Ein Abend mit: WENDEKIND

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Bei seiner Abendplanung ist WENDEKIND flexibel und lässt sich auch Mal von seinen Freunden überzeugen. Mit dabei sind aber konsequent Kopf und Herz und am nächsten Morgen Kaffee und Zigaretten.

Name: WENDEKIND – Benjamin Süß

Alter: 33

Beruf: Architekt und Designer – Musiker

Internetseite: www.facebook.de/wendekindmusik


Hier beginnt mein Abend:
Eines Tages, wenn ich mich im gewissen Alter in den Schaukelstuhl setze und
natürlich immer mit einer Idee dazu.

Danach geht’s zu:
Den Menschen die mir ans Herz gewachsen sind und einer ersten Stufe in Richtung
„Hier sind Wir“

Meine Freunde haben andere Pläne. So überzeuge ich sie vom Gegenteil:
Kommt auf den Plan der Freunde an. Vielleicht haben Sie mich ja auch sofort
davon überzeugt, dass mein Plan jetzt ein anderer ist.

Mit dabei ist immer:
Kopf und Herz mein Handgepäck, der Schulranzen Erinnerung, Vergangenes.

An der Bar bestelle ich am liebsten:
Ein gutes Gespräch und einen Bombenabend. Magie liegt in der Luft

Mein Lieblingsgesprächsthema:
Alles was zwischen den Zeilen steht. Unsichtbares ist Zauberei.

Der Song darf auf keinen Fall fehlen:
Unser Lied.

Mein Tanzstil in drei Worten:
Musik und ich.

Der Spruch zieht immer:

Besser isses

Untenrum!

Meine dümmste Tat im Suff war:
Mich selbst zu vergessen und am nächsten Morgen darüber zu wundern wo ich
gelandet war.

Das beste Frühstück nach einer durchfeierten Nacht gibt’s:
Überall mit Kaffee und Zigarette, egal ob hier oder dort.

Diesem Club/dieser Bar trauere ich nach:
Das sehr frühe K&K im Glockenbach, als die Tanzfläche noch erlaubt war.

Foto: Bjoern Matthes

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Sandra

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Bevor unsere Autorin ihrer Heimat für einige Zeit den Rücken zuwendet, will sie noch eine ordentliche Ladung Kultur, Nachtleben und Streetfood aus München tanken. Sie besucht das Lost Weekend, geht auf ein Giesinger Straßenfest und sammelt verschiedene Eindrücke.

Der September hat begonnen und damit offiziell das Sommerende eingeläutet. Guckt man aus dem Fenster bleibt nur ein hoffnungsloser Seufzer und der Gedanke, dem zu entfliehen. Dieser Gedanke wird für mich schon bald Realität, ich verabschiede mich vorerst von meiner Heimatstadt München und werde deshalb in den nächsten Tagen noch alles mitnehmen, was geht. 

Am Freitag statte ich dem Lost Weekend, an dem ich die letzten Semester fast jeden Morgen vorbei gelaufen bin, einen Besuch ab und höre als erstes einen Landsmann meiner neuen Wahlheimat, um dann zwei Münchner Bands, nämlich Trails, die sich zuvor schon als El Rancho einen Namen gemacht haben, und Freddy Gonzalez zu lauschen.

Die Tage, die man draußen verbringen kann, sind gezählt, deshalb heißt es heute am Samstag noch einmal eine Runde durch Giesing drehen, wo das Straßenfest im Rahmen von Ois Giasing stattfindet. Schon ab 11.30 Uhr kann man hier hauptsächlich lokale Rapper oder Ragger hören. Als Schmankerl gibt es sogar einige Essensstände, wie zum Beispiel vietnamesisches Streetfood.

Als vielleicht coolster Pub im Münchner Süden bezeichnet sich der/die/das (?) Pigalle. Das muss es nun aber mit der Open Stage Night am Sonntag beweisen.

Am Montag probiere ich einen Food-Trend aus Amerika: ungebackener Teig! Zwei Münchnerinnen eröffnen heute den Teiger Pop-Up-Store im Container Collective, wo man Keksteig zum Löffeln kaufen kann. Alle, die jetzt Mamas Stimme im Ohr haben (”Von rohem Teig bekommt man Bauchschmerzen!”), können sich beruhigt zurücklehnen – der Teig wird ohne Ei gemacht und kann dadurch auch keine Salmonellen enthalten.

Wer die letzte Fotoausstellung im Cafe Kosmos verpasst hat, kann dies nun im Salon Irkutsk nachholen: Ab Dienstag werden die Bilder des Münchners Ecco Meineke der Serie “Traveller” gezeigt, die auf den Reisen quer durch Deutschland entstanden sind und andere reisende Künstler an Bahnhöfen festhält. 

Mittwoch gibt es dann noch einmal Musik passend zu meinem nächsten Zielland: Der Nord-Ire Ryan McMullan zeigt seine Songwriter-Künste und verzaubert das Publikum mit seinen Geschichten der irischen Idylle. Mein Seufzer von letzten Freitag entwickelt sich nun von hoffnungslos zu verträumt…

Zu lange kann ich jedoch nicht in meinen Gedanken schwelgen, am Donnerstag will das Event “Kleine Läden in der Nacht” den lokalen Einzelhandel fördern und bietet bis 20 Uhr Spätshopping in verschiedenen Läden an. Wer abends nicht immer nur durch die großen Ketten laufen will, ist hier genau richtig!

Der Freitag rundet dann eine etwas kuriose, aber schöne Woche ab. Zum Schluss wird es noch richtig spannend: Das Techfest vereint Hacker, Designer und Coder auf einem festival-ähnlichem Event, das auch für Nicht-Nerds interessant ist. 

Von: Sandra Will 

Foto: privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Max

Von wegen Sommerloch! Unser Autor macht sich auf die Suche nach spannenden Freizeitangeboten in München. Und siehe da: Er wird fündig! Auf ihn wartet eine Ausstellung im Farbenladen, das Isarinselfest und eine Menge Musik von Hip-Hop bis Metal.

Mit dem kalendarischen Sommer einher neigt sich auch der Festivalsommer
langsam dem Ende zu. Ein letztes Aufbäumen gibt es dieses Wochenende – und das
muss ich natürlich voll ausnutzen.

Los geht es am Freitag mit dem Sonnendeck
Festival
in Augsburg. Ja, richtig gehört, in Augsburg. Denn für
so ein Line-Up aus hervorragenden Münchner Künstlern, unter Anderem Henny Herz,
Xavier Darcy und DJ Fancy Footwork, verlasse ich gerne mal die geliebte
Heimatstadt.

Das war‘s aber auch schon wieder mit der Reiselust. Denn am Samstag
kann die Landeshauptstadt und ihr Umland mit einer Flut an Festivals
auftrumpfen. Durch meine Recherche für
einen Artikel
auf den Geschmack gekommen ist meine erste Station am
Nachmittag das Traditional Heavy Metal-Festival “Trveheim”, das sogar
schon gestern begonnen hat. Nachmittags spielen dort aufstrebende junge Bands
der Szene, während am Abend echte Oldschool-Legenden zu hören sind. Letztere
werde ich aber leider auslassen müssen, denn abends wartet die Innenstadt mit
einer Vielzahl an Konkurrenzangeboten auf. Da wären das Isarrauschen auf der
Praterinsel, und die Sommerfeste von Minna Thiel, Lucky Who und Kiosk 1917. Wo ich
letztendlich hingehe? Das entscheide ich wohl spontan.

Egal wo, gefeiert hab‘ ich gestern auf jeden Fall. Deswegen verbringe ich
den Sonntag vorwiegend im Bett – und das trotz traumhaftem Spätsommerwetter.
Shame on me! Naja, ich sollte mich ja auskurieren. Am Abend muss ich wieder
singen können, denn in der Milla steigt das Mitmach-Chor-Event GO SING CHOIR. Gesungen wird
genau ein Song, mitmachen darf jeder, der Lust hat.

Das war doch ein wirkliches Festivalwochenende! Am Montag ist
deswegen wieder etwas runter kommen angesagt. Was eignet sich da besser als die
Ausstellung “Samin” des
Fotografen Filippo Steven Ferrara? Im Farbenladen des Feierwerks dokumentiert
er das harte Leben der aus Teheran nach Italien emigrierten Bildhauerin Samin.
In Aussicht der herannahenden Bundestagswahl besuche ich am Abend noch das
Theater Heppel & Ettlich. Dort liest der
ehemalige Oberbürgermeister Christian Ude
aus seinem Buch
“Die Alternative oder: Macht endlich Politik!”. Das Buch, dessen
Titel unlängst von einem
AfD-Politiker für eine dubiose Wahlwerbung vereinnahmt wurde
.

Am Dienstag geht es kulturell weiter, denn ich begebe mich zunächst
auf einen Streifzug durch die Sommergalerie am Praterstrand.
Die zeigt momentan Werke von Simon James. Danach aber gleich weiter ins
Fußballstadion des FC Teutonia München. Denn dort tritt die SpVgg Unterhaching
in einem Benefizspiel gegen eine
All-Star-Auswahl der Münchner Amateur-Vereine an. Die Einnahmen aus dem Event
werden zur Restaurierung des Vereinsheims des FC Teutonia verwendet, das
letztes Jahr einem Großbrand zum Opfer fiel.

Der Mittwoch wird wieder musikalisch: Die Minna Thiel veranstaltet
im Kampf gegen das Sommerloch weiterhin regelmäßig ihre Schienenbuskonzerte. Dieses Mal mit
Stephan Worbs und Ziggy McNeill. Nach zwei entspannten Singer-Songwriter-Konzerten
habe ich aber noch Lust, ein bisschen zu tanzen. Da bietet sich heute das
Hip Hop Hooray” in der
BEARD BAR an.

Am Donnerstag beginnen drei wunderschöne Wochen für Keyboarder wie
mich. Bis 17. September nämlich werden in der ganzen Innenstadt verteilt wieder
die “Play me, I’m
Yours
”-Pianos stehen. Endlich wieder Straßenmusik mit
Klavier! Abends geht der etwas alternative Musik-Tag weiter, denn im Lucky Who
sprechen die Deutschrap-Podcaster Schacht &
Wasabi
über die neuesten Gerüchte rund um Farid Bang, Fler,
Sido und Konsorten. Und weil ich danach immer noch nicht genug habe, gibt’s bis
spät in die Nacht wieder Musik zum Mitmachen auf der Westendjam.

Das war eine anstrengende Woche! Deshalb lasse ich sie am Freitag
ganz entspannt auf dem Isarinselfest ausklingen. Auch
wenn das Fest noch bis Sonntag gehen wird, nach dieser Woche brauche ich wohl
erstmal eine Pause. Und da sag noch einer, München habe
im Sommerloch nichts zu bieten

Text: Maximilian Mumme


Foto: Serafina Ferizaj

Andere Länder, andere Zahlen

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Dass es einen entscheidenden Unterschied zwischen Fahrenheit und Celsius gibt, steht außer Frage. Allerdings können solche kulturellen Verschiedenheiten schnell zu Kommunikationsproblemen innerhalb von internationalen Freundschaften führen.

Jasmine schickt mir einen stirnrunzelnden Smilie. Es ist uns schon wieder passiert. Totale Verwirrung. „Treffen wir uns jetzt um fünf oder um sieben?“, will sie wissen. Ich scrolle die Unterhaltung nach oben und finde den Fehler. Vor einer halben Stunde habe ich ihr geschrieben: „7 am Theatereingang?“ Gemeint habe ich allerdings 17, also fünf Uhr.

Wie immer wollte ich es Jasmine aus Kanada einfacher machen. Schon in der ersten Uni-Woche haben wir festgestellt, dass in Nordamerika aufgewachsene Studenten nicht wirklich vertraut sind mit dem in Europa gängigeren 24-Stunden-System. Ich erinnere mich, wie Jasmine zu ihrem ersten Supervisor-Treffen beinahe zur falschen Zeit aufgetaucht wäre, da sie nicht wusste, was 15 Uhr bedeutet. Allerdings mache ich regelmäßig alles noch komplizierter, wenn ich versuche, „am“ und „pm“ mit den entsprechenden Zahlen zwischen 1 und 12 zu verwenden – 19 Uhr wird aus irgendeinem Grund zu 5. Ähnliches passiert, wenn wir shoppen gehen. „Welche Schuhgröße hast du“, fragt Jasmine. „Ähhh….“, sage ich. „38… ich meine 5 … ich meine … keine Ahnung, was das in deinem System ist.“ Oder wenn sie mir die Temperaturen in ihrer Heimatstadt beschreibt. 77 Grad? Das kann nicht stimmen – bis mir einfällt, dass Fahrenheit anders funktioniert als Celsius.

Schon vor meinem Studium in England war mir klar, dass Maßeinheiten, Uhrzeiten, Kalender – letztendlich alles, was mit dem menschlichen Versuch zu tun hat, Ordnung in ein sinnloses Universum ohne Meterstäbe und Waagen zu bringen – relativ sind. Allerdings habe ich die Auswirkungen der verschiedenen Arten, Ordnung zu schaffen, noch nie so direkt gespürt wie in Oxford, wo auf sehr begrenztem Raum die unterschiedlichsten Nationalitäten und damit Maßeinheiten aufeinander treffen.

Dazu kommt in Oxford dann noch Oxford. Denn in Oxford wird alles noch einmal ein bisschen anders gemacht. Das akademische Jahr wird in drei „terms“ unterteilt, die wiederum in jeweils acht Wochen zerfallen. Woche 1, Woche 2, Woche 3 und so weiter. Offizielle Veranstaltungen, aber auch private Verabredungen werden nur noch mit Nummern bekanntgegeben. Am Anfang runzelte ich die Stirn, als mir meine Mitbewohnerin einen so nur in Oxford erhältlichen Kalender zeigte. Aber schon drei Wochen später dachte ich selbst ausschließlich in Woche 1, Woche 2, Woche 3 und so weiter. Wochen 4 und 5 sind die schlimmsten – man fühlt sich begraben und erdrückt vom Gewicht der hinter und der vor einem liegenden Wochen. Während man sich in München nach acht Vorlesungseinheiten ebenfalls nur noch nach dem Ende des Semesters sehnt, wird es in Oxford bei Notenbekanntgabe wirklich merkwürdig. Bewertungen werden in Prozent ausgedrückt: 50 Prozent sind für ein Bestehen nötig, 80 Prozent zu erreichen, ist in den Geisteswissenschaften unmöglich. 70 Prozent entspricht möglicherweise einer Münchner 1,2.

Ich schaffe es, mich – mehr oder weniger fehlerfrei – mit anderen Maßeinheiten und Zeitrechnungen anzufreunden, aber für mich ist ein Jahr kaum genug Zeit, ein völlig neues Notensystem zu verinnerlichen. Ich lerne zwar die wichtige Lektion, dass man mehr als zufrieden sein kann mit weit weniger als dem, was theoretisch möglich ist (also 100 Prozent oder 1,0). Was das allerdings über meine intellektuelle Leistung aussagt, bleibt irgendwie ungreifbar. Das wiederum scheint nicht nur mir so zu gehen. Ich schicke Jasmine einen stirnrunzelnden Smilie: „65 Prozent – was heißt das jetzt?“ Ihre Antwort: Ich bekomme einen stirnrunzelnden Smilie, „no idea“.

Text: Theresa Parstorfer

Foto: Privat

250 Zeichen Wut: Sommerloch

Jeden Tag am See liegen und abends grillen wird auf Dauer auch langweilig. Leider scheint im Sommerloch aber nichts anderes möglich zu sein.

Jedes Jahr das Gleiche: Alles ausgestorben. Alle auf Malle. Rien ne va plus in der Heimat. Liebe Veranstalter, Clubbesitzer, Theater, Fernsehmoderatoren, Radiosender, Zeitungen, Wirte, Bands, Politiker: Es ist nicht jeder vier Wochen im Urlaub!

Text: Maximilian Mumme

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Amelie

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Es ist Sommer in der Stadt! Für euch ist der Balitrip und die Toskanareise in diesem Jahr nicht drin’? Kein Problem! Unsere Autorin verrät, wie man besonders in München einen urlaubsreifen Sommer erleben kann.

Auch wenn ich mich im Sommer in München gerade Pudelwohl fühle, lässt mich das Reisefieber nie wirklich ganz los. Gut, dass man sich auch hier ganz easy mal wie am Strand fühlen kann. 

Mich zieht es heute am Freitagabend daher in den Strandclub Beach38°. Das Event verspricht Beach Clubbing mit warmen Sand unter den Füßen und einem kühlen Bier in der Hand. Hmm, hört sich nach einem ziemlich angenehmen Start in dieses Augustwochenende an.

Am Samstag geht es gleich sommerlich weiter. Zwar sagt der Wetterbericht leichte Regenschauer voraus, aber das hindert mich in keinster Weise daran auf ein Event zu gehen, das so spaßig klingt, dass ich es auf keinen Fall verpassen will: Die egoFM Schlauchboot Session! Friedliches Paddeln auf dem Olympiasee zusammen mit allen verrückten egoFM-Liebhabern Münchens! Das kann mir nicht mal der größte Regenschauer ruinieren. Und falls ich Abends noch nicht völlig durchnässt bin, schaue ich vielleicht noch beim Wannda Circus Open Air Closing vorbei. Dompteure der letzten Wannda-Circus-Manege sind zum Beispiel SOUKIE&WINDISH oder Miyagi! Yey! Tja, wie ich weint selbst der Himmel voraussichtlich, wenn das letzte Mal für dieses Jahr geWanndat wird.

Wie es sich für einen korrekten Sommerurlauber gehört, wird am Sonntag zuerst einmal ausgiebig ausgeschlafen. Und wenn ich dann schon bereit bin für den nächsten kulturellen Ausflug, begebe ich mich Nachmittags in das Studio3. Dort gibt es am Sonntag eine Vernissage mit der Kunst des jungen Kollektives und anschließender Aftershowparty mit, unter anderem, Jannis Chopin und Mindsight. In der Eventbeschreibung heißt es: „Wir zeigen den Mut uns einzubringen, Kunst in Experimenten und ersten Schritten. Ein einem offener Raum fordert Besucher, Künstler und die Kunst zum Dialog auf.“ Ich bin gespannt!

Zum Wochenstart bleibe ich Wettertechnisch optimistisch, denn für mich gibt es Openair im Kino, Mond & Sterne. Dort läuft am Montag ein Film, der sich schon seit Jahresanfang ganz oben auf meiner Movies-to-whatch-Liste befindet: Expedition Happiness. Ein Dokumentarfilm, in dem sich ein junges Paar zusammen mit ihrem Hund auf Amerikareise begibt, die in einem umgebauten amerikanischen Schulbus von Alaska bis nach Argentinien führt. Ich weiß jetzt schon, dass das Fernweh nach diesem Film nicht ausbleiben wird.

Am Dienstag lockt mich das dortige, sehr überzeugende Indie-Line-Up direkt zur Theatron-Seebühne. Die Aussicht auf Pardon Ms. Arden, The Sound of Money und Ni Sala machen mich schon jetzt ganz hibbelig. Ich freu mich!

Mittwochabend steht ein Grillabend mit Freunden auf dem Programm. Wenn die Temperaturen dafür schön sommerlich bleiben, liebes Wetter, verspreche ich, auch alles brav aufzuessen. Danach ziehen wir wahrscheinlich noch weiter ins Minna Thiel. Da ist Schienen-Bus-Konzert mit Rob Schröder. Der junge Kölner beschreibt seine Musik selbst als „einfühlsam und ehrlich“. Also, Hand aufs Herz, heute wird es noch gefühlvoll!

Zeit für etwas Kitsch wird es am Donnerstagabend. Zum Wochenausklang gönne ich mir nämlich das Feuerwerk beim Impark Sommerfestival im Olympiapark. Die Veranstaltungen dort scheinen es mir diese Woche irgendwie angetan zu haben.

Zum Ende der Woche hin wird es für mich nochmal kulturell. Am Freitag gehe ich zur Vernissage der Ausstellung „Samin“ von Filippo Steven Ferrara. Für die Fotografien dieser Ausstellung hat der Fotograf eine junge Iranerin begleitet, die in Florenz an der Akademie der Feinen Künste Bildhauerei studiert. Durch den Abschluss ihres Studiums wurde ihre Aufenthaltsgenehmigung, die an das Studium gekoppelt war, aufgehoben und sie muss sich jedes Jahr neu um eine Arbeitserlaubnis bewerben. Seitdem befindet sie sich in einem Zustand aus Unsicherheit, illegaler und unterbezahlter Arbeit, bürokratischen Problemen, dem kontroversen Heimweh, Liebe und Verzweiflung. 2016 hat Ferrara begonnen Samins Alltag und Umgebung zu dokumentieren, um schrittweise Zugang zu den intimsten Sphären ihres Lebens zu bekommen. Ich bin sehr gespannt auf diese ganz individuelle und sicherlich zum Nachdenken anregende Ausstellung. Ganz eindeutig ein Höhepunkt auf meiner Wochenreise durch das (fast durchgehend) sommerliche München.

Text: Amelie Völker

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Marina

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Auch wenn die Wetteraussichten nicht die besten sind, trotzt unsere Autorin jedem Regenschauer und lässt sich ihren Sommer nicht verderben. Auf ihrem Wochenplan steht das Theatron, eine Vernissage und die
Surf Film Nacht München.

Bei den eher kühlen als sommerlichen Temperaturen, die mir
die kommende Woche bevorstehen, kommt bei Betrachtung des Wetterberichts noch
keine wirkliche Sommerstimmung auf. Also mache ich mir die eben selber:

Freitag
beginnt gleich mit einem vollen Programm. Zuerst in der Bar Altgiesing, mit der
Vernissage der Ausstellung Books and Birds
mit den Illustrationen von Simon
Marchner. Man kennt ihn in München, von verschiedenen Ausstellungen und weil er
hinter dem ein oder anderen Bandplakat und Albumcover lokaler Bands steckt.
Naturmotive, gebildet aus geometrischen Formen und klaren Farbflächen – klingt
wie ein Gegensatz, funktioniert aber super. Weil mir das noch nicht genug Kunst
war, ziehe ich weiter zur Preview der Stroke. Die Münchner Kunstmesse findet sonst
immer im Frühling statt, seit letztem Jahr gibt es auch eine Ausgabe im Herbst
und jetzt eine Preview, die Veränderungen ankündigt und mich schon seit Wochen
neugierig macht.Nach so viel Kunst brauche ich dann aber erstmal Entspannung
für die Augen. Also ab ins Kooks, Augen zu und Musik an, zu dem punkigen Mix
von DJ Robert Pointner. Ideal für einen Freitag Abend und perfekt für mein
entspanntes Sommerfeeling.

Samstagmorgen fällt es mir plötzlich wieder ein: Da warten
noch drei Hausarbeiten auf ihre Bearbeitung. Das hatte ich irgendwie geschickt
verdrängt – aber es hilft nichts, den Tag verbringe ich fleißig vor dem Laptop.
Abends geht es dann aber zum Theatron, das Festival ist im August nicht
wegzudenken, wenn man in München unterwegs ist. Außerdem spielen heute mit AMI
und Xavier Darcy
zwei meiner absoluten Lieblingsmusiker aus München, die ich in
dieser Kombination nicht verpassen will.

Sonntag bin ich tagsüber wieder mit den Hausarbeiten
beschäftigt – jedenfalls ein bisschen. Um doch noch vom Uni-Stress
abzuschalten, habe ich mir mit dem Film „Gaza Surf Club“ bei den
Filmkunstwochen ein entspanntes Abendprogramm gesucht. Es geht um junge
Palästinenser, die ausbrechen wollen aus den begrenzten, von den Hamas
regierten Gebieten, und das zumindest in einem Moment schaffen: auf dem Meer,
beim Surfen. Beeindruckt von diesem Film falle ich nach dem Wochenende erstmal
müde ins Bett.

Wie jeder andere auch mag ich Montage nicht besonders. In
die Arbeit fahren um eine Uhrzeit, die ich eigentlich gerne eher schlafend
erleben würde – naja, kann man nicht ändern. Dafür lege ich nach der Arbeit
noch einen Abstecher zur Praterinsel ein, wo gerade der Open Air Bar Market
stattfindet. Besonders die Madam Bar mag ich sehr gerne und freue mich über die
Möglichkeit, meinen Montag entspannt ausklingen zu lassen.

Am Dienstag zieht es mich wieder zum Theatron, wo heute
Adulescens auftreten. Mit mitreißendem Electro-Pop inspiriert von Post-Rock und
Elektro mischen sie das Publikum ordentlich auf. Da macht zuhören Spaß und ich
kann mitwippen und den Abend genießen.

Der nächste musikalische Höhepunkt sind zwei bekannte
Singer-Songwriter aus der Münchner Musik-Szene im Minna Thiel. Jacobey und
Nikolaus Wolf spielen beim Schienen-Bus-Konzert und verzaubern die Zuhörer
einerseits mit eingängigen, leicht melancholischen Melodien und
charakteristischer Stimme bis hin zu großartigen Songs, die mit ihren Texten
direkt unter die Haut gehen. So sollte ein Mittwoch doch aussehen!

Wer hätte es gedacht: Donnerstag bin ich schon wieder auf
einem Konzert. Diesmal im Maxe Belle Spitz, bei We Speak in Colors, dem
Indie-Projekt des Amerikaners Andrew Armstrong, ein Künstler, der mit seinen
eindrucksvollen Songs und einer sanften Stimme Bilder von Sonne und Fernweh
zaubert. Kein Wunder, denn der Musiker ist in den letzten Jahren selten an
einem Ort geblieben und treibt sich durch die USA und die ganze Welt. Support
gibt es von Ben Deen, Singer-Songwriter ursprünglich aus München, mit bluesigen
Songs über das Leben.

Am Freitag gehe ich es ruhig an und greife ein anderes Thema
dieser Woche wieder auf: Surfen. Bei der Surf Film Nacht München erfahre ich,
wie die spanische Surfkultur entstand, die heute Menschen aus der ganzen Welt
anzieht. Nach dieser Woche voller Konzerte und Filmerlebnisse falle ich müde
ins Bett – meine Hausarbeiten habe ich natürlich schon wieder vergessen.

Text: Marina Sprenger

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Serafina

Semesterende. Unsere Autorin will die neu erworbene Freizeit ausnutzen. Auf dem Wochenplan steht der Münchner Sommernachtstraum, das
Free &
Easy Festival und besucht die Ausstellung
„20 Jahre Münchner Schnupfen“ im Lost Weekend.

Es ist Freitag und das Semester ist um. Die
Zeit der unendlich vielen Referate ist vorbei (Studium der
Geisteswissenschaften sei Dank!) und die Abgabefristen der Hausarbeiten sind
noch weit weg. Endlich wieder Zeit, um coole Veranstaltungen besuchen zu können.
Da kommt die Bumm
Clackakademie
wie gerufen, bei der Münchner DJs wie L One, Dj Buck, Leo Lex und K-Hans-K den ganzen
Nachmittag über im Garten der Akademie der Bildenden Künste auflegen. Dort gibt
es Snacks, kühle Getränke und der Eintritt ist auch noch frei. Später geht es
ins Maxe-Belle-Spitz zum Albumrelease von Mighty
Steel Leg Experience
, wo Henny Herz und John Garner auch
auftreten werden. Ein perfekter Freitagabend, um die vorlesungsfreie Zeit
einzuleiten.

Am Samstag ärgere ich mich, dass ich es
verplant habe, Karten für das Schall im
Schilf Open Air
zu holen. Egal, das Wetter soll eh nicht gut werden.
Daher entscheide ich mich, auf das Subkultur
Open Air
zu gehen und freue mich vor allem auf die Musik der Münchner
Künstler. Später fahr ich zum Olympiapark und genieße auf dem Olympiaberg das
Feuerwerk beim Münchner
Sommernachtstraum
.

Das
Wochenende lasse ich am Sonntag auf
dem Free &
Easy Festival
so musikalisch ausklingen, wie es begonnen hat. Das Programm
ist schon mal sehr vielversprechend: Jacobey, Wendekind, The Moonband und viele
weitere Künstler treten auf.

Die neue
Woche startet mit einem eher ernsten, aber sehr interessanten Thema. Am Montagabend sprechen im Container
Collective vier geflüchtete Journalisten aus Uganda, Syrien, Afghanistan und
Nigeria zum Thema „So lebt
ihr also“
über ihren Blick auf München und Bayern. Anschließend gibt
es eine Gesprächsrunde mit dem Publikum. Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge
und Erfahrungsberichte.

Am Dienstag zeigt mir Facebook keine coole
Veranstaltung an. Ich glaube, ich nutze den Tag, um mein Zimmer mal wieder
aufzuräumen.

Am Mittwoch besuche ich mit einer Freundin
das Lost Weekend. Dort findet die Vernissage
„20 Jahre Münchner Schnupfen“
über die ersten zwanzig
Lebensjahre des Künstlers Marc Henry in München statt. Die Ausstellung versucht,
mit den typischen Klischees über München als „Wohlstandsstadt“ zu brechen und
möchte zeigen, dass es in München viel Kunst und Kultur
gibt.

Wo wir
schon beim Thema Klischee sind: Das Brass Wiesn
Festival
, das „gschmeidigste Festival weit und breit“ beginnt am Donnerstag und dauert vier Tage. Viele
bayerische Bands, unter anderem die Jungs von dicht & ergreifend, werden
auftreten. Das ist für mich als Zurgroaste gleichzeitig noch eine weitere
Lerneinheit für die bayerische Sprache.

Und am Freitag endet die erste Woche der
vorlesungsfreien Zeit, der Sommer ist wieder zurückgekehrt und das Ritual des
Prokrastinierens geht in eine neue Runde.

Text: Serafina Ferizaj

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag: Unterwegs mit Ornella

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Alle reden nur noch von den Prüfungen, auch unsere Autorin kann dem nicht entfliehen. Und obwohl sie auch so schon viel mit Kulturwissenschaften zu tun hat, richtet sie ihre Freizeitplanung ganz der Kultur: Eine Woche zwischen Theater, Lesungen und Ausstellungen

Alle beschweren sich über die
böse Kälte und den schlimmen Lernstress. Die Prüfungen rücken auch für mich
immer näher. Dennoch: Ich werde es locker angehen. Wer lernt, muss sich
zwischendurch auch belohnen. Nur so bleibt am Ende vielleicht auch was hängen.
Ich packe mich also dick ein (Tipp: Zwiebellook geht immer!) und freue mich auf
die wohlverdiente Ablenkung in den Lernpausen.

Am Freitag geht es nach langer Zeit endlich wieder ins Volkstheater. Regisseur
Nicolas Charaux bringt mit dem Ensemble Das Schloss von Kafka auf die Bühne.
Ich freue mich ganz besonders, denn meine Freundin Pola Jane O’Mara spielt in
dem Stück mit.

Nachts träume ich wahrscheinlich
immer noch von den Schauspielern mit ihren weiß geschminkten Gesichtern und
denke über Kafka nach. Trotzdem stehe ich am Samstag fit auf. An diesem Morgen liegt der Geruch von Fasching in
der Luft. Und es geht schon wieder ins Theater. Das Gärtnerplatztheater öffnet
seine Türen zum alljährlichen Kostümverkauf.
Während ich dort meine Runden drehe, treffe ich auf bekannte Gesichter und
fühle mich zurückversetzt in die Zeit als Praktikantin an diesem schönen
Theater.

So langsam meldet sich das
schlechte Gewissen. Also ab nach Hause. Die Arabisch-Vokabeln lernen sich ja
nicht von selbst. Den Abend will ich aber trotzdem nicht zu Hause verbringen. Im
EinsteinKultur startet um 17 Uhr der Große Tag der jungen
Münchner Literatur
. Hier beweisen 60 junge AutorInnen aus der Stadt ihr
Schreibtalent. Ich lausche gespannt dem frischen Wind der jungen Literaturszene
Münchens.

Den Sonntag beginne ich entspannt und schlafe aus, bevor mein
Schreibtisch mich zur Arbeit ruft. Fleißig sein ist angesagt. Die Zeit vergeht
aber wie im Flug und am Abend gehe ich ins Literaturhaus.
Heute liest dort Jonathan Safran Foer aus seinem neuen Roman Hier bin Ich. Das ungefähr 700 Seiten
dicke Buch liegt noch auf meinem Tisch und will gelesen werden. Geht leider
wohl erst nach den Klausuren. Dafür gönne ich mir aber an diesem Abend eine
Kostprobe vom Autor höchstpersönlich.

Montag. Neue Woche. Die Prüfungen rücken schon wieder um ein bedrohliches
Stück näher. Bitte bloß keine Panik! Um also den Kopf frei zu bekommen,
schnappe ich mir eine Freundin und zusammen gehen wir ins Haus der Kunst und
sehen uns die Ausstellung
Two Suns in a Sunset von Joana
Hadjithomas und Khalil Joreige
an. Das Künstlerpaar aus dem Libanon
beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Geschichte ihres Heimatlandes. Ein
bisschen Landeskunde kann eben auch nicht schaden und ist immer nützlich, denke
ich mir und freue mich über den gelungenen Feierabend.

Nachdem ich Sprache und
Landeskunde also erfolgreich in meiner Freizeit verbunden habe, erwartet mich am
Dienstag eine weitere Lernsession.
Bevor ich mich von der Uni auf dem Heimweg mache, besuche ich heute die Weiße Rose
Gedächtnisvorlesung
um 18 Uhr im Audimax der LMU. In diesem Jahr hält Michael Verhoeven, Regisseur des Films Die
Weiße Rose
, den Vortrag.

Die Hälfte der Woche ist schon
fast geschafft. Der Mittwoch hat es
trotzdem immer ganz schon in sich, denn ich muss arbeiten und um 20 Uhr endet
meine letzte Vorlesung. Nach so einem Tag kann ich irgendwie nicht mehr
produktiv sein. Deshalb beschließe ich, in die Jazzbar Vogler zu gehen. Mittwochs
steht hier immer The Art of the Piano
auf dem Programm und ich entspanne mich, während ich dem Pianisten zuhöre. Dazu
noch eine leckere Weißweinschorle und die besten Freunde. Besser kann es
eigentlich nicht sein. Musikalisch neigt sich so mein Tag dem Ende zu.

Relativ unspektakulär bleibt der Donnerstag. Mein Highlight wird heute
Abend ein Besuch im Theatiner
Filmtheater
sein. Ich sehe mir den Film Forushande
(The Salesman)
in Original mit Untertiteln an. In Cannes wurde das
spannende Drama aus dem Iran für das beste Drehbuch geehrt. Nachdem ich Forushande gesehen habe, will ich
unbedingt auch noch Farsi lernen. Aber eins nach dem anderen. Arabisch ist
schon Herausforderung genug.

Bei der Stundenplangestaltung war
ich clever: Am Freitag muss ich mich
nicht in der Uni blicken lassen. Ich genieße meinen Vormittag, weil ich keinen
Zeitdruck habe. Die Woche lasse ich – schon wieder – im Theater ausklingen. In
den Kammerspielen
sehe ich mir “Der Fall des Meursault –
eine Gegendarstellung”
an, nach dem Roman von Kamel Daoud. Ganz nach meinem
Geschmack und passend zu meinem Lernschwerpunkt ist die Inszenierung auf
Arabisch, Farsi und Deutsch. Natürlich auch mit deutschen und englischen
Untertiteln. Im Anschluss will ich noch ein bisschen Feiern gehen. Es zieht
mich ins Milla. Heute gibt’s dort bei Monaco’s
Finest
einen Mix aus Funk und Hip-Hop. Genau das Richtige, um einfach nur
abzutanzen. Die Prüfungen kommen schon noch früh genug.

Text: Ornella Cosenza

Foto: Privat

Von Freitag bis Freitag München: Unterwegs mit Serafina

Bevor es für unsere Autorin in den Urlaub nach Valencia geht, genießt sie sieben Tage  Kultur in München. Sie geht zum Hans-Sachs-Straßenfest im Glockenbachviertel, zum Konzert von The Whiskey FoundationThe Charles und The Black Submarines auf dem Theatron Musiksommer und zur Fotoausstellung “Das Bild von München” von jungen Fotografen am Praterstrand. 

Endlich Freitag! Sobald man ins Arbeitsleben schnuppert und keine Uni hat, lernt man diesen Tag wieder sehr zu schätzen: Es ist ruhig, alle freuen sich aufs Wochenende und es ist ganz entspannt. Deswegen gehe ich in mein Lieblingscafé Reed an der Hohenzollernzollernstraße (es soll heute ja eh wieder regnen). Dort trinke ich Smoothies, gönne mir den leckersten Zitronenkuchen der Welt und lasse mich von der guten Laune von der Inhaberin Jules anstecken. Dabei schmökere ich in den vielen Zeitschriften, die es dort gibt (richtige Schätze!) und tanke viel Energie für den nächsten Tag.

Denn für den Samstag habe ist einiges geplant: Zunächst geht es zum Hans-Sachs-Straßenfest ins Glockenbachviertel. Dieses Jahr lautet das Motto “Liberté, Égalité, Fraternité”. Das schöne Frankreich also. Ich schlendere durch die Straße, lausche der Musik und halte Ausschau nach französischem Käse und französischen Wein. Anschließend geht es abends zum Abschlussfest in den Wannda Circus in Freimann. Dort erwarten mich nicht nur Künstler aus München, sondern auch Musiker aus Berlin, Halle und Dresden, die  Electro, Pop und Dance auflegen. Genau die richtige Musik, um die Nacht durchzufeiern.

Deswegen lasse ich den Sonntag ruhiger angehen. Ich schlafe aus, jogge gemütlich eine Runde durch den Englischen Garten und bin den ganzen Tag ganz hibbelig, weil ich mir diesen Abend fett im Kalender markiert habe: Auf dem Theatron im Olympiapark spielt eine meiner Lieblingsband: The Whiskey Foundation!!! Nachdem ich sie vor einem Jahr als Vorband von AC/DC kennenlernen durfte, freue ich mich meeega, sie wieder live zu hören. Gemeinsam mit den Auftritten von The Charles und The Black Submarines wird es ein musikalisch richtig guter Abend. Der perfekte Abschluss des Wochenendes.

Der Montag wird bei mir relativ ereignislos: Nachdem ich an diesem vollgepackten Wochenende erfolgreich prokrastiniert habe, wird es Zeit, an meiner Hausarbeit weiterzuschreiben. Die Abgabefrist rückt immer näher.

Um den Gedanken daran zu verdrängen geht es am Dienstag zur Fotoausstellung Das Bild von München am Praterstrand. Bei dieser Ausstellung werden Bilder von jungen Fotografen gezeigt, die ihr persönliches Bild von München zeigen. Am Ende entscheidet dann das Publikum selbst, welches Foto gewinnt. Anschließend gibt es eine Party mit Electro und Dance. Mission accomplished, würde ich sagen.

Visuell geht es am Mittwoch weiter. In der Kunsthalle gibt es wieder eine neue Ausstellung, die wieder sehr vielversprechend ausschaut. Das Motto lautet dieses Mal „Inszeniert“. Gezeigt werden nicht nur Fotografien, sondern auch Filme oder Skulpturen aus der Sammlung Goetz von 1972 bis 2013. Diese setzen sich mit der Thema Schein oder Sein auseinander und beziehen sich dabei auf Theater, Oper oder Ballett.

Den Donnerstag nutze ich aus, um meine Hausarbeit fertig zu stellen. Daher belohne ich mich mit einem kostenlosen Bio-Eis bei Ice & Creme im Bean Store auf der Theresienstraße und stöbere durch die Klamotten. Später setze ich mich mit Freunden in den Biergarten, trinke einen kühlen Radler und freue mich auf den nächsten Tag. Aber auch nicht zu lang, denn am Freitag muss ich um sechs Uhr in der Früh im Flieger sitzen: Es geht nach Valencia, mein Höhepunkt in  dieser Woche. Erst einmal heißt es richtig Sommer, Sonne, Strand und Fiesta. Aber auch nur für ein paar Tage. In München gibt es viele weitere coole Veranstaltungen, die ich ungern verpassen möchte.

Von:  Serafina Ferizaj