10 im Quadrat: Wohlfühl-Songs und moderne Lyrik

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Das zweite
Wochenende der „10 im Quadrat“-Ausstellung im Farbenladen verspricht
neben den immer noch fantastischen knapp 100 Fotografien Münchner
Nachwuchsfotografen wieder ein umfangreiches, spannendes und vielleicht sogar erhellendes
Rahmenprogramm.

Am Samstag,
13. Mai
, wird es ein entspanntes Doppelkonzert geben:
Indie-Folk-Sänger Nikolaus Wolf schafft Wohlfühl-Atmosphäre mit Songs im Stile
von Oasis oder Feist.
Singer/ Songwriter Paul Kowol mit seiner extrem sanften und im positivsten
Sinne lagerfeuertauglichen Stimme zieht Freunde von Jason Mraz oder James Blunt
an.

Außerdem gibt es unter dem Namen Modern Reclam Lyrik des 21.
Jahrhunderts von jungen Münchner Nachwuchsdichtern und –literaten zu hören.
Mit am Start: Rahmatullah Hayat, Alisha Gamisch, Johannes
Lenz u.a.

Auch am
Sonntag, 14. Mai
, spielt bei uns die Musik:
Flo und sein Flo-Zirkus von Flonoton sind bereit, den gesamten Farbenladen mal
mit nachdenklichen, mal mit gewitzten Songs in ihren Bann zu ziehen.

Die Diskussionen sind endlos: Gibt es in München Platz für Kultur jenseits der Staatsoper? Kann man hier erfolgreicher Musiker werden? Ist diese Stadt nicht viel zu versnobt für Subkultur?
Vor diesem Hintergrund haben wir es gewagt, verschiedene Münchner Blogger einzuladen, um über dieses Thema zu diskutieren.
Mit dabei: Blog in Orange, Mit Vergnügen München, MunichMag, Untypisch München,
T U N E A R  T und TunefulBlog.

Anschließend noch ein kurzer Ausblick über das Rahmenprogramm
der zwei letzten Farbenladen-Wochenenden:

Samstag, 20. Mai:
Studenten in Wohnungsnot – Endstation
Matratzenlager Audimax?
Eine Gesprächsrunde mit Journalisten von den Uni-Magazinen UNIKAT, CampusZeitung LMU München, kon-paper, Nomen Nominandum – Studentisches Magazin des Historischen Seminars
(LMU)
, Philtrat und Cogito
Doppelkonzert: Alisha Prettyfields & Chuck Winter Music

Sonntag, 21. Mai:
Schluss mit granteln! – Mit Münchner
Comedians und Kabarettisten die Lachmuskeln trainieren
Mit: ALEX DÖRING, Julian Wittmann – Liada und Kabarettt und Michael Mauder
Und: Powerpoint-Karaoke – Für Rampensäue und die, die es werden wollen
Konzert: Liann

Samstag, 27. Mai:
Junge Münchner Prosa
Mit: Desiree Opela, Julian C. Betz, Carolina Heberling u.a.
Doppelkonzert: KLIMT & Spring –
Music

Sonntag, 28. Mai:
Wer die Wahl hat – eine Gesprächsrunde über
PolitikverdrossenheitDoppelkonzert: Xavier Darcy & Matthew
Matilda

Die Öffnungszeiten: samstags von 16
– 22 Uhr, sonntags von 16 – 20 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Text: Tilman Waldhier

Foto: Amelie Satzger

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Laura

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Der Sommer lässt noch ein wenig auf sich warten, und so gestaltet sich auch das Programm unserer Autorin Laura – mit Musiküberflutung bei der “Langen Nacht der Musik”, einem Street-Art-Festival unter Dach und vor allem: der lang herbeigesehnten Vernissage der “10 im Quadrat”-Ausstellung im Farbenladen!

Ich mag die Tage, an denen man dicke Regentropfen und  zarte Sonnenstrahlen auf seiner Haut spüren
kann. Tage, die nass und gleichsam warm sind. Tage, die an Sommer erinnern. Und
doch werden wir uns wohl noch ein wenig gedulden müssen. Auf die wirklich
warmen Tage. Auf den Sommer. Für die kommende Woche habe ich mir deshalb ein
Programm zusammengestellt, das für all die unberechenbaren Tage gilt, die sich
trotzdem planen lassen. Eine Woche, die gerade deshalb hoffentlich so schön bunt und
vielfältig wird.

Der Freitag wird zu meinem Filmeabend. Vom 3. bis 14. Mai
2017 findet das Dok.fest München statt. An mehreren Veranstaltungsorten über
ganz München verteilt laufen 157 Dokumentarfilme verschiedenster Genres auf
Münchner Leinwänden. Es ist das 32. Internationale Dokumentarfestival München,
das faszinierende und spannende Filme großer inhaltlicher sowie kultureller
Bandbreite zeigt. Zudem gibt es eine Vielzahl an Vorträgen, Ausstellungen und
Verleihungen. Besonders interessant finde ich die Fokusreihe DOK.euro.vision,
die die Gegenwart und Zukunft Europas in den Blick nimmt. Dazu gibt es zwölf
sehr verschiedene Filme, die den Kernthemen Europas auf den Nerv fühlen. So zum
Beispiel der Film „A Greek Winter“, der am Freitag um 17:00 in der Hochschule
für Fernsehen und Film läuft. Ein Film, der sich mit der bitteren Realität
Griechenlands nach Beginn der Wirtschaftskrise beschäftigt.

Nach dem Takeover des Feierwerk Farbendladens am Dienstag
steigt meine Vorfreude auf die Ausstellung „10 im Quadrat“ ungebremst. Wir, die Junge-Leute-Seite der SZ, haben zehn junge Münchner Fotografen mit zehn jungen
Münchner Künstlern zusammengebracht. Fotografen, die auf Schauspieler, Musiker
und Literaten trafen. Models, denen Bühnenerfahrung nicht fremd ist. Und dennoch
wird es interessant sein zu sehen, wie sich die jungen Künstler von Künstlern
in einem sehr persönlichen Moment jenseits des Rampenlichts porträtieren
ließen. Das Ergebnis dieser Begegnungen sind die knapp 100 unterschiedlichen
Fotografien, die es von Samstag, 6. Mai, an im Farbenladen des Feierwerks zu
sehen gibt. Den ganzen Mai über könnt ihr uns, die Autoren der SZ Junge Leute,
die zehn jungen Fotografen mitsamt deren fotografischen Arbeiten und die zehn
Künstler, die Modell standen, kennenlernen. Diesen
Samstag
eröffnen wir die Ausstellung mit der Vernissage von 19 bis 22 Uhr. Am
Sonntag
hat die Galerie von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Als Rahmenprogramm wird es an
den Ausstellungstagen zudem Lesungen, Diskussionsrunden und Konzerte geben. Wir
freuen uns auf interessante Gespräche und spannende Begegnungen! Ein
Experiment, das dieses Wochenende mit euch in die nächste Runde geht!

Nach der Vernissage am Samstag
werde ich dann vorrausichtlich auf einem weiteren tollen Event, das auch nur einmal
im Jahr stattfindet, durch die Nacht tanzen. Denn in der langen Nacht der Musik
verwandelt sich die Münchner Innenstadt in ein wahres Musikspektakel: An mehr als
100 Spielorten werden Livekonzerte, Tanzdarbietungen,
Kabaretts und Führungen rund um das Thema Musik angeboten. Von 20 Uhr
an versprechen  zum Beispiel The Tonecooks
in der Box-Kitchen
, sich gegenseitig von der Bühne zu boxen!

Und weil ich nie genug von
interessanten Ausstellungen bekommen kann, werde ich meinen Montag ähnlich
künstlerisch gestalten. Im Lost Weekend findet dort ab 18:30 Uhr die Vernissage zur Ausstellung „LICHT“ von Max Fischer statt. Bis 19.
Mai kann man sich hier die künstlerischen Werke, darunter Bilder und Leinwände
unter dem Motto „Zyklus mit Licht-Raum“, ansehen.

Am Dienstag geht’s mit guter Musik weiter.
Ich werde zu Jake Isaacs Konzert im Muffatwerk gehen. Der Künstler aus London
besticht mit einer leidenschaftlichen Kombi aus Soul und Pop auf spannende Art
und Weise. Ich freue mich auf einen Abend mit dem millionenfach gestreamten und
zurzeit sehr gehypten Singer und Songwriter. Diesen Freitag folgt sein
Debütalbum „Our Lives“. Vorfreude pur!

Am Mittwoch geht es für mich auf eine weitere Ausstellung.
„Magic City – Die Kunst der Straße“ ist ein Projekt, für die renommierte
Street-Art-Künstler eine magische Stadt mitten in der kleinen Olympiahalle
erschaffen haben. Überdimensionale Wandarbeiten, überwältigende Graffitis,
verblüffende 3D-Illusionen und überraschende Installationen machen die
Attraktion zu einem echten Erlebnis.

Am Donnerstag geht das „Sprungbrett“ in die nächste Runde. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm vom Feierwerk für
Nachwuchsbands aus München. Dafür werden 16 Bands nominiert, die bis zu drei Auftritte
spielen. Anschließend bekommen sie von einer Fachjury detailliertes Feedback.
Die vier Bands, die von Jury und Publikum die besten
Bewertungen bekommen haben, erhalten zudem eine Anschubfinanzierung zur
Produktion eines Tonträgers oder zur professionellen Gestaltung von
PR-Material. Außerdem sichern sie sich gemeinsam einen Auftritt beim
Theatron-Musiksommer im Olympiapark. Am
Donnerstag spielen die Bands Backstreet OIZ, Stelle Sezon, Chuck Winter Music
und Delamotte im Feierwerk. Freitag geht die zweite Hauptrunde weiter mit den
Bands Paul Kowol, BETA, Sound Injection und MULLEIN. Ich freue mich auf einen
weiteren Abend ganz im Zeichen der Musik!

Meine Woche wird abwechslungsreich und bunt. Tage, an denen
es ganz egal ist ob es draußen nass oder warm ist. Tage, die mich dem Sommer
aber trotzdem ein Stückchen näher bringen werden.

Text: Laura Schurer

Foto: Privat

Stadt-Land-Rock-Festival 2016: Paul Kowol

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Mit rauchig-sanfter Stimme besingt Paul Kowol  Sommergefühle – sehnsüchtig, aber immer positiv. Sein Sound lädt ein zum Augenschließen und Träumen – in Gedanken fliegt man zu weiten Stränden, Palmen, Sonnenuntergängen, dem letzten Urlaub oder einfach einem schönen Abend am Flaucher. Live steht der Wuschelkopf meist allein, mit der Gitarre um den Hals, auf der Bühne. Und das reicht völlig um die Zuschauer in seine Musikwelt mitzunehmen. Erst 2015 hat Paul die Schule abgeschlossen, seitdem ist viel passiert: Eine Vielzahl an Konzerten wurde gespielt und sogar in die BR-Heimat-Sendung „Habe die Ehre!“ hat Paul Kowol es gebracht. Das klingt alles nach dem perfekten Sound, um mit ihm am Donnerstag , 21. Juli, einen wunderschönen, entspannten Abschluss auf unserem ersten Stad-Land-Rock-Festival-Tag zu erleben.

Videolink: Paul Kowol – Fall in Love

Text: Richard Strobl

Foto: 

Tom Kowol

Stadt-Land-Rock-Festival 2016 Preview: die Bands am Donnerstag, 21. Juli.

Auch 2016 feiern wir beim Stadt-Land-Rock-Festival auf dem Tollwood. An drei Tagen gibt es insgesamt zwölf Bands und Einzelmusiker zu hören. Hier stellen wir euch die ersten Vier vor.

Vertigo

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E-Gitarren Riffs, sanft gezupfte Balladen und epische
Stadionrock-Momente. Alles ist auf der 2014 erschienen Fünf-Song-Ep „V“ von Vertigo zu finden. Musikalische
Einflüsse von Foo Fighters bis Kings of Leon werden uns auf der Internetseite versprochen und genau
das bekommen wir auch. Doch eines bleibt der Sound trotz aller Rotzigkeit
immer: unglaublich harmonisch und stimmig. 

Man erkennt sofort wie viele
Gedanken sich die Band bei der Zusammensetzung der einzelnen Instrumenten- und
Gesangsparts gemacht hat. Das erinnert
eben vor allem an die genannten Foo Fighters. Alles ist an seinem Platz und
ergänzt sich zu einer Wand aus Rock und Emotionen. Stichwort Emotionen: Die
Stimme von Sänger Mario Hain gibt Vertigo
ihren speziellen Klang. Ob er kratzig seine Wut hinausschreit oder in höchster
Kopfstimme sanftere Gefühlslagen nach außen trägt: man glaubt ihm, was er
besingt.  Und das obwohl der Bandname Vertigo eigentlich mit „Schwindel“
übersetzt wird. 

Gespielt wird seit 2012 in klassischer Vier-Mann-Besetzung, bestehend aus Bass
(Sebastian Stöckl), Schlagzeug (Wolfgang Winkler) und zwei Gitarren (Mario Hain
und Andre Akansu). Dass dieses Musikkonzept auch Live aufgeht, belegen die vier
Musiker von Vertigo mit der Vielzahl
von gewonnen Titeln bei zahlreichen Bandcontests. Neben dem  MucKing (2013) wurde auch der Amper Slam
Contest (2014) und der House of Music Contest (2014) gewonnen. Beim SPH
Bandcontest wurden sie 2014 außerdem als beste Band Süddeutschlands
ausgezeichnet. Ganz aktuell wurden sie beim Sprungbrett-Wettbewerb auch noch zu Münchens Band des Jahres 2016 gewählt. Der Pokalschrank ist also schon gut gefüllt. Sie haben aber
bestimmt weiterhin genug Energie, um am Donnerstag, 21. Juli, auf dem
Stadt-Land-Rock-Festival 2016 die Zuschauer ins Schwitzen zu bringen.

Videolink: 

Vertigo – Feel

The Black Submarines

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Hier ist Rockmusik noch echt: die vier Jungs von The Black Submarines stellen sich gegen
den Zeitgeist. Kein Synthie, kein Autotune, kein Firlefanz. Einfach zwei
Gitarren, ein Bass, ein Drum-Set, Mundharmonika und dazu mehrstimmiger Gesang.
Das ist das Rezept für melodische Blues-Rock-Songs und einige wirklich
beeindruckende Auftritte. Wenn Sänger Richy Lee Strobl, wie ein sanfter Riese
im Auge des Sturms seiner um ihn herumwogenden Mitmusiker steht, wenn Gitarrist
Benny May sich irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn die Seele aus dem Leib
spielt und wenn Bassist Charly Muschol zusammen mit Drummer Sascha Dick rollend-tanzbare Rhythmen fabriziert, dann weiß der Zuhörer wieder was Rock’n’Roll mal
bedeutet haben könnte.

Die vier Musiker haben vor Kurzem erst ihr neues Album
„Opals“ veröffentlicht, hier haben sie ihre Entwicklung konsequent fortgesetzt.
Sie schlagen in eine Kerbe, in die auch Münchner Bluesrockszenegrößen wie The Whiskey
Foundation oder die Bequerels schlagen.
Die Lieder irgendwo zwischen ruhig-melancholisch und treibend-hoffnungsvoll,
die Instrumente kundig gespielt und sauber abgemischt.

The Black Submarines stehen
für eine Münchner Szene, die zwar noch irgendwo unter dem Radar stattfindet,
die aber auch Dank der vier talentierten Musiker sehr schnell an die Oberfläche
dringen könnte. Wie ein U-Boot eben. Auf dem Stadt-Land-Rock-Festival 2016
zeigen The Black Submarines am
Donnerstag, 21. Juli, wie zeitgemäß Blues und Rock’n’Roll sind.

Videolink: The Black Submarines – Far Down South

The Charles

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Platten von Blues-Rock-Urgesteinen wie Led Zeppelin und
New-Wave-Blues-Rock-Größen im Stile von Rival Sons stehen bei The Charles wohl eher selten im Regal,
sondern drehen sich in Dauerschleife. Unter dem Titel Geheimtipp läuft die Band dabei schon seit ihrem
Auftritt bei Rock im Park (2014) nicht mehr. Seitdem ist aber auch viel
passiert. Vor allem der neue Sänger Xavier D’Arcy veränderte 2015 noch einmal
die Vorzeichen. 

Über die Liebe zu alter, breitbeiniger Rock-Musik haben sich
Band und neuer Frontmann gesucht und gefunden. Seine hohe Stimmlage setzt nun
den perfekten Gegenpart zu dem dumpf-rollenden Teppich dahinter. Fuzz-Gitarren-Riffs
gepaart mit einer gelöst-treibenden Rhythmus-Sektion (Konna Solms – Gitarre;
Emi Obermeier – Schlagzeug; Maxim Frischmann – Bass & Saxophon). Die Band
versteht etwas von ihrem Handwerk und Xavier D’Arcy hat alle Freiheiten seine Emotionen
in den Gesang zu legen. Für ihn dürfte die Band dabei ein interessanter
Gegenpol zu seinem Akustikgitarren-dominierten Solo-Projekt darstellen. 

Am 3.
Juni erschien das erste gemeinsame Album „Rhythm & Fiction“- auf dessen,
ganz in Rot und Schwarz gehaltenem, Coverbild die Köpfe der Musiker scheinbar eine
Wand durchbrechen. Vielleicht ist die Wand aber auch ihre eigene Musik, die
immer näher auf uns zu kommt und an deren Spitze D’Arcy sirenenhaft unsere
Aufmerksamkeit inne hat. Viel Tanzen und noch mehr Schwitzen, das verspricht
der Sound von The Charles für jedes
Live-Konzert und wir freuen uns, dass sie am Donnerstag, 21. Juli, bei uns auf
der Stadt-Land-Rock Bühne stehen werden.

Videolink: 

The Charles – Hoodoo

Paul Kowol

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Mit rauchig-sanfter Stimme besingt Paul Kowol  Sommergefühle – sehnsüchtig,
aber immer positiv. Sein Sound lädt ein zum Augenschließen und Träumen – in
Gedanken fliegt man zu weiten Stränden, Palmen, Sonnenuntergängen, dem letzten
Urlaub oder einfach einem schönen Abend am Flaucher. Live steht der Wuschelkopf meist allein, mit
der Gitarre um den Hals, auf der Bühne. Und das reicht völlig um die Zuschauer in seine Musikwelt mitzunehmen. Erst 2015 hat Paul die Schule abgeschlossen,
seitdem ist viel passiert: Eine Vielzahl an Konzerten wurde gespielt und sogar
in die BR-Heimat-Sendung „Habe die Ehre!“ hat Paul Kowol es gebracht. Das klingt alles nach dem perfekten Sound,
um mit ihm am Donnerstag , 21. Juli, einen wunderschönen, entspannten Abschluss
auf unserem ersten Stad-Land-Rock-Festival-Tag
zu erleben.

Videolink: Paul Kowol – Fall in Love

Text:

The Black Submarines: Philipp Kreiter

Vertigo, The Charles, Paul Kowol: Richard Strobl


Fotos:

Vertigo: Laura Fiona
Holder Photography

The Black Submarines:
Philipp Decker

The Charles: Janko
Raseta

Paul Kowol: Tom Kowol

Stadt-Land-Rock-Festival 2016

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Es ist wieder soweit: Das Stadt-Land-Rock-Festival geht in eine neue
Runde. Tolle Münchner Bands – teils bereits beliebt und bekannt, teils
wunderbare Neuentdeckungen – werden im Juli für drei Tage auf dem
Tollwood spielen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Vertigo 

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Herz trifft auf Schmerz: Alternative-Rock mit harmonischen Riffs und eingängigen Melodien, die an Bands wie Kings of Leon und Coldplay erinnern

The Black Submarines  

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Leiden trifft auf Hoffnung: Eine mehrstimmige Kombination aus atmosphärischen Blues und Rock mit einer ordentlichen Portion Gitarre

The Charles  

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Hardrock trifft auf Chorsänger: Temporeicher, energischer, durchaus breitbeiniger Rock mit einem Frontmann der Extraklasse:  Xavier Darcy

Paul  Kowol  

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Milky Chance trifft auf Milky Way: Brauner Wuschelkopf, rhythmische Gitarre und schmusige Wohlfühlsongs – so tröstend wie ein Schokoriegel

SweetLemon 

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Pop trifft auf Jazz:  Zwei Schwestern mischen Zitate klassischer Musik in ihre Songs und brillieren mit ihren großartig volumenreichen Stimmen

Mola 

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Pumpende Bassdrum trifft auf pulsierendes Leben: Experimenteller Electro-Pop mit einer Hommage an starke Frauen, die sich nicht verstellen wollen

Nick Yume  

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München trifft auf London: Souliger, reduzierter Indie-Pop mit melancholischen Texten über die Suche nach dem eigenen Platz in dieser Welt

Clea Charlotte

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Süßer Herzschmerz trifft auf Sommerliebe: Melancholischer Folk-Pop mit zarter, anmutiger Stimme und berührend ehrlichen Texten

Line Walking Elephant

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Boy Band trifft auf Balladen: Indie-Rock – mal tanzbar, mal hymnisch, mal kommerziell: So vielseitig kann moderner Folk sein

The Red Aerostats 

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Elton John trifft auf Entschleunigung: Einfühlsamer Folk-Rock mit melancholischen Songs, die zum Tagträumen einladen

Ludwig Two

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Verspielter Rock trifft auf Discokugel: Schneller Indie mit viel Gefühl und Tiefgang – inspiriert von Coldplay, The Killers oder Radiohead

KLIMT 

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Melancholie trifft auf wütenden Pop: Die rauchige Stimme der Sängerin von The New Colossus mit genau der richtigen Portion Soul im Blut

Fotos: Nick Yume: Keno Peer
Vertigo: Laura Fiona Holder Photography
Mola: Kokutekeleza Musebeni
The Black Submarines: Philip Decker
The Red Aerostat: Marc-Henri Ngandu – Croco & Co
Clea Charlotte: Kai Neunert – Fotografie
The Charles: Janko Raseta
Ludwig Two: Ludwig Two
Line Walking Elephant Foto: Lennart Heidtmann
Sweet Lemon Foto: Simon Gehrig
Paul Kowol: Tom Kowol

Fünfmal große Gefühle, einmal Schoko

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Die Label-Night von Redwinetunes auf dem diesjährigen Sound
of Munich Now stand ganz im Zeichen von gefühlvoller Folk- oder Indiemusik, vorgetragen
in zahllosen unterschiedlichen Facetten.

Schon der Anfang war denkwürdig: Der junge Singer und- Songwriter
Paul Kowol, der eben erst mit der
Schule fertig geworden ist, spielte auf der Bühne, als würde er seit Jahrzehnten
nichts anderes tun. Und nach dem ersten Lied und einigen charmanten
Begrüßungsworten hatte er die Herzen des Publikums bereits im Sturm
erobert. In einem knapp halbstündigen Auftritt spielte er neben einigen
englischen Liedern auch (fast) zum ersten Mal Lieder auf Deutsch. Und er freute
sich nach dem Auftritt sehr, dass auch die deutschen Lieder beim Publikum so gut
ankamen, vielleicht sogar besser als die englischen…

In deutscher Sprache ging es dann auch weiter, als die Band Wendekind, um den musikalischen
Tausendsassa Benjamin Süß, das Publikum mit ihrer poetisch-nachdenklichen Musik
in den Bann zog. Bereits als die Musiker den ersten Akkord anschlugen, nahmen
sich Pärchen wie instinktiv in den Arm, ja der ganze Raum rückte merklich
zusammen: Wendekind schufen nach kürzester Zeit eine intensiv-intime
Atmosphäre. Auch die Band selbst, die natürlich insbesondere Bassist und
Geburtstags-Wendekind Matthias Grabichler feierte, war nach dem packenden
Auftritt im Orangehouse noch sichtlich euphorisiert – und dürfte als Belohnung
wohl einige neue Fans gewonnen haben.

Anschließend kam es wieder zu einem Stilwechsel, als Triska, das Musikprojekt um Heidi
Triska und redwinetunes-Mitgründer Gerald Huber, die Zuschauer mit ihrer
zart-sanften Musik verzauberten. In einer Mischung aus Folk und Pop-Elementen –
garniert mit einer großen Prise Melancholie, aber auch Lebensfreude – ließen
die Musiker das Publikum das Hier-und-jetzt vergessen und für die Dauer des
Auftritts in ihren Träumen schwelgen. Auch die Musiker selbst genossen den
Auftritt beim Sound of Munich Now sichtlich und hoben besonders die Stimmung
hervor, die für sie mehr als nur ein Festival ist: eher ein Treffen unter
(Musik-)Freunden.

Mit aufrichtiger, intensiver Folkmusik begeisterten auch Nick and the Roundabouts das Publikum
im bis zum Platzen gefüllten Orangehouse.
Es war wohl niemand im Raum, den die Texte von Songwriter Nick Sauter
nicht berührten, zum Nachdenken anregten. Oder auch zum Tanzen! Denn Nick and
the Roundabouts schafften es, ihr Publikum auf vielen Ebenen zu erreichen. Und
auch zum Abschluss trafen die Musiker den richtigen Ton: Der Refrain ihres
letzten Liedes „Just Go“ sprach vielen Zuschauern in dem Moment aus dem Herzen:
Don’t leave me…

Mit The Marble Man nahm
daraufhin eine feste Größe der Münchner Musikszene das Mikro in die Hand.
Obwohl der Begriff abgegriffen erscheint, so muss doch von „mitreißend“
gesprochen werden, wenn man die Musik der Band um Sänger Josef Wirnshofer
beschreiben will. Der gesamte Raum ging in den melancholisch-mächtigen Klängen
der Band auf. Die Gäste lauschten fasziniert Wirnshofers ein wenig an Michael
Stipe erinnernder Stimme. Auch für The Marble Man selbst war es ein besonderer
Auftritt, wird sich die Band jetzt doch bis auf weiteres von der Konzertbühne
zurückziehen, um an einer neuen Platte zu arbeiten. Wer gestern nicht da war
hat also eine letzte, großartige Chance verpasst.

Nach sehr vielen schönen, meist ruhigen und melancholischen
Bands betraten zum Abschluss des Abends noch Schoko & Band die Bühne. Die Band des ehemaligen
Jamaram-Trompeters Sebastian Kölbl, animierte das Publikum durch eine frech-spritzige Mischung aus Reggae
und Pop zum Mittanzen.  Die zahlreichen
Zuhörer, die bis zum Schluss des Abends im Orangehouse geblieben waren, wurden
mit einer feurigen Darbietung belohnt, die ein letztes Mal an dem Abend alle
Alltagssorgen vergessen ließ und zum Träumen von Freiheit und Südsee verführte.
Philipp Kreiter

Foto: Jeanmarc Turmes, http://www.jeanmarcturmes.com/