich ganz besonders, denn meine Freundin Pola Jane O’Mara spielt in
dem Stück mit.

Nachts träume ich wahrscheinlich
immer noch von den Schauspielern mit ihren weiß geschminkten Gesichtern und
denke über Kafka nach. Trotzdem stehe ich am Samstag fit auf. An diesem Morgen liegt der Geruch von Fasching in
der Luft. Und es geht schon wieder ins Theater. Das Gärtnerplatztheater öffnet
seine Türen zum alljährlichen Kostümverkauf.
Während ich dort meine Runden drehe, treffe ich auf bekannte Gesichter und
fühle mich zurückversetzt in die Zeit als Praktikantin an diesem schönen
Theater.

So langsam meldet sich das
schlechte Gewissen. Also ab nach Hause. Die Arabisch-Vokabeln lernen sich ja
nicht von selbst. Den Abend will ich aber trotzdem nicht zu Hause verbringen. Im
EinsteinKultur startet um 17 Uhr der Große Tag der jungen
Münchner Literatur
. Hier beweisen 60 junge AutorInnen aus der Stadt ihr
Schreibtalent. Ich lausche gespannt dem frischen Wind der jungen Literaturszene
Münchens.

Den Sonntag beginne ich entspannt und schlafe aus, bevor mein
Schreibtisch mich zur Arbeit ruft. Fleißig sein ist angesagt. Die Zeit vergeht
aber wie im Flug und am Abend gehe ich ins Literaturhaus.
Heute liest dort Jonathan Safran Foer aus seinem neuen Roman Hier bin Ich. Das ungefähr 700 Seiten
dicke Buch liegt noch auf meinem Tisch und will gelesen werden. Geht leider
wohl erst nach den Klausuren. Dafür gönne ich mir aber an diesem Abend eine
Kostprobe vom Autor höchstpersönlich.

Montag. Neue Woche. Die Prüfungen rücken schon wieder um ein bedrohliches
Stück näher. Bitte bloß keine Panik! Um also den Kopf frei zu bekommen,
schnappe ich mir eine Freundin und zusammen gehen wir ins Haus der Kunst und
sehen uns die Ausstellung
Two Suns in a Sunset von Joana
Hadjithomas und Khalil Joreige
an. Das Künstlerpaar aus dem Libanon
beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Geschichte ihres Heimatlandes. Ein
bisschen Landeskunde kann eben auch nicht schaden und ist immer nützlich, denke
ich mir und freue mich über den gelungenen Feierabend.

Nachdem ich Sprache und
Landeskunde also erfolgreich in meiner Freizeit verbunden habe, erwartet mich am
Dienstag eine weitere Lernsession.
Bevor ich mich von der Uni auf dem Heimweg mache, besuche ich heute die Weiße Rose
Gedächtnisvorlesung
um 18 Uhr im Audimax der LMU. In diesem Jahr hält Michael Verhoeven, Regisseur des Films Die
Weiße Rose
, den Vortrag.

Die Hälfte der Woche ist schon
fast geschafft. Der Mittwoch hat es
trotzdem immer ganz schon in sich, denn ich muss arbeiten und um 20 Uhr endet
meine letzte Vorlesung. Nach so einem Tag kann ich irgendwie nicht mehr
produktiv sein. Deshalb beschließe ich, in die Jazzbar Vogler zu gehen. Mittwochs
steht hier immer The Art of the Piano
auf dem Programm und ich entspanne mich, während ich dem Pianisten zuhöre. Dazu
noch eine leckere Weißweinschorle und die besten Freunde. Besser kann es
eigentlich nicht sein. Musikalisch neigt sich so mein Tag dem Ende zu.

Relativ unspektakulär bleibt der Donnerstag. Mein Highlight wird heute
Abend ein Besuch im Theatiner
Filmtheater
sein. Ich sehe mir den Film Forushande
(The Salesman)
in Original mit Untertiteln an. In Cannes wurde das
spannende Drama aus dem Iran für das beste Drehbuch geehrt. Nachdem ich Forushande gesehen habe, will ich
unbedingt auch noch Farsi lernen. Aber eins nach dem anderen. Arabisch ist
schon Herausforderung genug.

Bei der Stundenplangestaltung war
ich clever: Am Freitag muss ich mich
nicht in der Uni blicken lassen. Ich genieße meinen Vormittag, weil ich keinen
Zeitdruck habe. Die Woche lasse ich – schon wieder – im Theater ausklingen. In
den Kammerspielen
sehe ich mir “Der Fall des Meursault –
eine Gegendarstellung”
an, nach dem Roman von Kamel Daoud. Ganz nach meinem
Geschmack und passend zu meinem Lernschwerpunkt ist die Inszenierung auf
Arabisch, Farsi und Deutsch. Natürlich auch mit deutschen und englischen
Untertiteln. Im Anschluss will ich noch ein bisschen Feiern gehen. Es zieht
mich ins Milla. Heute gibt’s dort bei Monaco’s
Finest
einen Mix aus Funk und Hip-Hop. Genau das Richtige, um einfach nur
abzutanzen. Die Prüfungen kommen schon noch früh genug.

Text: Ornella Cosenza

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Sandra

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Zwischen Genie und Wahnsinn liegt ein schmaler Grat. Um weiterhin diese Balance halten zu können tut unsere Autorin in der kommenden Woche alles, um ihre künstlerischen Adern pochen zu lassen- mit mehr oder weniger Erfolg.

Ideenreich starte ich in das Wochenende. Am Freitag lasse
ich mir aber erst einmal erklären, wie die Ideen eines kreativen Menschen, nämlich
eines Illustrators, eigentlich entstehen. Im Literaturhaus spricht Christoph
Niemann
von Alltagsdingen, die ihn inspirieren und immer wieder zu neuen
Gedankesblitzen führen.

Am Samstag erwache ich früh und fühle mich wie ein Genie,
das seine Kunst noch nicht gefunden hat. Ich gehe auf Streife durch München und
verbinde das Ganze mit einem Spaziergang durch den Nymphenburger Sportpark.
Hier entdecke ich ein handballfeldgroßes Feld, an dessen beiden Enden jeweils
drei Ringe auf Kopfhöhe aufgestellt sind. Auf der Wiese laufen zwei Teams herum
und kämpfen um einen Ball, den sie in die Ringe werfen wollen. Doch was ist
das? In ihrer Nicht-Wurfhand halten sie noch etwas anderes in der Hand – einen
kleinen Besen. Ich fühle mich stark an Hogwarts erinnert und lese tatsächlich,
dass es sich hierbei um die deutschen Winterspiele im Quidditch handelt.
Inspiriert von J.K. Rowling erschufen ein paar Studenten das Spiel für die
Realität – auch das ist etwas, das in mir die Freude an der Kunst weckt. Doch
lassen wir den Sport hinter uns, ich schwinge mich auf meinen imaginären Besen
und mache mich auf die Suche nach Kunst für die Ohren. Etwas stolprig lande ich
im Kulturkeller der Schwanthalerhöhe, wo heute das Finale der Truth or Dare –
Benefizkonzertreihe
stattfindet. Butterbier kriege ich hier leider nicht, doch
Helles für 2.50 nehme ich gerne an – immerhin bin ich mit dem Besen unterwegs.

Um nicht in meine eigene Fantasiewelt abzudriften, flüchte
ich mich in die eines anderen: Cy Twombley. Im Museum Brandhorst kostet der
Eintritt am Sonntag nur einen Euro und bietet viel Abwechslung. Twombley ist
einer der einflussreichsten, spätmodernen Künstler, er spielt mit Farben und
sogar mit Lyrik in seinen Gemälden. Ich bin beeindruckt und mache mich auf den
Weg zu einem netten Cafe, um endlich alle Inspirationen des Wochenendes
zusammenzufassen.

 Am Montag habe ich die Quidditch-Spiele noch nicht ganz
vergessen können und frage mich, wieso es eigentlich so viele Märchen und
Mythen über Hexen gibt. Das Dunkel-Mysteriöse scheint dem Menschen schon immer
sehr kunstreich zu sein. Was allerdings passieren kann, wenn sich eine Stadt
gegen Zauberei und dessen vermeintliche Anwender ausspricht, sehe ich im
Residenztheater. Dort wird heute Abend das Stück „Hexenjagd“ aufgeführt.

Am Dienstag ist dann aber Schluss mit den unrealistischen
Inspirationsquellen. Ich brauche Fakten und Zahlen von Künstlern, die es
tatsächlich geschafft haben, Vorbildcharakter für zukünftige Genies anzunehmen.
Gefunden habe ich sie schnell in der größten Konzerthalle Münchens: Die
Fantastischen Vier
 kommen in die Olympiahalle. Seit über einem Viertel Jahrhundert stehen sie gemeinsam
auf der Bühne und sind wahrscheinlich heute noch Ansporn für viele
deutsch-schreibende und -singende Künstler.

Und siehe da, ich entdecke, dass ich nicht die einzige bin,
die ihre Inspiration in der Realität sucht. Christine Umpfenbach nahm sich den
Angehörigen der NSU-Morde an und machte daraus das Theaterstück „Urteile“, das
am Mittwoch im Marstall gezeigt wird. Der riesige Baum, der kopfüber von der
Decke hängt, wäre für mich schon Stoff genug, um einen 30 Seiten langen
Lyrikband zu schreiben, doch was ich auf der Bühne zu sehen bekomme, reicht
sicherlich für die nächsten Jahre. 

Wie ich jedoch meine Theatererfahrung mit
dem künstlerischen Genie in mir verbinde, versuche ich am Donnerstag in der Bar
Corleone
herauszufinden. Hier laden die Fachschaften der Kunstgeschichte und der
Theaterwissenschaft ein zu feiern. Ich bin gespannt auf das Publikum und werde
mir von jedem Studiengang jemand schnappen, um meine Frage zu diskutieren.

Ausgelaugt erwache ich am Freitag und halte die Ergebnisse
der letzten Woche fest. Mir fehlt es weder an Inspiration, noch an dem
Workflow, daher probiere ich mich in allem aus: schreiben, malen, singen, tanzen
und hüpfen. Ich spüre das Blut in meinen künstlerischen Adern fließen und
entdecke doch ein Gefühl der Bewusstlosigkeit. All diese Künste zeigen sich mir
und doch ist es nicht eine einzige, der ich mich verschreiben kann. Ich
verkneife mir den Ausspruch eines Genies und beginne doch langsam, ihn zu
verstehen:

„Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor.“  

Um dem Leistungsdruck eines Genies nicht zu verfallen und
meine Inspiration aufrecht zu erhalten, suche ich mir eine neue Energiequelle.
Ich finde sie am Freitag im Milla, wo 24/7 Powernap das Motto meines
Wochenendes wird. Entschleunigen und Abschalten bei den richtigen Beats ist
jetzt genau das, was ich brauche.

Text: Sandra Will

Foto: Privat

Fremdgänger: Klassisch flirten

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Wenn man als eingefleischte Münchnerin in die Welt zieht zum Studieren, erwartet einen immer der eine oder andere Kulturschock. Unsere Autorin tauschte Punk-Konzerte im Milla mit klassischen Choraufführungen in Oxford- und wundert sich, wie ähnlich sich die beiden Welten doch sind.

Die mächtigen Tore der Kirche öffnen sich. Eine Menschenmasse ergießt sich in die von Straßenlaternen und den Fenstern der anliegenden Häuser erleuchtete Gasse. Es ist Sonntagabend, der „Evensong“ im Merton College wurde gerade von einer letzten Hymne beendet, wer will, kann jetzt noch dem Priester die Hand schütteln und sich für den schönen winterabendlichen Ausflug in diese verzauberten Hallen bedanken. Mittendrin: ich mit zwei Freundinnen. Wir halten halb abgebrannte Kerzen in den Händen und sehen uns mit verträumten Augen an.

Ich erinnere mich, einen ähnlich seligen Gesichtsausdruck zuletzt auf dem Gesicht einer Freundin aus München gesehen zu haben, als wir nach dem Konzert einer Punkrock-Band in einer nicht ganz so großen Menschentraube aus dem warmgetanzten Milla in die Holzstraße geschwemmt wurden. Weit weg scheint das alles, zwischen all den schicken Wintermänteln, Tweet-Jackets und Pelzmützen der Menschen um mich herum. In Oxford wüsste ich nicht, wo ich in einem kleinen Club zu lauten Gitarrenriffs auf und ab hüpfen könnte. Ich bin mir sicher, diese Clubs gibt es irgendwo außerhalb der Reichweite ehrwürdiger College-Mauern – ich habe sie nur noch nicht gefunden. Dafür bin ich viel zu beschäftigt, die einfacher zu erreichenden kulturellen Höhepunkte abzuklappern. Denn wie sich herausstellt, schaffe ich es hier, innerhalb von sechs Tagen vier klassische Chorkonzerte zu besuchen. Jedes davon ist voll besetzt bis auf die hintersten Reihen, zu einem nicht zu verachtenden Anteil von Studenten. Auf Facebook lädt man sich nicht zu Partys im traditionellen Münchner Sinne ein, sondern zu Symphonien, Theaterstücken, Chören, Buchvorstellungen und Gedichtlesungen. 

Ich ertappe mich dabei zu bemerken, dass auch in kulturell anspruchsvollen Umgebungen – wie einem Konzertsaal oder gar einer Kirche – soziale Dynamiken ablaufen, die denen einer Nacht in der Münchner Club-Szene nicht unähnlich sind. In der Vorweihnachtszeit wurden die in den meisten Colleges regelmäßig abgehaltenen „Evensongs“ (ein anglikanischer Gottesdienst, bei dem es vor allen Dingen um die Musik geht) von „Carol Services“ (dabei geht es noch mehr und vor allem um weihnachtliche Kirchenmusik) ergänzt. Und als ich vor ein paar Wochen einen solchen besuchte, ebenfalls inklusive Kerzen und Weihrauch, begann mein Mitbewohner auf einmal, angeregt mit der langbeinigen dunkelhaarigen Engländerin zu flirten, die vor ihm saß. Sehr elegant, dachte ich mir. Und ich? Ich sitze im mittelalterlichen Kirchenschiff des Merton College und starre fasziniert auf das von einer schiefen Kerze im Kronleuchter über mir tropfende Wachs, als ich merke, wie süß der Typ mir gegenüber ist. Verstohlen schaue ich immer wieder zu ihm hinüber und bin mir fast sicher, dass er hin und wieder sogar zurückschaut. 

Ich werde nervös. Auf einmal ist die hölzerne Kirchenbank ziemlich unbequem. Kurzzeitig wünsche ich mir, ich wäre in München, in einem Club. Da gäbe es zumindest eine Bar, eine Tanzfläche und (zur Not) ein alkoholisches Getränk, hinter dem ich mich effektiv hätte verstecken können, während gleichzeitig zumindest potenziell die Möglichkeit bestanden hätte, mir ein Herz zu fassen und endlich hinüber zu gehen, um ihn anzusprechen. 

Ich schließe die Augen, ich denke zurück an jenen Abend im Milla. Ja, auch da gab es einen Typen auf der anderen Seite der Tanzfläche. Aber auch da hatte ich nicht den Mut, hinüber zu gehen.

Text: Theresa Parstorfer

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Louis

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Noch eine Woche, dann ist der diesjährige Weihnachts-Wahnsinn auch wieder überstanden. Doch wie jedes Jahr schafft unser Autor es erneut kurz vor Weihnachten, gefallen an den ganzen Lichtern zu finden. Wurde ja auch Zeit.

Stille Nacht, stressige Nacht: Weihnachten steht direkt vor der Tür, glückliche Paare schlendern genügsam unter den funkelnden Weihnachtsdekorationen der Geschäfte hindurch, während ich in regelmäßigen Abständen zum Opfer heimtückischer Panikattacken werde. Einerseits schlägt mir die seit Wochen ununterbrochene Dauerbeschallung dieser längst ausgewrungenen, als “klassisch” verdudelten Weihnachtssongs stark aufs Gemüt. Andererseits habe ich noch kein einziges Weihnachtsgeschenk besorgt- was in eine noch intensivere Auseinandersetzung mit diesem Weihnachtsklamauk zu münden droht.

Trotzdem- oder gerade deshalb- gehe ich dem ganzen erst einmal schön aus dem Weg. Den Freitagabend verbringe ich im ganz und gar unweihnachtlichen Feierwerk. Der Jugendradiosender M 94.5 stellt hier die Jahrescharts dieses musikalisch bunten Jahres vor- mit ordentlich Unterstützung. Die Münchner Indie-Rocker Die Sauna werden bei Laut Indie Stadt live spielen, genauso Leoniden aus Kiel, der Ringer aus Hamburg und der Rapper Mittelkill aus Berlin. Ich freue mich, den ganzen Weihnachtsstress in bester Gesellschaft mit bester Musik hinter mir zu lassen. Und dank der Afterschow-DJs vom ehemaligen Atomic und vom Cord muss ich heute auch auf keinen Fall früh heimkommen.

Doch alles rächt sich irgendwann, und so wache ich am Samstag mit Schädel und Justin Timberlake im Kopf auf- What goes around comes around. Ich beschließe, nun doch etwas für mein Charma zu tun und verbringe den Rest des Tages auf dem Tollwood– hier weihnachtet es zwar auch, aber immerhin international. Und originelle Weihnachtsgeschenke finde ich hier in Unmengen- von Marokkanischen Chillisaucen bis zu nepalesischen Ponchos werde ich sicher etwas für den Christbaum finden. Danach geht es gleich bunt weiter. Im Cord Club findet ein Charity-Konzert zugunsten der Forschung über Autoimmunerkrankungen statt. Susanne Augustin, Bassistin bei der Indie-Band Splashing Hill leidet selbst an zwei Autoimmunerkrankungen und hat sich deshalb entschlossen, diesen Abend gemeinsam mit den Singer-/Songwritern LIANN und Pour Elise auf die Beine zu stellen. Gute Musik für den guten Zweck- da bin ich dabei. Später geht’s noch in den Keller der Milla, wo der zweite Geburtstag der Fancy-Footwork-Partys mit viel Gin und sogar Zuckerwatte all night gefeiert wird. “Denn in der Nacht sind alle Katzen bunt”, verkünden die Veranstalter. In dieser auf jeden Fall.

Den Sonntag verbringe ich kuschelig warm eingewickelt mit Tee und Plätzchen daheim. Immerhin brennen inzwischen schon alle vier Kerzen auf dem Adventskranz und eigentlich ist es eh viel zu kalt zum Rausgehen. Wenn doch nur jeder tag in der Vorweihnachtszeit so schön ruhig und beschaulich wäre.

Am Montag wird mir wieder einmal bewusst, dass es bis Weihnachten keine Woche mehr hin ist, und so hetze ich mich zum -hoffentlich- letzten Mal durch die verschiedenen Weihnachtsmärkte. Für irgend wen aus der Familie muss man immer noch etwas besorgen… Ablenkung finde ich am Abend im Marstall-Theater. Vom Stück “Balkan Macht Frei” des Bosnischen Regisseurs  Oliver Frljić habe ich bereits viel gehört und gelesen- schockierte, überwältigte, verängstigte Zuschauer sollen das Theater regelmäßig vor Vorstellungsschluss verlassen haben. Der Regisseur hat wohl auch in der Vergangenheit selten ein Blatt vor dem Mund gehabt- ich bin gespannt.

Dienstag. So langsam finde ich Weihnachten eigentlich doch ganz schön-  zum Glück passiert das jedes Jahr wenige Tage vor dem Großen Fest, und nicht danach. Deshalb genieße ich die Kälte heute einfach einmal – mit einem dampfenden Glühwein zwischen den Händen fällt das ja auch nicht allzu schwer. Schließlich wird mir doch kalt. Ich spaziere die Isar entlang um mich warm zu halten und stoße auf das Museum Lichtspiele-Kino, in dem der neue Star-Wars-Film “Rogue One” anläuft. Warum nicht, denke ich mir und mache es mir mit einer großen Portion Popcorn auf den dicken Sesseln  gemütlich.

Kurz vor Weihnachten habe ich es tatsächlich geschafft, meine Geschenke-To-Do-Liste vollständig abzuarbeiten und so kann ich mich endlich einmal wieder so richtig entspannen. Deshalb schaue ich heute Abend, am Mittwoch, im Bahnwärther Thiel vorbei. Hier findet eine neue Ausgabe der wunderschönen Schienenbus-Konzerte statt. Und mit dabei sind gleich einige vertraute Gesichter: KLIMT kenne ich schon vom Freundschaftsbänd-Abend im Cord und auch Ziggy McNeill hat sich inzwischen in der Münchner Musikerszene etabliert.

Am Donnerstag bin ich dann den ganzen Tag über so sehr mit dem Einpacken von Weihnachtsgeschenken beschäftigt, dass ich erst kurz vor Sonnenuntergang vor die Tür trete. Aber das mit gutem Grund: Unter dem Motto “Angst- Sicher Ned! Wir sind alle von wo” lädt das Bündnis für Flüchtlinge Bellevue di Monaco auf den Max-Joseph-Platz ein, um gegen Hass und für Humanismus, Einheit und eine offene Gesellschaft zu demonstrieren. Und allein die musikalischen Zwischenspiele der Veranstaltung sind höchst vielversprechend: Keno von Moop Mama wird auftreten, ebenso die Alternative-Band The Notwist, der Syrische Friedenschor, der Rapper Maniac und Willy Astor. Noch einmal vor Weihnachten will auch ich dieser derzeit unumgänglichen Endzeitstimmung trotzen und zum Jahresende noch einmal ein positives Signal in die Welt setzen. Die Welt hat es sicher nötig.

Und dann ist die Woche schon rum, morgen ist Heiligabend. Und bevor es morgen ruhig und besinnlich wird, folge ich der guten alten Freitagabend-Maxime von Alex Turner, Sänger der Arctic Monkeys: “Put On Your Dancing Shoes!” Und dann ins Bahnwärter Thiel auf die Christmasdisko mit Bartellow? Oder ich entfliehe doch dieser schrecklich-allgegenwärtigen Kälte und tanze zu karibischen Off-Beats bei der Jamaican-Thing-Party im Backstage? Laute Nacht, heilige Nacht.

Text: Louis Seibert

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Philipp

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Unser Autor kommt diese Woche kaum zur Ruhe. Nachdem er schon 48 Stunden am Stück wach war, hat die kleine Schwester auch noch Geburtstag. Für die Zukunft muss man auch sorgen und zu allem Überfluss schmeißen die eigenen Mitbewohner noch eine Stockwerksparty…

Der Freitag
beginnt früh für mich, sehr früh. Genauer gesagt ist der Übergang zwischen
Donnerstag und Freitag eher fließend. Denn gestern war die große Semesterparty
auf meinem Stockwerk und ich muss bis 6 Uhr früh abbauen. Und während ich über
Schnapsleichen steige frage ich mich, wer denn heutzutage alles im Griff hat.
Darauf gibt es natürlich nur eine Antwort: der Spliff! Genauer gesagt, DJ
Spliff, das Turntable-Mastermind etwa hinter dicht&ergreifend. Und wie es
sich trifft, legt der heute Abend zusammen mit Mic-E im Downtown Flash in der
Reihe Hip Hop Diaries
auf. Trotz massiven Schlafmangels gehe ich dahin,
manche Dinge sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen…

Mittlerweile bin ich seit 48 Stunden wach, zum Glück ist Samstag. Ich kann also den ganzen Tag
schlafen (habe ja sonst nix zu tun oder so…). Bis ich nachmittags panisch
aufschrecke, habe ich doch glatt das Geburtstagsfrühstück für meine kleine
Schwester verschlafen. Verdammt, das gibt Ärger. Jetzt ist aber auch nicht mehr
viel zu machen, stattdessen bemühe ich mich also noch Tickets für das Puls Indoor Festival
zu ergattern, schließlich sind mit Man&Mule (Kid Simius & Bonaparte!),
Drangsal und Nick Yume einige Hochkaräter am Start. Während ich also frierend
vor dem BR Funkhaus auf der Suche nach einem Ticket bin, nehme ich einen
ellenlangen Geburtstags-Snap auf, das macht bestimmt alles wieder gut…

Zumindest habe ich mir eine halbwegs vernünftige
Entschuldigung einfallen lassen, also gehe ich am Sonntag mit meinem Schwesterherz abends in die Milla. Dort treten
Kristoffer and the Harbour
Heads auf, eine schwedische Indieband. Und
besonders spannend ist, dass meine neuen Lieblinge der Münchner Musikszene,
Matthew & Mathilda, als Vorband am Start sind. Die beiden haben erst vor
kurzem ein tolles Stockwerkskonzert in der StuSta und einen nicht minder tollen
Auftritt beim Sound of Munich Now hingelegt, ich freue ich also schon sehr
drauf.

Am Montag mache
ich nichts. Rein gar nichts. Muss schlafen.

Das liegt auch daran, dass ich am heutigen Dienstag mal wieder zu Billy Talent gehe! Trotz
immer mainstreamigeren Tendenzen bin ich immer noch ein Riesenfan und mir
wieder ohne zu zögern eins der (recht teuren) Tickets gekauft. Aber, gutes
Pogen hat eben seinen Preis…
Könnte ich mich aufspalten, würde ich vielleicht auch noch ins Unter Deck starten,
dort treten Marv Paul
auf. In die hat sich Kollege Matthias beim vorletzten
Sound of Munich Now verliebt und ich habe mir schon ewig vorgenommen, sie mal
anzuschauen. Vielleicht klappt das ja doch mit dem aufspalten…

Nach der ganzen Musik in dieser Woche, widme ich mich am Mittwoch mal einem ernsteren Thema.
Heute ist die Finissage
der Ausstellung „Homestory Deutschland
“ im Lost Weekend. Es wird „ein Abend mit bisher ungehörten, afrodeutschen Homestories“
und „spoken word performances“ von Fatima Moumouni und Dean
Ruddock. Klingt spannend und informativ, mal sehen, was der Abend so bringt!

Irgendwann im Laufe der Woche hat mich die
harte Erkenntnis getroffen, dass mein Studium gar nicht mehr so lange geht und
ich danach unter Umständen einen Job brauchen könnte. Nach kurzem Schütteln
beschließe ich am Donnerstag zu
einer Podiumsdiskussion
in der LMU zu gehen, die mit einigen Experten den Berufsstart in den Bereichen
Consulting, Marketing und Vertrieb
beleuchtet. Auf der von
den Kollegen von ZeitCampus ausgerichteten Veranstaltung diskutieren einige deutsche Spitzenmanager und ein BWL-Prof,
vielleicht lerne ich hier ja wirklich etwas Interessantes…

Und schon ist die Woche schon wieder
vorbei, gezeichnet von Stress, Schlafmangel und – Musik. Denn was ist besser
gegen Stress & Co. als Musik? Eben, nichts. Deshalb gehe ich am Freitag ins Orange House, dort spielen
neben Sunny
Vegas und Marv Paul (da war doch irgendwas…?) auch die Jungs von Line Walking
Elephant
, die ich seit einer meiner ersten Plattenkritiken
mit besonderem Interesse verfolge. Ich freue mich also sehr auf das Konzert.
Und werde nächste Woche vielleicht mal etwas daheim bleiben und lesen oder so –
meiner Fitness zu Liebe.

Text: Philipp Kreiter

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Stephanie

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Diese Woche geht’s endlich los: Freitag und Samstag Abend findet das lang ersehnte Sound Of Munich Now im Feierwerk statt. Doch allein damit lässt sich unsere Autorin nicht begnügen. Sie besucht unter anderem noch ein Unplugged-Rock&Roll-Konzert und hört jungen Nachwuchspoeten beim monatlichen Poetry-Slam in der Glocke zu.

München erstrahlt in gelben, roten und orangenen
Herbstfarben. Noch. Denn die kalten Temperaturen lassen mich ahnen, dass es
auch bald schon Winter werden wird. Eigentlich liebe ich München ja besonders
im Sommer. Sommer in München heißt für mich Englischer Garten, Eisbach,
Biergarten, die Abende an der Isar. Aber gut, das ist jetzt erst einmal für ein
Jahr vorbei. Ich seh’s ja ein. Jetzt wird’s zapfig, wie man so schön sagt. Aber
die kalte Jahreszeit ist doch noch lange kein Grund Trübsal zu blasen, sage ich
mir! Denn einheizen lassen kann man sich nämlich am Freitag Abend beim Sound of Munich now
Electronica im Feierwerk
. Vorteilhaft ist dabei um diese Jahreszeit
natürlich, dass man sich drinnen befindet. Und noch besser ist: Der Eintritt
ist frei. Umsonst zeigt München, was es an Musikern im elektronischen Genre zu
bieten hat. Mit dabei sind in diesem Jahr, Jean Blanc, Arta Narini, Marcella,
Pech & Schwefel, Shimé, Essika, Mindsight und LCAW. Um die Visuals kümmern
sich 2Spin, Vital Electronica und Proximal. Alle Künstler wurden von DJ Moritz
Butschek kuratiert. Das wird groß, sehr groß!

Kaum bin ich am nächsten Morgen wieder zu Hause, habe ein
paar Stunden geschlafen und treibe in Gedanken immer noch in den Beats der
vergangenen Nacht, wird es heute schon wieder musikalisch. Auch am Samstag bin ich im Feierwerk zu finden.
Heute findet hier der Sound of Munich now
statt: 32 Bands, sechs Stunden, und drei
Hallen. Einlass ist um 18
Uhr und um 19 Uhr geht’s dann los. Junge Musiker aus München, Augsburg und
Regensburg stehen auf der Bühne. Für München treten in der H39 auf: Antun Opic,
Bavarian Blast, Claire Jul, Die Sauna, Emmi King, Future Days, Gaddafi Gals,
GrGr, Julia Kautz, Les Millionnaires, Lisaholic, Matthew Austin & Matilda, mola,
Monaco F, MURENA MURENA, Nick & The Roundabouts, Nick Yume, Pour Elise,
Rapid, The Irrigators, Tom Wu. Für Augsburg sind in der Kranhalle folgende Bands zu
sehen: Endlich Blüte, King the Fu,
Maybellene, SAN Antonio KID, WE DESTROY DISCO, YAWL. Aus Regensburg spielen im Orangehouse Cat Stash, CATO JANKO,
containerhead, Desmond Myers, short story sports. Und das Beste auch hier: Der
Eintritt ist frei. Wo kann man schon sonst kostenlos 32 junge talentierte Bands
an einem Abend erleben?

Nach so viel Musik und Feierei, mache
ich mir einen gemütlichen Sonntag. Ich
werde lange schlafen, ausgiebig frühstücken und dann für einen
Sonntagsspaziergang an die frische Luft gehen. Mein Weg führt mich zum
Bahnwärter Thiel, der nun wieder im Viehhof zu finden ist. Dort findet heute ab
15 Uhr der Krims
und Krams Flohmarkt
statt. Ich trödle und tanze zu Faulchen
Fänthers Musik am Sonntagnachmittag beim Bahnwärter Thiel. Dabei stöbere ich
mich im Flohmarktstrubel durch allerlei Kurioses, Altes, Neues, und Besonderes.
Ein perfekter Ausklang für mein Wochenende.

Am Montag
starte ich an der Uni in die neue Woche. Nach Vorlesungen und Seminaren, radle
ich am Abend zur Glockenbachwerkstatt. Dort findet der Bless the Mic im
November
statt. Ich freue mich schon auf die
neuen, mutigen Poeten. Sicher werden aber auch wieder ein paar bekannte
Gesichter auf der Bühne stehen. Wie immer entscheidet das Publikum wer
gewinnt. Ich bin gespannt, was mir die jungen Poeten dieses Mal zu erzählen
haben.

Ich höre viel zu selten klassische Musik. Das denke ich mir
oft. Mag spießig klingen, ist aber so. Früher habe ich selbst einmal Geige
gespielt, und irgendwie fehlt mir zu oft die Zeit meiner Faszination für
klassische Musik nachzukommen. Da trifft es sich ganz hervorragend, dass am Dienstagabend in der Musikhochschule
das Konzert Hörprobe
– Konzertreihe mit Studierenden
stattfindet. Dort sind Studierende von
Musikhochschulen aus ganz Deutschland vertreten. Unter den Komponisten der
Stücke, die zu hören sein werden, sind Max Reger oder Ludwig Van Beethoven. Diesen
klassischen Musik-Genuss werde ich in vollen Zügen genießen. Wer weiß, wie
lange es bis zum nächsten Mal dauert.

Stillstand ist diese Woche nichts für mich. Denn auch am Mittwoch habe ich Pläne. Heute geht’s erneut
zum Bahnwärter Thiel in den Viehhof, wo heute wieder ein Schienen-Bus-Konzert
stattfinden. Der Eintritt ist wie immer frei. Mit dabei ist die Münchner Folk
Singer-Songwriterin Clea Charlotte, die mich mit Gitarre und Banjo schon des
Öfteren verzaubert hat. Aber auch auf mir unbekannte Gesichter darf ich mich
freuen: Münchnerin Cindy Marietta und der Australier Ziggy McNeill stehen auf
der Bühne. Der Bahnwaggon wird zur Konzerthalle, und ich bin mit dabei. Später
gehe ich dann weiter in die Milla zum Milla Song Slam.
Gastgeber ist wie immer Spoken-Word- und Rap-Poet
Bumillo. Jeder Act hat acht Minuten, es gibt acht Acts und acht Statements zu
den Künstlern. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

Wem der bayerische Begriff „Boazn“ nichts sagt, der sollte
seiner Defintion in der Geyerwally auf den Grund gehen. Und ein noch bessere
Grund, Donnerstagabend hierher zu
kommen: The Black
Submarines spielen unplugged
. Boazn-Charme mit gutem Blues und Rock’n’Roll
also. „Feuer unterm Hintern, auch ohne Strom“ wird mir versprochen. Daran hege
ich keinen Zweifel.

Ich blicke auf meine Woche zurück. Es war sehr musikalisch.
Da muss heute mal etwas Literatur her, denke ich mir. Und habe mir für Freitag etwas Besonderes vorgenommen.
Dafür gehe ich heute gerne freiwillig noch einmal in die Uni. In
der Großen Aula der LMU findet heute eine Lesung der besonderen Art statt. Schriftstellerin
und Journalistin Elke Schmitter hat zum Auftakt ihres forum:autoren zwei Nobelpreisträgerinnen eingeladen: Swetlana
Alexijewitsch und Herta Müller. Die beiden Schriftstellerinnen sind sich noch
nie zuvor begegnet, sie sprechen über „Sprache und Poesie in Diktaturen“. Es
verspricht ein spannender Abend zu werden. Weil ich danach doch noch Lust auf
einen musikalischen Einklang ins Wochenende habe, steuere ich das Bob Beaman an.
Der Club feiert heute seinen sechsten Geburtstag unter dem Motto 6
Years Bob Beaman
. Und deshalb endet
meine Woche so, wie sie angefangen hat: mit Musik.

 Von: Stephanie Albinger

Ein Abend mit: Fabian Hertrich

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Fabian Hertrich steht normalerweise als Young Fast Running Man auf
der Bühne, doch auch er feiert gerne an einem Samstagabend. Wohin es ihn
dann verschlägt und wie der Mix von Weißweinschorle und Willi
zusammenpasst, gibt es hier.

Hier
beginnt mein Abend:

Fräulein Grüneis

Danach
geht’s ins/zu:

Milla

Meine
Freunde haben andere Pläne. So überzeuge ich sie vom Gegenteil:

Gschmeidige Leid, gschmeidigs Personal, Halbe im Club
für 3,60

Mit
dabei ist immer:

hoffentlich mein Schlüssel

An
der Bar bestelle ich am liebsten:

Eine dicke Weißweinschorle und einen Willi

Der
Song darf auf keinen Fall fehlen:

strange brew von Cream

Mein
Tanzstil in drei Worten:

Hals-Rollerskate-Hüftschwung (Malcolm Mittendrin)

Der
Spruch zieht immer:

Früher warst vui cooler

Nachts
noch einen Snack. Mein Geheimtipp ist:

handgeschnitzte Pommes im Harlekin zusammen mit
Julian Riegl

Meine
dümmste Tat im Suff war:

Unterschätzte Heimweg-Distanzen zu Fuß durch die
bayerische Prärie, auf Zuggleisen nach Hause zu gehen

Das
beste Frühstück nach einer durchfeierten Nacht gibt`s im/bei:

Gyros Pita im Ionion in der Maxvorstadt

Diesem
Club/dieser Bar trauere ich nach:

Das alte Import/Export

Mehr zu Young Fast Running Man gibts hier:

www.youngfastrunningman.com