Neuland: Amélie Haidt // 23 Karat

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Amélie Haidt kennt man als Musikerin bereits aus Projekten wie SiEA oder MissMango. Im März wird sie mit ihrer neuen Band 

Amélie // 23 Karat  die EP 

„In Gold“ im Cord Club veröffentlichen.

Als Musikerin kennt man sie schon aus anderen Projekten, wie zum Beispiel SiEA oder MissMango. Mit ihren deutschsprachigen Kompositionen tritt Amélie Haidt aus München jetzt nun auch unter dem Namen Amélie // 23 Karat auf. Für das neue Projekt hat sie die Band 23 Karat neu formiert. Im Laufe des vergangenen Jahres ist in einem Studio in Hamburg eine EP mit dem Titel „In Gold“ entstanden. Teilweise hat Amélie die Gitarren- und Gesangsspuren live eingespielt. Normalerweise stellt sie die Kompositionen immer erst ihrer Band vor, erst dann wird etwas gemeinsam entwickelt. Dieses Mal jedoch wollte Amélie am Prozess eines jeden Instruments beteiligt sein. „Weil es mein Herzensprojekt ist“, sagt sie. Die Tracks auf der neuen EP handeln „von den 9000 Tagen meines bisherigen Lebens und was in dieser Zeit alles passieren kann. Von der Liebe zur Unvorhersehbarkeit und den Zweifeln die dadurch entstehen können“, sagt die Musikerin.
Die Texte der Songs sind wortgewandt und poetisch, begleitet von Amélies warmer Stimme. Am 28. März veröffentlicht sie mit ihrer Band die EP bei einem Konzert im Cord Club.  

Foto: Nikolas Fabian Kammerer

Text: Ornella Cosenza

Neuland: SAMT

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Swallow Tailed hat einen neuen Namen, einen neuen Musikstil und ein Bandmitglied weniger. Das Trio startet jetzt nach zweijähriger Pause wieder durch – als SAMT. Sie haben sich nun dem Elektro-Pop verschrieben.

„Wir sind jetzt erwachsener geworden“, sagt Philip-Maximilian Maier. „Unsere Musik kann man nicht mehr dem klassischen Indie zuordnen, sondern sie ist jetzt elektronischer und poppiger.“ Philip spielt Gitarre und singt bei der Band SAMT – früher Swallow Tailed. Swallow Tailed hatte im Dezember 2015 eine Pause eingelegt, nachdem Schlagzeuger Lenny die Band verlassen hatte. „Wir waren zuerst traurig, weil es gut lief und wir viel Spaß hatten, aber er hatte das Gefühl, uns auszubremsen, weil er andere Verpflichtungen hatte.“ Nun sind die anderen drei Bandmitglieder, Philip, Pia Kreissl und Jakob Arnu, zurück – mit neuem Namen und neuer Musik. Für die Fans war es eine zweijährige Pause, doch das Trio hat still und heimlich im Studio Musik geschrieben. „Wir haben uns viel mehr Zeit für die Songs genommen als früher“, sagt Philip. „Es war uns eine Freude und Ehre, an einer Webserie musikalisch mitzuarbeiten.“ Außerdem möchte SAMT jeden Monat einen neuen Song herausbringen. In den nächsten Monaten folgen auch Musikvideos und von Frühling an Konzerte.

Text: Lena Schnelle

Foto:

Johannes Kliemt

Band der Woche: Delamotte

Die Finalisten des Sprungbrett-Wettbewerbs
Delamotte
begeistern mit

ihrer absurden Herangehensweise an die eigene Inszenierung und dem erfrischend surrealen Umgang mit verschiedenen Genres.

Die Auseinandersetzung mit Popmusik hat eine Konstante: den Rückgriff auf die Beatles. Das ist natürlich erschreckend, denn immerhin ist deren Blütezeit nun auch schon um die 50 Jahre vorbei. Wenn man jedoch dieses wiederkehrende Auftauchen der Beatles mit den Konstanten der Klassik vergleicht, wirken die 50 Jahre fast nichtig. Da bezieht man sich gerne mit einer ähnlichen Vehemenz auf Johann Sebastian Bach – und der ist 1685 geboren, da verhandelt man also ganz andere Zeitspannen. Was man bei so viel Beweihräucherung oft vergisst, ist der absurde und bisweilen ins surreale kippende Witz, den die Liverpooler auch schon bei den Teenie-Love-Songs von „Love me do“ bis „Please please me“ hatten. Zumindest außen herum und in den Filmen, die Songs sind da noch in sich geschlossene Berührungswunderwerke.

Rein technisch reicht die Indie-Gitarren-Band Delamotte da heran. Richtige Mucker sind die fünf Musiker, die ihre Klassiker (in dem Fall die Beatles) gelernt haben und nun in wunderbaren Harmonien und herrlichen zweiten Stimmen im Song „Backshift“ beinahe an die sanfte Entrückung von „Please please me“ herankommen. Doch, was Delamotte, die sich im oberpfälzischen Neumarkt gründeten und mittlerweile zum Teil in München studieren, besonders macht, ist ihre absurde Herangehensweise an die eigene Inszenierung und ein erfrischend surrealer Umgang mit Genres. Denn neben dieser glitzernden Beatles-Kunst, die technisch in ihren Songs steckt, klingt das im Gesamten eher wie eine wild durchpflügte Landschaft verschiedener Popmusikstile: Da ist zum Beispiel die hüpfende Funk-Gitarre, ultra tight gespielt, denn technisch sind sie eben alle ausgesprochen versiert. Aber wann es da losfunkt und in welchen kompositorischen Zusammenhängen diese Licks auftauchen, das hat etwas von der schmunzelnden Konventionsverweigerung, die die Beatles in ihren Filmen an den Tag legten. Und Delamotte haben noch mehr solcher songwriterbezogenen Witze zu bieten: etwa eine Falsett-Stimme, irgendwo zwischen Iron Maiden und Michael Jackson im Song „Rainy Night“. Oder das Keyboard und die Orgeln, die sich watteweich unter die Gitarren legen und in „Change your Karma“, dem Opener der EP mit dem abstrusen Titel „Eine kleine Einführung“, die Musik ein wenig nach der Titelmelodie einer Vorabend-Serie klingen lassen; bis der Gesang einsetzt, samt den Harmonien, die die Jungs chorknabenrein zusammen singen können, und schon ist man als Hörer wieder ergriffen.

Mit diesen Songs, die ein bisschen wie eine wildgewordene Jukebox klingen, trotzdem herrlich musiziert sind und eben durchaus berühren, spielten sie sich gerade ins Finale des Sprungbrett-Wettbewerbs. Demnächst planen sie eine EP herauszubringen, mehr Texte auf Deutsch wollen sie darauf packen, denn das zwinge sie zu mehr Ehrlichkeit, erklären sie. Obwohl sie von großen politischen oder gesellschaftlichen Botschaften in ihrer Musik eher nicht viel halten. Der kleine Rahmen ihrer Auftritte erscheint ihnen dafür unpassend: „Wenn Musiker auf der Bühne anfangen, politisch zu werden, geht es meist nur darum, dem Publikum noch einmal zu sagen, was es ohnehin schon denkt und fühlt.“ Ein Song sei im besten Fall ein „kleiner Orgasmus“, der Musiker und Zuhörer für zwei bis vier Minuten alles um sie herum vergessen lässt. Einen kleinen Ausblick, wie schräg dieser Humor mit dem musikalischen Beatles-Können dieser Band werden könnte, zeigt sich jetzt schon im Song „Garten Eden“: Deutscher Gesang trifft auf verstimmte Synthies und sedierten Pseudo-Rap. Ein Hoch auf das Schräge und den Humor in der Popmusik, die sich oft viel zu Ernst nimmt. 

Stil: Gitarren-Pop/Beat
Besetzung: Constantin Habel (Gitarre, Gesang), Alex Gsell (Gitarre, Gesang), Tim Walter (Bass, Gesang), Christian Hilbig (Keyboard, Gesang), Nikolas Thier (Schlagzeug)
Aus: Neumarkt, München
Seit: 2014
Internet: www.soundcloud.com/delamotte-1


Text:
Rita Argauer

Foto: Privat

München-Models: Ada Binaj

In München leben viele schöne Menschen. Unter ihnen gibt es auch einige Models. Ob hauptberuflich, als Nebenjob oder Hobby: Wir porträtieren jede Woche ein Münchner Model und erzählen von dem Menschen hinter dem hübschen Gesicht.

Konzentriert sieht Ada Binaj von den Saiten ihres Basses auf und hinunter zum Publikum. Die 22-Jährige steht auf der Bühne des Theatrons. Sie spielt Bass in der Band von Paul Kowol, dem Gewinner des diesjährigen Feierwerk-Bandwettbewerbs. Die junge Frau ist es gewohnt, im Rampenlicht zu stehen. „Ich bin momentan bei zwei Bands Bassistin, das schätze ich sehr. Meiner Meinung nach gibt es zu wenige Frauen, die das machen“, sagt Ada.

Die Musikerin weiß, wie sie sich auf der Bühne präsentieren muss, allerdings kommt das nicht nur von den vielen Bandauftritten. Ada arbeitet seit etwa zwei Jahren nebenberuflich als Model und verdient sich somit ein wenig Geld dazu. Hinzu kann sie Erfahrung sammeln. „Es ist eine tolle Sache. Ich konnte beim Modeln an meiner Darstellung arbeiten und Kontakte knüpfen“, sagt sie. Dennoch sieht Ada ihre Zukunft im Musikbusiness und nicht vor der Kamera von Fotografen. In diesem Jahr schloss sie eine Ausbildung an der Musikfachschule in München ab. Ihre Instagramseite, der mittlerweile mehr als 1100 User folgen, ist gespickt mit Selfies aus Tonstudios, aber auch hochwertigen Porträts aus Werbekampagnen. In beiden Bereichen treibt sie eine ganz bestimmte Motivation: „Ich möchte junge Frauen dazu ermutigen, sich zu trauen und das zu tun, was sie wollen.“


Text: Anastasia Trenkler

Foto: Robert Haas

Mit der U-Bahn zur eigenen Show

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Schwarzfahren – das macht sogar Mario Radetzky, Gitarrist von Blackout Problems. In seinem Gastbeitrag erzählt er, wie es ist, wenn man mitten auf Tour für eine Show nach Hause kommt. Einblicke wie diese gibt die Band auf ihrem Tour-Blog.

Mitten
in der Tour in München zu spielen, war für viele ein wahrer Segen. Für die mit
vor Dreckwäsche explodierenden Koffern, kam die heimische Waschmaschine wie
gerufen. Für die mit Samenstau platzenden Eiern die Freundin oder stabiles
Internet. Für mich kam nach den zwei zu überquerenden Grenzen in der Nacht die
Klarheit zurück. Wirklich nach Hause fahren war ja gar nicht möglich. In meinem
WG-Zimmer haust ein Wiener, was es mir nicht möglich macht, in den eigenen vier
Wänden zu nächtigen. Also bleibt eins beim alten Tourtrott und ab geht’s auf
ein befreundetes Sofa. Auch nicht schlecht.

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Immerhin kann die Anreise zum
Konzert heute alle anderen in den Schatten stellen. Schwarz mit der U-Bahn
fährt es sich doch am allerbesten zu einem Gig. Mit der MVG App im Anschlag
um schnell noch ein
Kurzstreckenticket zu kaufen, für den Fall der Fälle. So bilde ich mir ein, im
letzten Moment dem 60€ Strafzettel
zu entgehen. Auf diese Weise schlängel ich mich jetzt schon eine Weile von S
zu U-Bahn und komme im Großen und Ganzen preiswerter weg, als mit einem
Monatsticket. Leider bringt das auch so seine Nebenwirkungen mit sich und so
bekomme ich regelmäßige Paranoia Anfälle, wenn Gruppen von drei Personen mit
Assi-Mänteln, Assi-Frisuren und Assi-Taschen einsteigen. Es sind immer die, von
denen man es am wenigsten erwartet. Auf einmal heißt es „Grüß Gott, Fahrscheine
bitte“ und dein Herz hängt dir in der löchrigen Hose und droht auf den Boden zu
klatschen, während du dein hart verdientes Geld in den Rachen der Deutsche-Bahn
Kevins und Jeremy-Pascals wirfst. 

Als
ich mich tatsächlich verlaufe – ja eigene Stadt, aber dann doch eine komische
Route eingeschlagen – und mit Google Maps wie ein Pokémon-Fan über eine
Autobahnbrücke irre, mache ich mir so meine Gedanken über den Ort, in dem wir
uns gerade befinden. München und mich verbindet eine besondere Beziehung. Wie
ich hier gelandet bin, weiß ich ehrlich gesagt nur so halb. Klar, ich wollte zum
einen raus aus dem lethargischen dreieinhalb Tausend Seelen Dorf. Zum anderen
war München da irgendwie die nächste Option, die in Frage kam, um weiterhin mit
den Freunden Musik zu machen. Familie oder Freunde hatte ich hier gar nicht und
freue mich tagtäglich über alles, was seit dem „Einziehen“ entstanden ist. Sei
es, wie es ist. Jetzt bin ich hier.

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Als
Musiker in einer Stadt zu leben, heißt auch, dass man zwangsläufig mit deren
Musikszene in Berührung kommt. Ob du das willst oder nicht, irgendwann musst du
dich stellen. Hier gibt es eine Art Szene, der wir irgendwie angehören und
irgendwie auch nicht.

Ein
paar kennen uns hier schon, ein paar noch nicht. Ein paar akzeptieren uns, ein
paar haben uns mal als Kackbratzen bezeichnet, die von Mami & Papi
gesponsert werden und die den kleinen Erfolg, den wir unser Eigen nennen, nicht
verdient haben. Die letzteren sind zwar in der Minderheit, existierten jedoch.
Sie spielen meistens in Bands, die die Fahne der Akzeptanz vor sich her
schwingen und auf eine Szene schwören, die alles hasst, was es schafft einen
Club auch nur annähernd voll zu machen. Wir haben schon einige von ihnen
umgestimmt und andere überlebt, aber das war ein harter Kampf, der uns eigentlich
nicht interessiert. Wir haben das meist so gehandhabt: Wenn ihr uns nicht mögt,
fickt euch und geht halt auf andere Konzerte. Enttäuscht wurde ich schon einige
Male von Vertretern der Musikszene, die ihren Kollegen keinen Erfolg gönnen. Ich
verstehe das nicht. Das lässt uns doch lediglich in Sackgassen laufen, in denen
wir auf unseren eigenen Scheisshaufen ausrutschen. Ich bleibe Fan von
gegenseitigem Support und gönnerhaftem unter die Arme greifen. So freue ich
mich ganz besonders heute diverse Musiker-Kollegen, Freunde und Bekannte im
Publikum zu entdecken. Es hat sich ausgezahlt zäh zu bleiben. Bei uns selbst zu
beharren und nicht aufzugeben. Allen, die das Miteinander supporten: ein
virtuelles High Five & Alles Gute.

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Das
Publikum bleibt schwierig, aber wenn du alles gibst, dann kommt auch was zurück
und so war es auch. Das ausverkaufte Sunny Red war gut zu uns und wir freuen
uns auf jeden, der den Weg auch ins Strom zur Jahresabschlussshow findet. Nach
einigem Kopfzerbrechen finde ich meinen inneren Frieden mit der südlichen
Wirtschafts-Hauptstadt, die an vielen Stellen gar nicht so spießig ist, wie es
von ihr behauptet wird. Ich mag es hier. Vor allem die abendliche Ruhe, die es
so in kaum einer Großstadt gibt.

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Wie
nach einem Kurzurlaub kann es morgen weiter gehen. Ich schmiere mir ein
Brötchen und packe mir noch eine Banane vom Catering ein. Dazu gleich mal das
Handy zücken und das 1,40 Kurzstreckenticket vorbereiten. Ich
will ja für den Fall der Fälle gewappnet sein.

Von: Mario Radetzky

Fotos: Paul Ambrusch aka Final Chapter

Mehr zu Blackout Problems gibt es hier.

Bandraumtour: Zu Gast bei The Whiskey Foundation

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In unserer Reihe “Bandraumtour” geben wir Einblicke in die Proberäume von Münchner Bands. Diesmal erklärt uns The Whiskey Foundation was ihnen dieser Raum bietet.

Wie würdet ihr euren Proberaum in drei Wörtern beschreiben?

zu klein, zu teuer, zu weit weg

Was macht diesen Raum zu eurem persönlichen Bandraum?

die Couch

Was war der schönste Moment in eurem Proberaum?

der Einzug

Welche und wie viele Instrumente stehen bei euch?

siehe Techrider im Anhang – unsere Instrumente halt

Was ist der merkwürdigste Gegenstand in eurem Bandraum?

der Rauchmelder

Was gibt es zur Probe zu trinken?

von Ayran bis Zwetschgenwasser

Wie entstehen bei euch Songs und welche Rolle spielt dabei der Proberaum?

sie entstehen auf viele verschiedene Arten und Weisen, der Raum spielt keine große Rolle

Welcher Song ist z.B. dort entstanden?

tatsächlich kein veröffentlichter

Was macht ihr in eurem Bandraum, wenn ihr nicht probt?

jammen

Teilt ihr euren Proberaum mit einer anderen Band? Wenn ja, mit wem?

Exclusive

Könnte man in eurem Bandraum auch wohnen? Warum ja bzw. nein?

nein, weil kein Platz ist

Was seht ihr wenn ihr aus eurem Fenster schaut?

Parkplatz im Gewerbegebiet, Wettbüro für Perderennen

Was ist toll an eurem Raum?

ein Fenster

Was stört euch?

die Toilette, die nicht aufhört zu stinken, aber vor allem der Rauchmelder

Wie habt ihr euren Proberaum gefunden?

ebay Kleinanzeigen

Foto: Privat

Bandraumtour: Sentilo Sono

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In unserer Reihe “Bandraumtour” geben verschiedenste Künstler Einblicke in die Proberäume der Stadt. Bei Sentilo Sono steht eine Elvisbüste herum. Das Zuhause der Band hat im Gegensatz zu vielen anderen Übungsräumen im Keller ein Fenster mit viel Licht. Allerdings nur bis 2019 – dann droht der Abriss.

Wie würdet ihr euren Proberaum in drei Wörtern beschreiben?

Hell, freundlich, gemütlich

Was macht diesen Raum zu eurem persönlichen Bandraum?

Wir können unser Equipment ruhigen Gewissens einsatzbereit stehen lassen, weil einerseits genug Platz ist und wir andererseits die wenigen, die den Raum außer uns noch nutzen persönlich kennen. Wir können also direkt loslegen.

Was war der schönste Moment in eurem Proberaum?

Immer wenn eine Idee funktioniert.

Welche und wie viele Instrumente stehen bei euch?

Schlagzeug, Bass, Keyboard, Saxophon, Posaune, Trompete, ½ Dutzend Gitarren…

Was ist der merkwürdigste Gegenstand in eurem Bandraum?

Eine Elvisbüste

Was gibt es zur Probe zu trinken?

Wasser, Bier

Wie entstehen bei euch Songs und welche Rolle spielt dabei der Proberaum?

Ganz unterschiedlich; Mal wird der ganze Song von einem von uns komponiert und ausarrangiert, mal wird ein solcher Vorschlag von der ganzen Band auseinandergenommen und umgemodelt. Manchmal entsteht etwas völlig Neues aus einem Jam. Meistens aber macht die „Kernband“ einen Song, bzw eine Struktur, worauf dann in einer eigenen Session der Text und der Gesang geschrieben wird. Das alles wird immer aufgenommen, entweder im Ganzen oder aber die einzelnen Spuren.

Der Raum ist dabei immer außen herum und hat die Eigenschaft, uns den Schaffensprozess sehr angenehm zu machen, weil man sich hier einfach wohl fühlt.

Welcher Song ist z.B. dort entstanden?

So einige, aber noch kein veröffentlichter. Sind ja vor Kurzem erst eingezogen….

Was macht ihr in eurem Bandraum, wenn ihr nicht probt?

Planen, Musik hören, uns inspirieren lassen, schreiben, produzieren.

Teilt ihr euren Proberaum mit einer anderen Band? Wenn ja mit wem?

TML (The Tall, The Middle And The Little), die Band von unserem Bassisten Basti

Könnte man in eurem Bandraum auch wohnen? Warum ja bzw. nein?

Es ginge schon. ´ne kleine Couch und ´nen Kühlschrank gibt´s, Toiletten sind gleich um die Ecke.

Was seht ihr wenn ihr aus eurem Fenster schaut?

Eine Grünfläche, Gleise und das ADAC Hochhaus.

Was ist toll an eurem Raum?

Der Raum hat zwei durchgehende Fensterfronten, ist also hell und man kann in kürzester Zeit durchlüften, wenn´s stickig wird.

Wir haben unser Equipment fest verkabelt. Man muss nur den Computer anmachen, Aufnahme drücken und loslegen. Ein unkomplizierter, schöner Workflow kommt da zustande.

Was stört euch?

Dass der ganze Proberaumkomplex 2019 abgerissen werden soll…

Wie habt ihr euren Proberaum gefunden?

Gute Freunde von uns haben diesen Raum schon seit Jahren zur Miete. Wir hatten einen ekligen, stickigen Raum im gleichen Komplex und schon immmer ein Auge auf diesen im Vergleich paradiesischen Raum. Als er zeitlich nicht mehr voll ausgelastet war, haben wir die Gelegenheit am Schopf gepackt und sind mit eingezogen.

Foto: Gina Grill 

Bandraumtour: So Not Seventy

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In unserer Reihe “Bandraumtour” geben wir mit Videos verschiedenster Künstler Einblicke in die Proberäume der Stadt. Im Bandraum von So Not Seventy gibt es zwei elementare Dinge, die so gar nichts mit Musik zu tun haben: Eine rosa Lampe namens “Jenny” und viele Packungen “Ramen Süppchen”.  Kein Wunder, dass ich die Band auch noch einen Pizzaofen wünscht.

Wie würdet ihr euren Proberaum in drei Wörtern beschreiben?

Ziemlich rauchig hier.

Was macht diesen Raum zu eurem persönlichen Bandraum?

Das Schild an der Eingangstuer.

Was war der schönste Moment in eurem Proberaum?

Als wir nach dem letzten Take fuer unser Debut „Every Goddamn Sunday“ zusammen ein Bier getrunken haben. (Das Album wurde komplett in unserem Bandraum recordet.)

Welche und wie viele Instrumente stehen bei euch?

Keine Ahnung…

Was ist der merkwürdigste Gegenstand in eurem Bandraum?

Der Mati hat mal einen Ventilator angeschleppt. Wir haben ihn noch nie eingeschaltet aber wahrscheinlich faengt er einfach an zu brennen.

Was gibt es zur Probe zu trinken?

Paulaner Spezi, Bierchen, Tantrum oder Kaffee.

Was macht ihr in eurem Bandraum, wenn ihr nicht probt?

Wir haben eine Dartscheibe. Ausserdem ist der Boden relativ gemuetlich wenn man Samstags nach dem Backstage hier pennt.

Teilt ihr euren Proberaum mit einer anderen Band? Wenn ja mit wem?

Nein, nur wir.

Könnte man in eurem Bandraum auch wohnen? Warum ja bzw. nein?

Klar, wir haben genug Ramen Sueppchen fuer ein ganzes Jahr.

Was seht ihr wenn ihr aus eurem Fenster schaut?

Keine Fenster. Schade.

Was ist toll an eurem Raum?

Wir haben eine Rosa Lampe, die Jenny. Die ist auch bei jedem Gig dabei.

Was stört euch?

Wir brauchen dringend einen Pizzaofen oder sowas.

Foto: So Not Seventy

Bandraumtour: The Tonecooks

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In unserer Reihe “Bandraumtour” geben wir mit Videos verschiedenster Künstler Einblicke in die Proberäume der Stadt.

Der Raum von  The Tonecooks ist dafür da, die Schallwellen zusammenzuführen. Dazu steht neben den Instrumenten auch ein alter Computer aus einer früheren Zeit bereit. Ihren Proberaum nennen sie selbst liebevoll “Raum der Wünsche”. 

Wie würdet ihr euren
Proberaum in drei Wörtern beschreiben?

Raum der Wünsche (dreckig, dunkel, klein)

Was macht diesen
Raum zu eurem persönlichen Bandraum?

Nicos Aufräumarbeiten und das fette Tonecooks
Banner an der Wand.

Was war der schönste
Moment in eurem Proberaum
?

Das fertige Album zum ersten Mal zusammen
anzuhören. Oder als Leute, die die Musik von draußen gehört haben, reingekommen
sind und wir ihnen ein Privatkonzert gegeben haben.

Welche und wie viele
Instrumente stehen bei euch?

Zu viele Gitarren und 2 Schlagzeuge mit
kaputten Becken

Was ist der merkwürdigste
Gegenstand in eurem Bandraum?

Ein Uraltcomputer von mindestens 1950

Was gibt es zur
Probe zu trinken?

Spezi oder Radler

Wie entstehen bei
euch Songs und welche Rolle spielt dabei der Proberaum?

Alle spielen drauf los, einer schreit „Halt
das klang geil! Lasst das nochmal spielen.“ … oder Jemand kommt mit einer
guten Idee und die anderen vollenden den Song. In beiden Fällen ist der Proberaum
entscheidend für das Zusammenführen der Schallwellen.

Welcher Song ist z.B.
dort entstanden?

„Downtown“

Was macht ihr in
eurem Bandraum, wenn ihr nicht probt?

Von draußen träumen.

Teilt ihr euren
Proberaum mit einer anderen Band? Wenn ja mit wem?

Ja, mit einer Metal Band namens Reverent Town

Könnte man in eurem
Bandraum auch wohnen? Warum ja bzw. nein?

Naja, eine Couch zum drauf schlafen ist da.
Allerdings ist die Luft echt belastend stickig und gut riechen tut es auch
nicht unbedingt.

 Was seht ihr wenn
ihr aus eurem Fenster schaut?

Klebeband / Graffiti

Was ist toll an
eurem Raum?

Die Dösige Atmosphäre fördert die
Kreativität. Außerdem ist er echt billig.

Was stört euch?

Die Gesangsanlage ist ziemlich beschissen.

Wie habt ihr euren
Proberaum gefunden?

Über Harald.

Neuland: Homegrown Artists

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Zwei junge Münchner Musiker wollen anderen jungen Musikern helfen, erfolgreich zu werden. Deshalb haben sie das Musik-Management “Homegrown Artists” gegründet. Genau solche lokale Künstler wollen sie fördern. 

München hat eine neue Plattenfirma: „Homegrown Artists“ heißt das neue Label für junge Bands. Ihre beiden Gründer sind selbst Musiker, jeder der beiden spielt als Sänger und Gitarrist in einer jungen Münchner Band: Karlo Röding, 23, bei The Living und Mario Hain, 23, bei Vertigo. Die beiden Musiker kennen sich durch ihre eigenen Erfahrungen gut im Musikgeschäft aus. Jetzt möchten sie mit ihrem eigenen Musikmanagement junge Bands unterstützen: „Wir sehen viele junge Künstler, die viel Potenzial besitzen, aber oft mit dem Business, das dazugehört, überfordert sind“, erklärt Karlo.

Bisher konzentrieren sie sich bei der Band-Suche auf München und die Umgebung der Stadt: „Wir suchen Bands, die Bock haben, sich und ihre Musik weiterzubringen“, sagt Karlo. Bisher betreuen sie bereits fünf Bands, drei davon kommen direkt aus München, darunter auch ihre eigenen. Gerade planen sie mit ihnen die nächsten eineinhalb Jahre und suchen natürlich weiter nach neuen Bands, „bei denen wir sehen, dass Potenzial da ist, um viele Leute zu erreichen. Und später soll es natürlich so weit gehen, dass die Bands von ihrer Musik leben können“, sagt Karlo.

Von: Stephanie Albinger

Foto: Privat