Tubbe (Elektro, Pop, Indie)

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Verschroben und schräg

Die Beats klingen fett. Elektronisch. Steffi Jakobs’ Stimme öffnet dazu die ganze Welt des Pop: schön, harmonisch und voll eingängiger Melodien. Elektropop als Genre wäre aber zu wenig, zu einengend für die noch junge Münchner Band Tubbe. Die studierte Musikerin Steffi Jakobs machte sich in der Münchner Szene einen Namen mit der Band Rosalie und Jakob. Nach ihrem Ausstieg dort spielte sie in verschiedenen Bands Bass; beispielsweise bei Amadeus Böhm. Mit dem Produzenten Klaus Scheuermann hat sie nun endlich eine neue, eigene Formation – in der sie das erste Mal auch singt. Ein wenig verschroben und schräg wirkt das Duo, das live von Schlagzeuger Fab Füss unterstützt wird – doch die Richtung wird klar, wenn man die Single „Mess“ hört. Das Lied beginnt mit Störgeräuschen, die nach einem verwirrten Gameboy klingen, konzentriert sich aber nach zehn Sekunden auf einen reduzierten Disco-Beat: „Auf-die-Fresse-Techno“, nennen die Musiker das augenzwinkernd. Auch im gerade dazu veröffentlichten Videoclip spielen Tubbe frivol und augenzwinkernd mit Erwartungen: So wird ein sehr gediegen wirkendes Doppel-Date gezeigt; aus dem sich ein inniger Kuss zwischen den Männern entwickelt. Wenn Steffi dazu über die krachenden Beats „Mess with hearts, sink the ship, war is art“ singt, erscheint es wie ein absurder Höhepunkt. Die Facebook-Gemeinde liebt den Videoclip unter www.facebook.com/pages/Tubbe/133612620004326. Am Samstag, 19. März, treten Tubbe von 23 Uhr an bei der „Pandaparty“ in der Münchner Muffathalle auf.

Stil: Elektro, Pop, Indie

Besetzung: Steffi Jakobs: Gesang, Bass / Klaus Scheuermann: Beats, Produktion / Fab Füss: Live-Schlagzeug.

Aus: München.

Seit: 2010.

Internet: http://www.facebook.com/pages/Tubbe/133612620004326

Von Rita Argauer