Stadt-Land-Rock 2016: Playlist

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In unserer Stadt-Land-Rock-Playlist könnt ihr noch einmal in den Sound der
Bands reinhören. Klickt es, hört es, tanzt es!

Da kommt was auf euch zu: Am, 21. Juli, geht es los und enden wird es erst am Samstag, 23, Juli. Drei Tage voller Musik, Tanz und Party beim Stadt-Land-Rock-Festival 2016 auf dem Gelände des Tollwoods.
Die Bands haben wir euch bereits vorgestellt – jetzt geht es nur um die Musik.

Hier gibt es noch einmal alle Bands in der Kurzbeschreibung:

21. Juli: Vertigo – The Black Submarines – The Charles – Paul Kowol

22. Juli: SweetLemon – Mola – Nick Yume – Clea Charlotte

23. Juli: Line Walking Elephant – The Red Aerostat – Ludwig Two – KLIMT

„Die Musikszene ist momentan sehr spannend!”

Standortfaktor Pop: Ist München jetzt wirklich so uncool, dass man
als Band keine Chance hat? Läuft alles prima? Oder muss die Stadt weit
mehr fördern als bisher? Wir haben bei Clea Charlotte nachgefragt.

Ist
es leicht, eine Band in München zu gründen bzw. aufrecht zu erhalten?

Es
gibt viele musikalisch-künstlerische Veranstaltungen bei denen man sich mit
anderen Musikern (zukünftigen Bandkollegen) vernetzen kann. Die Szene bietet
auf jeden Fall auch einige interessante Auftrittsmöglichkeiten für noch
unbekannte Bands. Die hohen Mietpreise/Lebenshaltungskosten sind aber schon ein
Problem. Viele sind ja deshalb auf einen Fulltime Job angewiesen oder müssen
neben dem Studium viel arbeiten. Das macht es schwierig, den Ansprüchen einer
Band gerecht zu werden und sie aufrecht zu erhalten.

Was
haltet ihr von der Münchner Musikszene? Gibt es Schwierigkeiten oder auch
Vorteile?

Ich
finde die Münchner Musikszene momentan sehr spannend. Man trifft viele lokale
Musiker aus Süddeutschland aber es wird zunehmend internationaler. Dennoch ist
die Szene momentan noch nicht so groß und international wie beispielsweise in Berlin.
Somit hat man in München noch eine etwas größere Chance aufzufallen.

Würdet
ihr euch von der Stadt mehr Unterstützung für die Szene wünschen? Welche Art
von Unterstützung? Was tut sie bislang zu wenig?

Bis
jetzt kann ich mich nicht beklagen. Ich finde es schön, dass immer wieder neue
Auftrittsmöglichkeiten entstehen, wie z.B. im Bahnwärter Thiel. Gut wäre, wenn
es mehr kleine Festivals für Singer Songwriter/Bands gäbe, bei denen noch
unbekannte Musiker sich zeigen und vor einem größeren Publikum spielen können
und über die dann auch berichtet wird. Das würde den Start in die Szene
erleichtern.

Haben
es Bands aus München schwieriger national Fuß
zu fassen?

Ich
erlebe es nicht so, dass Münchner Musiker einen nennenswerten Nachteil
gegenüber Musikern aus anderen Städten haben. Bisher hatte ich jedoch
hauptsächlich Auftritte in München und kann da nicht aus Erfahrung sprechen.
Ich denke jede Stadt hat ihren eigenen besonderen Charme. Den ewigen
Berlin-Vergleich finde ich zum Beispiel anstrengend. Gerade in München bewegt sich
momentan so viel, dass es besonders spannend ist ein Teil davon zu sein.

Habt
ihr persönlich schon Erfahrung mit Vorurteilen gegenüber Münchner Künstlern
gemacht?

Nein
überhaupt nicht.

Was
zeigt, dass auch München eine tolle, alternative Musikszene zu bieten hat?

Die
zahlreichen Music Sessions/Open Stages, die jede für sich ein besonderes
Ambiente bietet – ob Lost Weekend, Import Export oder die Bühne von Ludwig und
Kunst. Besonders schön finde ich auch die Vernetzung der Musiker unter einander
– man kennt sich und gibt sich gerne Tipps für Auftritte, Aufnahmen etc. Nicht
zuletzt finde ich es schön, dass es so viele wirklich tolle Musiker
verschiedener Musikstile gibt (Soul, Electro, Techno, Singer Songwriter, Rock,
Folk etc.)

Habt
ihr schon mal geleugnet, aus München zu sein? Wenn ja, warum –
wenn nein, würdet ihr es tun?

Nein,
würde ich auch nicht tun.

Foto: Kai Neunert